Schreitet bei Gewöhnung ein,
denn die Gewöhnung schreitet fort,
sie schreitet aus,
ihr Schritt ist klein,
doch kippt er leider,
Wort für Wort,
die Langeweile tief ins Haus –
das ist was für Prinzipienreiter!
Oh, die Gewöhnung ist bequem.
Sie überlässt uns, faul und stumpf,
dem Unrat, der gesammelt steht
und daraus wächst dann das Problem:
„Die-Welt-ist-übel-mit-uns-dran“.
Wir bilden Körper, nur aus Rumpf!
Wenn es in der Art weiter geht,
dann opfern wir uns irgendwann!
Drum schreitet bei Gewöhnung ein.
Sie schreitet fort, sie schreitet fort,
du schreitest aus,
dein Schritt ist ein
ungeliebter Wegbegleiter.
Du gehst in Bälde über Bord,
ins weite Tristesse-Meer hinaus –
und dabei wirst du nicht gescheiter!
Der Mensch war ja ursprünglich Lehm,
dann trug er plötzlich Hut und Strumpf,
doch ist er noch genauso öd',
so ekelmäßig krass, extrem.
Wo ist denn da noch ein Ass-Trumpf,
wenn die Gewohnheit ihn verdreht?
Da fehlt schlicht jeglicher Triumpf.
Und das trifft zu bei Frau und Mann!
Früh am Morgen,
wenn der Wecker klingelt,
schlafen meine Augen noch
und ich bin in Gedanken,
bei meinem letzten Traum,
der jetzt zerbrochen
vor mir liegt.
Ein neuer Tag beginnt, noch unberührt und weit,
der frühe Wind verweht den Staub der Dunkelheit.
Stille füllt den Glanz, die Welt hält den Atem an,
weil im hellen Schein das Werden neu [ ... ]