Der Krieg ist die inhumane Heilung eines unmenschlichen Lebens. Es kommt nur noch darauf an, nicht ohne Fassung dem Absturz in das kollektive Gemetzel zu begegnen. Ein milliardenschweres Heer an Menschen reicht, und der Humanismus verliert seine Gültigkeit, denn die Masse könnte sich niemals erhalten, da sie aus Insekten besteht, welche durch den Bau ihrer Systeme irren. Es kommt die Zeit, da wir die Menschen Reihe um Reihe, Saal um Saal den Schlachtbänken zuführen, um die Menschlichkeit zu wahren. Im Zusammenbruch der Sitten können für uns nur noch Chaos und Unmenschlichkeit jene Prinzipien sein, die den Humanismus vor den Menschen bewahren, den unsere Gattung mit jeder Geburt und jeder Entscheidung verstümmelt. Die Konsequenz des Humanismus ist das Sterben der Masse für die Zukunft ihrer Nachfahren, welche nichts aus der Vergangenheit lernen werden. Und so drehen wir uns im Kreis eines ewigen Scheiterns, dessen Ende am Anfang jeder Agonie und darüber hinaus liegt. Da wir nur mehr von Gegenwart zu Gegenwart leben, greift es zu kurz, die Menschen zu belehren; das Gewand unserer Zeit ist marode, und ich bin gewillt, den Menschen Freiheiten einzuräumen, die sie sich nie haben erträumen lassen. Die Fundamente bröckeln und aggressivere Verkünder neuer Wirklichkeiten hat man lange nicht mehr so gesehen; die Unverschämtheit wird zur Tugend umgemünzt, mehr denn je werden Betrüger ihre Ansichten und Lügen in die Köpfe der Menschen säen, auf deren Taschenspielertricks sie hereinfallen. Wir haben keine Kontrolle und deswegen flüchten wir in Ideologien, um uns mit leeren Worten vorzugaukeln, die Wahrheit zu kennen, während diese längst zur Hure unserer Bedürfnisse geworden ist.


© KeratX


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