Als ich noch ein Kind war, da „wählte“ ich grün! Ich hatte Mitleid mit all den Pflanzen und Tieren, die der Wirtschaft zum Opfer fallen. Ich stand staunend an Baustellen herum und zwar nicht aus Neugierde für das was die Bauarbeiter da machten, sondern aus Sorge um alles, das im aufgewühlten Boden schonungslos umkam. Andererseits begeisterte ich mich für Panzer und Flugzeuge, für Raketen und Kanonen, denn die waren für mich ein Symbol für Stärke, denn ich selbst war sehr schwach!
Als Halbwüchsiger war ich überzeugter Kommunist! Ich nahm für mich in Anspruch mit anderen gleich zu sein, denn ich glaubte an den Frieden durch die Gleichheit der Menschen. Ich dachte: „Ich will jede Arbeit machen, die man mir zuweist, wenn ich dafür ausreichend Lohn bekomme um zu leben und man mich achtet“. Leider merkte ich sehr schnell – ohne aber glauben zu wollen was ich da merkte – daß das nicht genug war für diese Welt. Man kritisierte mich überall, setzte mich einem unmenschlichen Wettbewerb aus und wollte mich beinahe überhaupt nicht bezahlen.
Das enttäuschte mich gewaltig! Überall traf ich Artgenossen, die besser waren als ich, also noch gleicher. Man VERSUCHTE nicht nur mich zu übervorteilen, man übervorteilte mich gewaltig, man lachte mich aus und meinte ich hätte überhaupt nichts verstanden – was ja auch den Tatsachen entsprach! Daraufhin versuchte ich mich in Leistung zu retten. Nach einiger Zeit war ich geschickter und einfallsreicher als alle die ich kannte – und löste damit einen Shitstorm aus Neid und Missgunst aus. Ich wurde der Rechthaberei beschuldigt und daß ich mich vordrängen wolle. Nebenbei verprügelte man mich auch noch.
Das veranlasste mich dazu Sport zu treiben, um mich zu schützen. Bald war ich stärker als meine Widersacher…ich besiegte sie in fast allen Disziplinen. Das wiederum erzeugte ihren Hass, den sie aber aus Respekt nicht mehr offen zur Schau stellten, sondern sich darauf verlegten mich zu hinterrücks überlisten, damit sie vor sich selber bahupten konnten: „Der mag ja sehr kräftig sein, wir aber sind viel schlauer als er!“ Nun versuchte ich ihnen zu beweisen, daß auch das nicht so ganz stimmte. Ich schlug sie allesamt in einem Brettspiel namens „Schach“, wobei ich auch diverse Meister und Schachlehrer zur Kapitulation zwang.
Das schlug schließlich dem Fass den Boden ins Gesicht! Von nun an „wusste“ man ganz genau, daß ich rauschgiftsüchtig sei und gleichzeitig sexuell pervers, was damals alles Mögliche heißen konnte. Außerdem unterstellte man mir, ich sei – ohne Geld – Dauergast im Bordell! So konnte es nicht weitergehen…ich musste etwas tun, wusste aber nicht was, da ich glaubte schon alles mir Mögliche getan zu haben. War mein Elternhaus im recht? Ich hatte mich in allem was getan habe geirrt? Mein Vater war felsenfest davon überzeugt, daß die Diktatur die beste Regierungsform gewesen war…das probierte ich aus (an ihm selbst) und scheiterte sofort kläglich.
Mein Alter hatte einfach kein Talent dafür als gutes Vorbild voranzugehen. Ich begriff: Das hat kein Mensch! Also fasste ich die Demokratie ins Auge, kam aber bald zu dem Schluss, daß sie von allen schlimmen Einflüssen noch am ehesten zu missbrauchen war: Die Kommunisten versuchten ihre falsche Kameradschaft darin zu manifestieren, die Arbeitgeber installierten mit Leichtigkeit ihren Despotismus, die Religionsfanatiker deuteten sie einfach zu ihren Gunsten fatal um, und als Anarchisten wurden immer jene Personen bezeichnet die sich nicht anpassen wollten – wem auch immer! Seitdem bin ich mit meiner Laterne bei Tag unterwegs um Menschen zu suchen!
Kommentar:Huch, jetzt habe ich es aus Versehen doch gelesen.
Da hast du dir ja wieder richtig Gedanken gemacht und zu Papier gebracht, lieber Alf.
Bild passt.
Liebe Grüße Wolfgang
Kommentar:Andere Haltungen und Überzeugungen, worum es auch immer geht, werden oft mit Füßen getreten, mit Steinen beworfen, oder gar vernichtet.
Akzeptanz erfährt man nur selten oder nur auch den eigenen Reihen.
Das kennen wohl merkwürdige Weise die Meisten.
Von alles ist möglich im Leben. Bis zu
der Tatsache der Mensch ist wie er ist.
Mit Defiziten in seiner ganzen Persönlichkeit. Aber Strukturen die funktionieren. Und die ein solalalala
gutes Leben ermöglichen. Die werden
von den Stärksten und Fähigsten
gebildet. Am Ende beweist sich ein
System nur in Einem: "Wie geht es mit seinen Alten und Schwächsten um!"
Nur da zeigt sich Menschlickeit. Und
der Spass hört auf, wenn 90" leiden,
damit 10% gut leben können. So zu Denken ist auch kein Kommunismus.
Es ist einfach die einzige Basis auf
der das Leben möglich ist. Wenn es
für alle erträglich sein soll. Ich befinde mich da auch auf der Talfahrt. Ich
sage so Kram vor mich hin. Ironie, Sarkasmus den jeder ernst nimmt.
Und am Ende bin ich der Verlierer.
Das Leben ist eben kein Zirkus. Wenn
es lebenswert sein soll. Dann muss sich ein Mensch behaupten. Sonst geht er einfach unter. Und er muss sagen dürfen was er denkt. Und begreifen das das Leben kein Spiel ist. Kultur und Kunst beginnt da wo ich den Mensch ernst nehme. Egal wo er auf der sozialen
Leiter steht. Der Mensch will ernst genommen werden. Und wenn er ernst genommen wird. Dann denkt er auch wirklich über die Welt und das Leben
nach. Und kommt zu Ergebnissen. Ich
spiele nur. Für mich ist alles ein Spiel.
Jeder Tag. Jede Stunde. Jede Sekunde: Spiele! Spiele Spiele. Und mit allem spielen. Das ist mein Leben Darum bin
ich auch an allen Fronten gescheitert. Vereinsamt. Zerstört. Ein geistiges und seelisches Wrack. Das mag für die Kreativität von Vorteil sein. Als Verlierer besitzt Du eben die Freiheit. Du kannst
auf alles setzen. Alles sagen, alles
leben, alles denken. Und das mag dann auch die Wahrheit treffen. Aber mit den Trümmern des eigenen Lebens zu zeigen, wie es nicht funktioniert. Das verleiht
dem Scheitern keinen Glanz. Das malt
nur in bunten Farben, das schwarz weiss das zum Scheitern geführt hat. Ich bin so das Einzelgängertum zuerst als Überlebensstrategie, da ich niemand hatte. Und dann als Lebensphilosophie, da ich sonst nichts habe. Und das ist zum normalem Zustand geworden!
Zum täglichen Spass. Morgens
ein Tee. Ein Blick aus dem
Fenster. Ein kräftiger Spruch.
Und eine gute Idee. Und dann
der Tag. Und was er an Leben
gibt. Dann ist Mittag. Und ich
liege auf dem Bett. Und die Welt
kreist im Zimmer. Um den
Kaktus. Das Regal. Das Bett.
den Stuhl. Und ich warte
bis die Welt redet. Und dann
das Wunder. Die Welt sagt:
"Nimn das Leben wie es ist.
Sei stark. Voller Humor,
Charme und Wille. Und ich
gebe Dir die Wahrheit und
den Traum. So lalala Bis
dann! MfG Klaus
Mit fremden Federn schmückt sich der,
der mit dem Kopf tut sich schwer.
Dabei wird es einem recht leicht gemacht,
was man mit eignem Geist nicht schafft.