Befangen betrat Maria das Altenheim.
Das dumpfe Gefühl in der Magengegend verstärkte sich.
Sie wollte ihre demente Mutter besuchen, die hier ein kleines Zimmer bewohnte.
Beim letzten Besuch hatte ihre Mutter sie mit schlimmen Attacken und bösen Worten abgewiesen.
Als sie an die Zimmertür klopfte verschwand ihr Mut. Keine Antwort.
Zaghaft öffnete sie die Tür.
Die alte Frau lag auf dem Sofa und döste. Sanft weckte Maria sie auf.
Blinzelnd öffnete ihre Mutter die Augen.
Mein Liebes, flüsterte die alte Dame.
Sie zog Maria zu sich hinunter und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
Ich sehe das Leben als Geheimnis.
Als Traum. Als Spiel. Als Reise.
Und ich weiss: "Die Augen! Die
Ohren! Die Worte!" Und die
Phantasie. Und das Denken finden
nur Gold. Mit etwas Mut. Mit [ ... ]
April ist ein Maler mit Pinseln im Wind,
er malt jeden Tag, wie es ihm gerade gelingt.
Ein Tupfer aus Sonne, ein Strich aus Regen
und plötzlich tanzt ein Bogen dem Himmel entgegen.
Mag sein, wies den Anschein hat, doch recht vermessen,
daß das was wir denken, das wir je besessen,
doch nur als geborgt und geliehen sich zeigt.
Die Tränen von weit her die darob [ ... ]
Ein jeder hat es schon erlebt,
dass trübe Zeit ins Leben dringt,
kein Sonnenstrahl den Himmel hebt
und still das Herz in Schwere sinkt,
indes das Auge leise weint.