Mer spare die Zick, weil dat macht jeda,
doch später dann froore: „Wat wor et denn heda?“
Dat Läwe flööt vorbei met Hektik und List,
un keiner weiß mehr, wo die Zick jetz is!
Beschreibung des Autors zu "„Verjet nit die Zick“"
Dieser gereimte Vierzeiler nimmt mit feinem Witz und schalkhafter Kritik eine zentrale Absurdität des modernen Lebens aufs Korn:
Wir optimieren Zeit, hetzen durch Tage, strukturieren Kalender – und merken nicht, dass das Leben selbst dabei verloren geht.
Der Ton erinnert bewusst;
humorvoll, sprachspielerisch, aber mit einer stillen Tiefe, die nachwirkt.
Die Reime sind charmant, fast harmlos – doch der Inhalt hält dem Leser den Spiegel vor.
Timo Ertel verknüpft hier Humor und Lebensphilosophie mit einem Seitenblick auf die Verzettelung der Gegenwart.
Der Reim kann sowohl zum Schmunzeln anregen, als auch zum Innehalten – ganz in der Tradition klassischer Humoristen mit Tiefgang.
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???? Verwendungsmöglichkeiten:
Als Kabinettstück auf Lesebühnen, Satireabenden, Kirchentagen oder Karneval
Für Kalender, Kabaretttexte, oder als Spoken-Word-Einstieg
In staubigen Archiven, zwischen Namen und Jahreszahlen,
flüstert Geschichte aus brüchigem Papier.
Alte Zeitungen berichten von fernen Tagen
und von Leben, die längst vergangen sind.
Ob beim Schreiben, beim Malen, beim Musizieren, beim Spazieren gehen...
Dann, wenn ich ganz "leer" bin, meine Gedanken still stehen,
wenn ich irgendwo in einem "freien Raum" bin,
undefinierbar [ ... ]