Du bist gegangen wie eine
Welle,
die lange gegen den Wind stand
und doch nie aufgehört hat,
sich dem Ufer entgegenzuwerfen.
Du hast gekämpft –
nicht verbissen, sondern auf deine Art:
mit einem Blick nach vorn,
mit Hoffnung, auch wenn es schwer war.
Du hast gekämpft
mit einem stillen Optimismus,
der selbst in dunklen Momenten Licht fand.
Du hast das Meer geliebt.
Seine Weite, seine Kraft,
sein unerschöpfliches Kommen und Gehen.
Vielleicht, weil es zeigt,
dass Bewegung Leben ist
und Aufgeben keine Option.
Du liebtest die weiten Strände,
weil sie nichts von dir verlangten.
Kein Ziel,
kein Tempo,
kein Müssen.
Alles, was eng war,
wurde weiter,
die Gedanken leiser,
das Herz freier.
Ich sehe dich in den Möwen,
die dem Sturm trotzen,
die sich tragen lassen vom Wind,
ohne die Richtung zu verlieren.
Frei, wach, der Weite des Himmels zugewandt –
so warst du.
Jetzt stelle ich mir vor,
dass du Teil dieser Weite geworden bist.
Nicht gebunden, nicht festgehalten,
sondern frei
wie der Wind über dem Wasser,
frei, wie das Licht,
das sich auf der Oberfläche bricht.
Ich werde dich im Rauschen hören,
im Ruf der Möwen,
im letzten Glühen der Sonne über dem Meer.
Dort, wo Optimismus und Abschied
nebeneinander bestehen dürfen.
Du hast Spuren hinterlassen –
nicht in großen Worten,
sondern in deiner Haltung zum Leben,
in deinem Mut,
in deiner Liebe.
Ich lasse dich ziehen,
so wie man jemanden gehen lässt,
der bis zum Schluss standgehalten hat.
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