Wir saßen vor dem Fernseher und schauten irgendeinen französischen Film über einen Typen, der sein Leben neu ordnet oder so. Eine ziemlich frequentierte Erzählung ohne roten Faden. Ich war quetiapin-benebelt, du warst ständig in der Küche und hast Muffins aus Nudeln und Erbsen gebacken, ein neues Rezept. Aber die Nudeln klebten nur an den Förmchen und die Erbsen fielen raus.
"Ist das ein Scheiß hier...", sagtest du, während eine Erbse auf den Boden fiel. "Der Film?", fragte ich. "Das Essen", hast du geantwortet. "Der Film ist nicht scheiße, aber ich verstehe ihn nicht", sagte ich. "Er ist halt in einer Sinnsuche...", sagtest du. "Der ganze Film ist 'ne Sinnsuche... Und eigentlich könnte das eine Reportage über mein Leben sein... Das ist auch eine Sinnsuche...", sagte ich, "Ich glaube, ich mach mal 'ne Reportage über mich selbst". "Dann musst du dich selbst interviewen... Eigentlich ist das bestimmt spannend, sich selbst zu interviewen... Man muss es nur aufzeichnen...", sagtest du.
Wenn es keine Torte mehr gibt. Und
keinen Sekt mehr. Und auch das Fleisch
ausverkauft ist. Und es keine Grillorgien
mehr gäbe. Und kein Mensch mit
Übergewicht. Und es nur Schönheit und [ ... ]
Niemals werde ich dich hassen,
oder dir an die Gurgel fassen,
du,Neger,Edeljude oder Ultrachrist,
weil du mein ewiger Bruder bist;
Sie wollen,dass wir uns bekriegen,
und das wir für sie mordend [ ... ]