Heute hab ich hier schoma son Text im Dialekt als Kommentar von mich gegeben. Aba eigentlich wollt ich ma wat zu meim Dialekt erklären, wie ich dazu gekommen bin:
Ich komm eigentlich nich aussem Pott, ich bin aus der Gegend, wo Rheinland und Westfalen sich treffen und es früher sogar eine Grenze gab. Zwischen Essen und Wuppertal - also Wuppertal is ja schon bergig, also Bergisches Land, obwohl das wiederum den Namen durch den Grafen von Berg bekommen hat - Aber dat is wat anderes, ich wollt ja über mein' Ruhrpottdeutsch schreiben.
Ich bin also zuerst ma nach Stuttgart gezogen aber schwäbisch kannse nich lernen. Dat is so: Sachs du Guten Tag, sagen die Grüß Gott. Sachs du Grüß Gott, sagen sie Guten Tag zu dir.... Ich also wieder zurück und dann mitten inne Stadt nach Essen rein. Ich hab ja am Klinikum geaabeitet, da hatte ich sowieso schon gelernt. So, da musste ich dann telefonieren mit manche Anrufer aus ganz Deutschland, weil wir im Labor bestimmte Einsendungen bekamen. Wenn die dann in ihrem Dialekt sprachen (sogar schwäbisch...) fand ich dat super. Ich immer schön, wie ich dachte, auf hochdeutsch geantwortet. Bis eines Tages einer zu mir meinte:
Glück auf !
Tja, dat erzählte ich dann dem Pathologen, dem ich die Laborprobe brachte. Der kam selbs aus München aber sprach mich dann nach: Hier is dat Präparat vonne Klinik in Wanne Eickel - da war mir klar - nu bisse voll hier intrigiert ;-)


© Angelika


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Beschreibung des Autors zu "Ruhrpottdeutsch"

Dazu muss ich sagen, ich kannet nich perfekt!




Kommentare zu "Ruhrpottdeutsch"

Re: Ruhrpottdeutsch

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 21.09.2025 19:38 Uhr

Kommentar: Ker, wat biste gut, liebe Angelika.
Ich kannet och nich perfekt.
Aber manchmal spreche ich es noch. Ich bin in Meschede (Sauerland) geboren, woll?
Meine Mutter kam aus Castrop-Rauxel. Und ich bin Grönemeyerfan: Bochum - Tief im Westen. Da kann nichts mehr schiefgehen.
Glück auf!
Wolfgang

Re: Ruhrpottdeutsch

Autor: Michael Dierl   Datum: 21.09.2025 20:55 Uhr

Kommentar: Hi, so ähnlich war das auch bei mir. Ich stamme aus dem Norden Hessens dort sprach man das reinst Hochdeutsch zumal meine Mutter aus Oberschlesien kam und bedachte, dass wir Kinder ein absolute glasklares Hochdeutsch sprechen sollten, nur so käme man im Leben weiter, so auch meine Großeltern, von denen ich nur von meinem Opa dieses Nichhhwaaahh immer am Ende eines Satzes gehört habe. Ich kann mich noch erinnern dass, wenn manchmal über Fußball gequatscht wurde, dass diese Floskel, am Ende eines Satzen den Anfang komplett wiedersprach oder eben umgekehrt. Das machte mir ensthaft zu schaffen wie: Es ist doch nicht wahr das morgen Sonntag ist, nich wahr? Oder: Es war einmal, nich wahr! Oder: Heinz log das Blaue vom Himmel, nich wahr? Oder: Nich wahr, dass es morgen doch Semmelklöße gibt....usw? Daran konnte ich mich nicht gewöhnen und es gibt noch widersprüchlichere die mir im Moment nicht einfallen. Da weiß man nicht was richtig oder falsch ist. Man redet irgendwie so dazwischen! Einfach gräßlich! :-) aber lustig aus heutiger Sicht!

lg Michael

Re: Ruhrpottdeutsch

Autor: Alf Glocker   Datum: 22.09.2025 7:45 Uhr

Kommentar: :-)))

Liebe Grüße
Alf

Re: Ruhrpottdeutsch

Autor: akilegna   Datum: 22.09.2025 16:00 Uhr

Kommentar: Ihr Lieben, herzlichen Dank für die Kommentare. Ich finde Dialekte toll. Auch wenn ich bei manchem wie dreiviertel 9 statt viertel vor 9 oder viertel nach 8 jedesmal überlegen muss. Meine Mutter kam auch aus dem Hessischen bei Kassel und dort sind viele Verwandte. Aber am allermeisten haben mich doch wirklich die Schwaben beeindruckt mit ihrem Gsälz (Plätzchen) oder Rote (Wurst) Viertele usw. Mein Sohn sagte einmal als ca. 3 jähriger dort zu mir: "Gel sacht man nicht, gel ?! "
Ist so ähnlich wie "Nich wahr" bei dir Michael. Und auch in Wuppertal, lieber Wolfgang wird woll gesagt.
So vielfältig ist doch unsere Sprache
In diesem Sinne
Bis die Tage
Angelika

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