Im Sog des Alltags, gefangen im Stress.
Er hält dich wach, Stromschläge permanent. Überladen das Gefühl, ständig präsent. Stresshormone peitschen dich an. Unterschwellige Suggestion, schlechtes Gewissen. Hormonrausch, bist ist auf Droge, mit endogenen Substanzen. Der Sympathikus reitet Rodeo in dir. Ohnmächtig funktionierst du automatisiert. Fehler machen nicht gestattet, ohne Akzeptanz. Zeitvorgaben unrealistisch, Hektik vor Qualität. Optimierungsprozesse komprimieren den Aufwand, in den Köpfen, der an Realitätsverlust erkrankten Theoretikern. Automatisierte Abläufe erschweren durch virusgeplagte IT-Lösungen deinen Alltag. Leere Versprechungen hallen durch den Raum. Westentaschenpsychologie auf Hochschulniveau glättet die Wogen. Danach, keine Stille, nur Rauschen. Gelegentlicher Tinnitus begleitet dich durch den Abend. Der Film läuft weiter, ungewollt. Erholsamer Schlaf, durchkreuzt von Phasen der Viglianz, ist schon lange Traumdenken. Der moderne Sklave erwacht am Morgen durch die innere Uhr. Die Angst zu verschlafen ist evolutionär geworden, im Rausch der Stresshormone.
Die Kälte lockt den Willen, meine Kindlichkeit zu leben,
wenn der Winter seine Pracht mir vor die warme Haustür legt.
Wie ins Geheim, im Stillen, tanzen Flocken mir entgegen,
dass mein pochend [ ... ]
Die Luft hängt schwer,
ein dichter Mantel über Raum und Sein,
Lavendel, Patschuli, Bier – ein Duft, der Schichten trägt,
der sich in Körper mischt, in jede Pore [ ... ]
Ich sitze im Bett! Trinke Tee. Und finde
keine Idee. Ich sehe mich im Zimmer
um. Sehe den Tisch. Mit Tabletten und
Kram. Die Thermoskanne. Den Rollstuhl.
Das Sofa. Den Sessel. Die Lampe. [ ... ]