Um Ort und Zeit des (Un)Glücks zu bestimmen,
musst du dein Schicksals-Feld betrachten,
die Strömungen, die um dich schwimmen,
die hohe Kunst der Deutung auch beachten.
Dann wird es dir vielleicht beinah gelingen,
den Sog des Werdens leidlich zu erkennen,
in dem die Seelen – schwächelnd – ringen,
sich von dem Wunschbild abzutrennen.
Von jener Hoffnung, alles was da ist, sei frei!
Vom Denkvorgang, den Philosophen pflegen.
Sie müssen seh’n, sie sind in ihrer Haut dabei –
im harten Wintersturm, im lauen Sommerregen.
Und dann, dann werden sie sich suchen
und meinen: ich habe Glück, es geht mir gut!
Es ist nicht recht, das Böse zu verfluchen.
Das schadet nur und schmälert jeden Mut.
Denn all der Mist ist besser als ein Sterben?
Das ist wohl wahr – es passt in die Natur.
Das Leben ist kein Elend, kein Verderben?
Man täuscht sich in ihm, ja, man irrt doch nur!
Zu einer Wirklichkeit, die keine Tränen duldet,
ist es voll Wunder oder Herrlichkeiten,
wobei man ihm die ärgsten Dienste schuldet –
darüber lässt sich keinesfalls noch streiten!
Sie sagte Sex
Er sagte Wasser
Sie sagte Kinder
Er sagte Feuer
Sie sagte Geld
Er sagte Erde
Sie sagte Haus
Er sagte Luft
Sie sagte Liebe
Er sagte [ ... ]
Das Pflaster dämpft den Schritt der Vielen,
ein Strom aus Zeit, der uns umschließt.
Wir treiben still in Zwischenzielen,
solang die Nacht vorüberfließt.
Der rote Bus fährt täglich. Einmal am Nachmittag. Von hier aus zwei Stunden. In die große Stadt. Sonia fährt nicht. Wieder nicht. Sie bleibt an der Haltestelle. Im Häuschen. Genau wie im Dorf. [ ... ]
Der Nazi-Kurde in der Shishabar
Eigentlich sollte es ein entspannter Abend werden. Das Übliche: Shisha, Tee, Freunde, tiefe Gespräche im dichten Dampf. Ein Typ saß bei uns, den ich vorher noch [ ... ]
Die perfekte Sprache. Du redest
kein Wort. Aber sagst nur wichtige
Dinge. Und lässt die Augen reden.
Mit jedem Blick. Mit jedem Traum.
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Eine Träne wollte man nicht sein,
nicht die Trauer zeigen ganz allein,
manchmal als Zeichen für Lachen,
wird man auch nur einmal machen,
ist vielleicht nur kurz mal zu sehen,
muß Wege über [ ... ]