Hast dich immer bemüht, der Beste zu sein,
es zu schaffen, das war dein Plan,
hast alles ertragen, bliebst immer allein,
hast dein Leben für andre vertan.
Wo blieb denn nur die Zeit, sie war so schnell vorbei,
hast gezögert, gewartet, geschaut,
du wolltest so viel, es ging alles entzwei,
hast dir selbst nichts mehr zugetraut.
Soll denn das jetzt alles gewesen sein,
das bisschen Leben und abends der Wein,
jedes Jahr der Urlaub im Mai
und der Rest nur Plackerei.
Gibt’s denn nirgendwo noch ein bisschen Glück,
krieg ich nichts von meiner Liebe zurück,
war das alles, ist das Leben vorbei,
ich wär so gerne noch länger dabei.
Und damals, nach dem Krieg, hast du mit aufgebaut,
jede Nacht deinen Rücken gespürt,
hast sie teuer verkauft, deine eigene Haut,
und jeden Tag dein Päckchen geschnürt.
Bist mit dem Zug jeden Morgen zur Arbeit gefahrn,
jeden Abend kamst du müde zurück,
du wolltest immer für bessere Zeiten sparn,
für ein ganz kleines bisschen Glück.
Soll denn das jetzt alles gewesen sein,
das bisschen Leben und abends der Wein,
jedes Jahr der Urlaub im Mai
und der Rest nur Plackerei.
Gibt’s denn nirgendwo noch ein bisschen Glück,
krieg ich nichts von meiner Liebe zurück,
war das alles, ist das Leben vorbei,
ich wär so gerne noch länger dabei.
Hast vier Kinder gezeugt, ein eignes Haus gebaut,
hast Bäume und Blumen gesät,
du warst glücklich und hast dir was zugetraut,
hast geschuftet von früh bis spät.
Doch das Leben ging ganz leise schleichend vorbei
und plötzlich bist du alt und grau,
und jetzt sitzt du da, hast für immer frei,
und wartest stundenlang auf die Tagesschau.
Soll denn das jetzt alles gewesen sein,
das bisschen Leben und abends der Wein,
jedes Jahr der Urlaub im Mai
und der Rest nur Plackerei.
Gibt’s denn nirgendwo noch ein bisschen Glück,
krieg ich nichts von meiner Liebe zurück,
war das alles, ist das Leben vorbei,
ich wär so gerne noch länger dabei.
Die Kälte lockt den Willen, meine Kindlichkeit zu leben,
wenn der Winter seine Pracht mir vor die warme Haustür legt.
Wie ins Geheim, im Stillen, tanzen Flocken mir entgegen,
dass mein pochend [ ... ]
Die Luft hängt schwer,
ein dichter Mantel über Raum und Sein,
Lavendel, Patschuli, Bier – ein Duft, der Schichten trägt,
der sich in Körper mischt, in jede Pore [ ... ]
Ich sitze im Bett! Trinke Tee. Und finde
keine Idee. Ich sehe mich im Zimmer
um. Sehe den Tisch. Mit Tabletten und
Kram. Die Thermoskanne. Den Rollstuhl.
Das Sofa. Den Sessel. Die Lampe. [ ... ]