Die Altstadt lag in der melancholischen Wärme eines sonnigen Vormittags. Die breiten Pflastersteine, von Jahrhunderten poliert, reflektierten das sanfte Gold der [ ... ]
Die Kantine riecht nach verkochter Würze und menschlicher Langeweile, ein schwerer Duft, der sich in den Falten meiner engen Bluse festsetzt. Ich schiebe den Teller [ ... ]
Marion von Devitz war bekannt für ihren unfehlbaren Geschmack und ihre Eleganz, doch hinter der makellosen Fassade schlummerte eine ungestillte Sehnsucht nach Bedeutung. Ihre Tage waren von einer [ ... ]
Es war an einem schwülen Spätsommertag, als Regina Berger den Beichtstuhl der Sankt Josephs-Kirche von Frommhausen verließ. Pfarrer Johannes Weißmann, ein Mann in den besten Jahren, rang nach [ ... ]
ich hoffe, dass Sie bei Erhalt dieses Schreibens bei bester Gesundheit und bester Laune sind. Während ich an meinem Fenster sitze und das sanfte Wiegen der Linden im Wind [ ... ]
Als Hubertus von Minkwitz durch die belebten Straßen der Stadt schlenderte, die Abendluft war erfüllt vom Duft blühender Blumen, konnte er nicht umhin, [ ... ]
Florians Augen wanderten über die üppigen Kurven der Frau, die den Laden mit fester, aber sanfter Hand führte. Frau Poensgen, die 61-jährige Filialleiterin, hatte eine Figur, die einen Heiligen [ ... ]
Heute war wieder einer jener Tage, auf die ich mich stets mit einer gewissen Vorfreude vorbereite. Meine regelmäßigen Besuche bei der Bank sind nicht nur finanzieller Natur, sondern [ ... ]
Ich sehe das Leben als Geheimnis.
Als Traum. Als Spiel. Als Reise.
Und ich weiss: "Die Augen! Die
Ohren! Die Worte!" Und die
Phantasie. Und das Denken finden
nur Gold. Mit etwas Mut. Mit [ ... ]
April ist ein Maler mit Pinseln im Wind,
er malt jeden Tag, wie es ihm gerade gelingt.
Ein Tupfer aus Sonne, ein Strich aus Regen
und plötzlich tanzt ein Bogen dem Himmel entgegen.
Mag sein, wies den Anschein hat, doch recht vermessen,
daß das was wir denken, das wir je besessen,
doch nur als geborgt und geliehen sich zeigt.
Die Tränen von weit her die darob [ ... ]
Ein jeder hat es schon erlebt,
dass trübe Zeit ins Leben dringt,
kein Sonnenstrahl den Himmel hebt
und still das Herz in Schwere sinkt,
indes das Auge leise weint.
Trilogie : Zyklus Licht und Schatten
Leise Bewegungen des Herzens
Diese drei Gedichte sind kleine Wegmarken eines inneren Jahres. Sie erzählen von der Wärme des Herzens, vom stillen Wunder [ ... ]