schwebe im all gebrochener Formen. Das Licht dass du in mir gelassen hast schimmert im Norden. Es flimmert sanft dunkel im Morgen. In der Mitte wurde die Wahrheit zerrissen und findet sich nicht mehr obwohl die sonne immer noch scheint. Konturen der Vergangenheit verschmelzen zu fremdartigen Verformungen, es hat aufgehört zu glitzern und
Alles was war verzerrt sich in blauschwarzen Licht zu einem unübersichtlichen Knäuel aus Erinnerungen, Empfindungen, Albträumen und Ängsten, Kippen, Sex, Zärtlichkeiten, gerauchten Joints und Dreck. In meinem Innern vermengen sich Nostalgie und Weltschmerz und ich starre die Wand an und weiss Gott nicht wohin das alles führen soll. Das ganze Sein oder eben nicht Sein ist ein ständiger Druck der in meinem Schädel pocht und mich Fragen auskotzen lässt. Die Splittrige Unsicherheit zersetzt meine Anteile in gebrochenes Glatteis auf dem ich immer wieder ausrutsche und alles verschwimmt in tausend facetten neben dem fenster. Der Mond spricht in Rätseln und ich dachte wenn ich sage:“wir wollen mehr“würden wir mehr verstehen als wir über das Meer wissen. irgendwann hörst du auf zu glauben, dass alles verbunden ist. wir sind milliarden einzelteile die durchs all schwirren bruchstücke denen eine Gesamtheit fehlt. Wir sind Splitter die nicht zusammen finden. Ich wühle in meinem inneren und suche nach deiner farbe, die in mir verblasst. Alles ist kommen und gehen. ich kann es nun ganz deutlich sehen. Neben dem Damals verrinnen die Sekunden im Fluss der Bewegung der Zeit. Du bist die Form einer verlorenen Begegnung. Traeume haengen an silbernen Faeden und die Akzeptanz schleicht durch den Nebel der Verwirrung.
Zeit zerstreut Ereignisse und alles zerföllt und setzt sich danach neu zusammen. Bilder zerfliessen in meiner erinnerung an das lebendige flimmern dazwischen. Gestern ist damals. Heute ist anders. Sehnsucht zieht und ein Schmerz pocht konsequent.
Die Kälte lockt den Willen, meine Kindlichkeit zu leben,
wenn der Winter seine Pracht mir vor die warme Haustür legt.
Wie ins Geheim, im Stillen, tanzen Flocken mir entgegen,
dass mein pochend [ ... ]
Die Luft hängt schwer,
ein dichter Mantel über Raum und Sein,
Lavendel, Patschuli, Bier – ein Duft, der Schichten trägt,
der sich in Körper mischt, in jede Pore [ ... ]
Ich sitze im Bett! Trinke Tee. Und finde
keine Idee. Ich sehe mich im Zimmer
um. Sehe den Tisch. Mit Tabletten und
Kram. Die Thermoskanne. Den Rollstuhl.
Das Sofa. Den Sessel. Die Lampe. [ ... ]