Heute ist der Tag der Suizidprävention. Welche Ironie!Ich hab es schon so oft durchgespielt...Wie es wohl sein wird,das sterben...das unmittelbare sterben,wenn klar ist,es gibt kein zurück mehr.Aber sicher muss es sein!Ich muss wirklich tot sein...und nicht wie so viele andere als Behinderter in einem Pflegeheim vergammeln...Nein,diese Sache ist so ernst,das muss todsicher sein...Und was wohl dann ist?...entweder gar nix,dann juckt es mich sowieso nicht.Oder es ist was....Jesus,Teufel,Himmel,Hölle...sofortige Wiedergeburt?!?!
Für die Hinterbliebenen wird es halt hart...also für die,die mich mochten....
Oder stell ich die Flinte doch wieder in den Schrank,und lebe weiter;noch ein Weilchen?Und wenn`s halt gar nicht geht,hab ich halt diese Hintertür....


© Hannes Lapesch


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Kommentare zu "An der Schwelle"

Re: An der Schwelle

Autor: Bücherdiebin   Datum: 11.09.2019 19:00 Uhr

Kommentar: Lieber Hannes,

das Leben ist es wert, dass man ihm unendlich viele Chancen gibt, denn nur ein kleiner Augenblick kann alles verändern - und ich hoffe, auch wenn es vielleicht manchmal arg dunkel wirkt, dass du bald schon das Licht siehst, dass es umgibt! Hab einen schönen Abend,
liebe Grüße,

Bücherdiebin

Re: An der Schwelle

Autor: Karin1602   Datum: 14.09.2019 19:23 Uhr

Kommentar: Lieber Hannes!

Es gefällt mir,dass du den Ausgang offen hälst. Ob der Suizid vollzogen wird oder Ob sich die Person ( ich denke,es ist ein Mann wegen der Flinte) doch die Hintertüre offen hält, zumindest diesmal- alles ist möglich. Auch die Angst vor dem „Nichtgelingen“ , der Gedanke an die Gefühle der Menschen, die zurückbleiben, sind sehr realistisch beschrieben.
Es ist dir wieder ein sehr berührender Text gelungen, der zum Nachdenken anregt.
Liebe Grüße
Karin

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