Im Anfang ist der Wille. Der viel zitierte Weg des Kriegers basiert auf dem Willen des Kriegers, nicht nur dem reinen Überlebenswillen, sondern dem schöpferischen Willen. Dem Willen, Spuren zu hinterlassen, für etwas zu stehen. FÜR etwas und nicht immer nur gegen Existierendes, agieren und nicht immer nur reagieren. Dabei muss man nicht unbedingt berühmt werden, es braucht kein Denkmal, um Spuren zu hinterlassen. Lebt und strebt man für das was man ist, innerhalb der gegebenen Grenzen und Möglichkeiten die man hat, für die eigene Wahrheit, dann ist man mit sich im Gleichgewicht und mit seiner Umgebung und alle die es wert sind, alle die ein Stück Weg gemeinsam mit einem gehen, diese Menschen „infiziert“ man mit der Leidenschaft für das Leben und die eigene Wahrheit. So kann man die Welt ändern und glücklich sein.
Wie aber findet man diese eigene Wahrheit? Durch Erfahrung, die allerdings nur etwas wert ist, wenn man sie reflektiert am eigenen Ich, das sich wiederum nur wahrnehmen lässt, indem man bewusst in sich hineinhorcht. Wie Hesse sagte, man muss zwischen der Vita activa, der aktiven Teilhabe am Leben und der Vita contemplativa, der zurückgezogenen, in sich gekehrten und beobachtenden Lebensweise wechseln. Immer wieder, im eigenen Rhythmus.
Und man muss wachsen, einen Schritt nach dem anderen tun.
Im Anfang ist der Wille, der Weg ist tatsächlich das Ziel und der Lohn kommt, wenn auch langsam. Wähle also diesen schwierigeren Weg. Er lohnt sich dann, wenn du ihn konsequent gehst und dich nicht beirren lässt.


© Demian S Lunaris


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