Manchmal führt der Weg nicht ins Offene, nicht nach oben, wo Licht und Weite warten. Es gibt Treppen, die sich nach unten ziehen, Stufe um Stufe, wie ein Gang ins Ungewisse. Das Holz knarrt, der Atem hallt, und jeder Schritt klingt lauter, als er sein dürfte.
Die Dunkelheit wächst mit der Tiefe, und doch spüre ich, dass sie nicht nur Leere ist. Sie ist dicht, schwer, beinahe greifbar ein Raum, der mich prüft, aber auch birgt. Jede Stufe zwingt mich, langsamer zu werden, genauer hinzusehen, ehrlicher zu atmen.
Und während ich tiefer sinke, merke ich, es ist nicht die Tiefe, die mich verschlingt. Es ist die Tiefe, die mir zeigt, dass in mir mehr Platz ist, als ich glaubte, ein Raum der nicht von Angst gefüllt sein muss, sondern von Erkenntnis.
So wird das Hinabsteigen kein Fall, sondern eine Begegnung. Kein Verlorengehen, sondern ein Erinnern daran, dass selbst Dunkelheit eine andere Art von Licht in sich trägt, eines das man nur unten finden kann.
„Manchmal führt der Weg nach unten, nicht nach oben. Doch die Dunkelheit birgt keine Leere, sondern eine andere Form von Licht, wer hinabsteigt, begegnet nicht dem Verlust, sondern sich selbst.“
Die Luft hängt schwer,
ein dichter Mantel über Raum und Sein,
Lavendel, Patschuli, Bier – ein Duft, der Schichten trägt,
der sich in Körper mischt, in jede Pore [ ... ]
Ich sitze im Bett! Trinke Tee. Und finde
keine Idee. Ich sehe mich im Zimmer
um. Sehe den Tisch. Mit Tabletten und
Kram. Die Thermoskanne. Den Rollstuhl.
Das Sofa. Den Sessel. Die Lampe. [ ... ]
Sie wollte…,
Sie konnte …,
Sie durfte …,
Und sie wollte immer wieder!
Doch sie konnte nicht!
Durfte sie nicht?
Nein, sie konnte nicht!
Wollte sie nicht?
Doch sie [ ... ]
Ja, ich projiziere.
Ich projiziere auf Menschen,
Die so sind,
Wie ich gerne wäre.
Dann denke ich,
Dass ich so sein würde,
Wenn ich Teil ihres Lebens sein könnte.
Aber was würde das [ ... ]