Auf der Flucht...

Die halbe Welt ist auf der Flucht,
sie bei uns ein neues Zuhause sucht,
doch seht es endlich ein,
es wird nicht allen geholfen sein.
Sie unser Leben, unsere Regeln ignorieren,
sie kaum akzeptieren.
Uns als Menschen nicht respektieren.
Was sie von uns erwarten,
können sie selber nicht halten,
sie die Gemüter spalten.

Viele Menschen aus aller Welt aufeinanderstoßen,
lassen teils Verständnis und Toleranz vermissen,
zeigen Wut und Zorn stattdessen,
befeinden sich gegenseitig,
sind sich in vielen Dingen nicht einig.
Wie sollen wir das alles schaffen,
ohne an Möglichkeiten zu erschlaffen.
Wo kommen nur die Gelder her????
Helfen tun wir gerne; in Maßen,
nicht jedoch in Massen.

Aushalten muss es unsere Bevölkerung.
Hin und her gerissen von Angriffen auf Leib und Leben,
von Angst und Ungewissheit umgeben.
Nicht Allerorts, doch setzt es sich schleichend fort.
Wer ein fremdes Land um Hilfe bittet,
eine Zuflucht für sich und seine Familie sucht,
ist nicht gleich auf Rosen gebettet.
Sollte sich in die Gesellschaft fügen,
sich integrieren, andersdenkende respektieren,
die anderen Glaubens sind, nicht bekriegen.

Sicher ist es nicht leicht, ein fremdes Land,
man nichts als eine ungastliche Unterkunft vorfand.
Ein neues Zuhause zu finden ist schwer,
doch unsere Herzen sind langsam leer.


© Soso


9 Lesern gefällt dieser Text.





Unregistrierter Besucher


Unregistrierter Besucher

Diesen Text als PDF downloaden




Kommentare zu "Auf der Flucht.."

Re: Auf der Flucht..

Autor: Bluepen   Datum: 16.09.2020 17:39 Uhr

Kommentar: Liebe Sonja,

ich muss ehrlich gestehen, ich möchte weder in Kriegswirren stecken, noch fliehen müssen. Die Situation ist echt schlimm, noch dazu prallen zwei Welten mit ihrer Kultur und Religion aufeinander.

LG - Bluepen

Re: Auf der Flucht..

Autor: Sonja Soller   Datum: 16.09.2020 18:11 Uhr

Kommentar: Da muss ich dir recht geben, liebe Bluepen,
aus einem Krieg zu fliehen, um in einem anderen Land Hilfe zu finden, dem verschließe ich mich nicht. Das ist eine ganz klare Sache.

Die Menschen unterschiedlicher Nationen, die in den Unterkünften aufeinandertreffen, in der gleiche Situation sind, wie alle dort, bekriegen sich teilweise gegenseitig. Die Migranten, denen unsere Lebensart nicht gefällt, Überfälle, Vergewaltigungen begehen, morden und rauben, dafür habe ich kein Verständnis. Von den Sozialbetrügereien will ich gar nicht erst sprechen.
Es gibt natürlich auch die Hilfesuchenden, die sich wirklich integrieren wollen, unsere Sprache lernen, unsere Lebensart respektieren. Nur so kann man miteinanderleben. Da ich in einem sozialen Brennpunkt gearbeitet habe, weiß ich davon.
Wenn ich in ein fremdes Land fahre (und wenn es nur im Urlaub ist) muss ich mich den Regeln dort anpassen, anders geht es gar nicht.
Nichts anderes wünsche ich mir von den Fremden, die in unser Land kommen.
Es geht nur miteinander, nicht gegeneinander.

Herzliche Grüße aus dem Norden, Sonja

Re: Auf der Flucht..

Autor: Herbert Kaiser   Datum: 16.09.2020 20:34 Uhr

Kommentar: Liebe Sonja, ein wirklich schwieriges Thema. Bei allem Mitleid und Mitgefühl stoßen wir in dieser Frage an unsere Grenzen. Einmal ist das Boot halt voll. Hilfe sollte im Heimatland der Zuzügler greifen, damit sie erst gar nicht weg wollen.

Lg Herbert

Re: Auf der Flucht..

Autor: possum   Datum: 17.09.2020 1:33 Uhr

Kommentar: Ein sehr schwieriges Thema ist Dies,
wir mußten letztes Jahr nur vor dem Feuer fliehen, es war rührend als uns gar fremde Leute Unterkunft anboten, aber es ist sehr schwer Alles zurückzulassen, nicht wissen ob man wieder heim kann und womöglich nur Zerstörung vorfindet. Wie muß es erst sein wenn man flüchtet, um sich und das Wohlergehen der Familie politisch zu beschützen. Es ist eine eigenartige Leere man empfindet irgendwie fast Nacktheit in der Seele, so empfand ich es nur wegen einigen Wochen Quarantäne ...
Das Arge bei dem Ganzen ist, dass zu Viele Menschen plötzlich auf wenig Platz um die Existenz kämpfen und da gibt es Wut mit Schmerz vermischt ...
ach es ist sehr traurig,
sei lieb gegrüßt liebe Sonja

Re: Auf der Flucht..

Autor: Bluepen   Datum: 17.09.2020 8:37 Uhr

Kommentar: Liebe/r Sonja, possum und Herbert,

ich kann euch da nur zustimmen und frage mich gleichzeitig: Warum drückt man den obersten Politikern in kriegsführenden Ländern nicht einen Prügel in die Hand und lässt sie so lange gegenseitig aufeinander eintreschen, bis sie zur Besinnung kommen?

LG - Bluepen

Re: Auf der Flucht..

Autor: Alf Glocker   Datum: 17.09.2020 8:48 Uhr

Kommentar: ...für alle Menschen der Erde ist in Deutschland einfach nicht genug Platz vorhanden und auch nicht genug geld für ALLE...aber es wird nie aufhören!!
Wir müssen so langsam was dagegen tun...

LG Alf

Re: Auf der Flucht..

Autor: Sonja Soller   Datum: 17.09.2020 11:08 Uhr

Kommentar: Guten Morgen, Ihr Lieben,
Bluepen, Herbert, Possum, Alf,
vielen Dank für die aufschlussreichen Kommentare,

es ist fürwahr ein schwieriges Thema. Solange es Waffenexporte gibt, nach meinen Informationen ist Deutschland der viertgrößte Exporteur, wird es Kriegsflüchtlinge geben, und es wird nicht aufhören, denn Krieg ist eine Geldmaschine.

Menschen werden aus ihren Ländern vertrieben und landen irgendwo!!
Ich verstehe das Problem, auch kann ich die Ängste der Flüchtenden verstehen,
aber sie kommen ja nicht allein, sie bringen ihre Gefühle, ihre Gesinnung, ihre ganze Auffassung vom Leben, ihre Lebensart mit in unser Land, eine vollkommen andere Kultur, die mit unserer wie es scheint sehr oft nicht zu vereinbaren ist.
Fremden Obdach zugeben und in der Not zuhelfen, ist eine Sache, was daraus teilweise entsteht, entzieht sich meinem Gerechtigkeitsinn.
Ich habe beide Seiten kennengelernt, die Unbelehrbaren, die nur finanzielle Hilfe
wollen, weil sie meinen es steht ihnen zu, aber auch die die unsere Sprache lernen
und sich intergrieren wollen, in einer fremden Kultur Fuß fassen wollen.
Durch diese Spaltung untereinander entsteht unweigerlich auch Gewalt, Wut und Zorn. Die Medien berichten davon.
Wir können nicht die Flüchtenden der halben Welt aufnehmen,
dass was möglich ist sollte man tun, ohne das die eigene Bevölkerung das Nachsehen hat. Das erzeugt wieder Wut und Zorn, nur dieses Mal bei der eigenen Bevölkerung. Man muss an manchen Stellen auch mal NEIN sagen.
Natürlich tun einem die Menschen leid, aber wie Herbert ganz richtig gesagt hat:
Einmal ist das Boot voll !!!!!

Liebe Grüße aus dem Norden, Sonja

Re: Auf der Flucht..

Autor: Eleonore Görges   Datum: 17.09.2020 19:11 Uhr

Kommentar: Ja, das ist wirklich ein schwieriges Thema, aber diese Probleme werden nicht besser, eher noch schlimmer werden.
Was ich so aus den vorhergehenden Kommentaren gelesen habe, sind wohl alle der Meinung, dass man "echten" Flüchtlingen helfen muss. Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben werden, weil dort Kriege toben, weil sie um ihr Leben und das ihrer Kinder fürchten müssen - da muss man einfach helfen.
Wirtschaftsflüchtlinge allerdings beziehe ich da nicht mit ein.
Ich stelle es mir sehr, sehr schlimm vor, ALLES stehen und liegen zu lassen und nur mit dem Nötigsten in fremde Gefilde aufzubrechen. Der Fluchtweg ist ja auch nicht einfach, im Gegenteil.
Aber wir können nicht mehr Menschen in unser Land aufnehmen, als wir verkraften können, es sind natürliche Grenzen gesetzt.
Meiner Meinung nach packt die Politik das Verfahren einer evtl. Eingliederung auch falsch an - die Menschen kommen in Massenunterkünfte für Monate, gar Jahre - das erzeugt große Probleme.
Nun ja... ein endloses Thema, kein Ende in Sicht - und sooo wenige Länder, die wirklich helfen wollen.

Liebe Grüße, Eleonore

Re: Auf der Flucht..

Autor: Sonja Soller   Datum: 18.09.2020 9:31 Uhr

Kommentar: Da bin ich ganz Deiner Meinung, liebe Eleonore,
Menschen, die des Krieges wegen ihr Land verlassen, denen sollte man auf jeden Fall eine Möglichkeit, eine neue Zukunft, eine neue Perspektive geben.
Es ist allerdings schwierig die "wirklichen" Flüchtlinge von den Kriminellen oder Wirtschaftsflüchlinge zu unterscheiden.
Ein nie endendes Thema befürchte ich.

Herzliche Grüße aus dem Norden, Sonja

Re: Auf der Flucht..

Autor: Michael Dierl   Datum: 30.09.2020 11:45 Uhr

Kommentar: Tja, habe hier jeden Text von Euch gut durchgelesen. Jeder von Euch hat total recht mit dem was er schreibt. Deswegen lasse ich meinen Kommentar weg und schließe mich den Kommentaren von Euch allen an. Die Sonja hat einen sehr guten Schlußsatz, quasi als Formel gebracht. "Es geht nur miteinander nie gegeneinander!" Damit ist alles gesagt was man sich wünschen kann und das muß auch der Dümmste kapieren sonst bricht die Hölle los und es wird schlimmer als man sich's ausmalen kann. Meine Eltern sind damals von Ostpreußen nach Deutschland geflohen. Ich weiß ein Lied drüber zu singen wie es ist. Ich kenne die Geschichte meiner Eltern in- und auswendig. Aufgenommen bei Bauern im Kuhstall, des Nachts bei -20° wurde man in's Haus des Bauern gebeten, weil Erfrierungen drohten. Tagsüber ging man dem Bauern zur Hand, um sein Essen zu organisieren, denn um sonst gab es nix! Man hat im Stroh, im Stall geschlafen wenn es nicht bitter kalt war. Alle zusammen sich gegenseitig wärmend. Keine Zentralheizung. Man machte sich Steine auf dem Ofen des Bauern heiß und nahm sie mit zur Schlafstelle. Wickelte sie in Decken ein damit das Stroh nicht zu brennen anfing. Es war die Hölle im Winter so meine Eltern. Im Sommer ging's dann auf's Feld zum Sähen und später Ernten. Meine Eltern waren ca. 1 Jahr bei den Bauern gewesen. Tja, ich wollte beides, wie die Zeit der Flüchtenden heute, nicht durchmachen wollen. Dein Gedicht bringt es auf den Punkt. Gruss Micha

Re: Auf der Flucht..

Autor: Sonja Soller   Datum: 30.09.2020 15:24 Uhr

Kommentar: Vielen Dank, lieber Micha,
für Deinen berührenden Kommentar. Auf der Flucht zu sein kann ich mir gar nicht vorstellen. In einem anderen Land wären wir die Fremden, kein schöner Gedanke.

Herzliche Grüße aus dem fast sommerlichen Norden, Sonja

Kommentar schreiben zu "Auf der Flucht.."

Möchten Sie dem Autor einen Kommentar hinterlassen? Dann Loggen Sie sich ein oder Registrieren Sie sich in unserem Netzwerk.