Mein Opa war Alkoholiker...Er stritt sich ständig mit meiner Oma, was meine Schwester und ich ständig mitbekamen. Mein Opa trank um vor meiner Oma und seiner Tochter zu flüchten, weil diese ihn mit Verachtung und stehender nicht weichender dicker Luft straften. Was ihn wiederum zurück in die Kneipe trieb worauf im Streit alles von neuem begann. Mein Opa lag des Öfteren benommen vor der Haustür weil er seinen Schlüssel nicht fand. Er jammerte und fluchte dann bis meine Oma das ganze nicht mehr ertrug und schließlich öffnete. Ich weiß noch wie er Mittags bei schönstem Sonnenschein mitten auf dem Bürgersteig umfiel und dort einschlief. Ich fand ihn dort als ich Fahrrad fahren wollte. Ich holte meinen Vater zur Hilfe. Er sah meinen Opa und nicht weit von ihm Kinder aus der Nachbarschaft spielen. Dann blickte er zu den Fenstern wo schon neugierige Nachbarn das neueste für den Gartenzaun aufmerksam verfolgten. Das brachte meinen Vater zum platzen. Er nahm meinen Opa und schulterte ihn. Er brachte ihn zur Garage worauf ich nur noch Lärm und Geräusche hörte wie wenn alles Gerümpel in sich zusammenfällt. Das dieser Mann der da lag im Vergleich zu meinem späteren ich ein Harmloser Schluckspecht war kam mir natürlich nicht in den Sinn. Ich war ungefähr 13 Jahre alt...Ich war im Deutschen Tischtennis ein aufstrebendes Nachwuchstalent im D-Kader. Andere die dort waren wie z.B Patrick Baum, spielen heute sogar Europameisterschaft. Ich spielte Süd-West Deutsche Meisterschaft oder bei Länderkämpfen. In Rheinlandpfalz war ein vierter Platz schon scheitern. Tennis spielte ich auch gut genauso wie Fußball und Badminton. Doch bei 6 Tagen Tischtennis in der Woche war dafür kein Platz mehr. Meine Vater verlor nach Jahrelanger Treue seinen Job als Dreher an der Werkbank. Er probierte es noch kurz woanders aber war es Leid im Schichtbetrieb zu schuften. Was mein Vater und ich teilen ist das starke Bedürfnis, ja fast schon ein Traum der Unabhängigkeit. Bei mir paradox als Suchtkranker aber sein eigener Herr zu sein...Ja da verstehe ich ihn voll und ganz. Doch mein Vater dachte sich er macht das Tischtennis zu seinem Beruf. Andere die damit ihr Geld verdienen kommen nicht weit damit. Das weiß ich weil ich schon mein Leben lang seit ich 6 Jahre alt war spiele. Als Nebenverdienst vielleicht aber Hauptberuflich? Er griff gegen den Willen meiner Mutter die ihn aber dennoch unterstützte indem sie keinen weiteren Widerstand leistete tief in die Tasche. Er baute extra an und warb Kunden mit verlockenden günstigen Preisen an. Erstmal investieren dann abkassieren. Ich war mit jeder Faser meines Körpers dagegen und schämte mich sogar dafür. Die Werbung Sport und TT-Shopp groß auf dem Auto. Oh mein Gott. Ich war mir im Leben selten so sicher wie bei dieser Sache das alles mit dem Laden den Bach runter geht. Mein Vater expandierte auf seinen fast schon Misserfolg sogar und eröffnete einen Zweitladen. In dieser Zeit passierten parallel dazu zwei entscheidende Einschnitte. Ich war ständig mit älteren Unterwegs da Gleichaltrige nicht ganz meinem Entwicklungsstand entsprachen. Bei älteren allerdings hatte ich ständig das Gefühl mich zu beweisen und zu behaupten. So auch im Komasaufen das bei uns auch unter der Woche stattfand. Ich kam wie die Schnapsleichen morgens um sechs Heim und wenn der Kater unerträglich war ging ich wieder weg um zu Kontern. Auf der anderen Seite war meine Schwester in einer Testphase was ihre Freunde betraf. Ihr neuer war Drogendealer. Na das passt ja! Was dann geschah könnt ihr euch ja vorstellen. Geschäft ging Pleite. Das Haus den Ort meiner Kindheit mussten wir verkaufen. Ich trank und begann mit weichen Drogen. Unser neuer Wohnort war bekannt für seine Drogenszene. Meine Eltern verboten mir den Umgang mit meinen Großeltern weil sie einen Teil der Schulden nicht mit tragen wollten. Zwischen zwei Stühlen und das Familiär geht bei mir gar nicht! Es hat mich zerrissen. Das Gefühl des verloren seins ist noch heute ein Zeichnendes Gefühl. Ohne Boden und sicheren halt fiel ich und fiel...Immer weiter. Das mein Vater das mit dem Laden verbockt hatte, und ich nichts dagegen tun konnte, machtlos und Hilflos war meine leck mich am Arsch Freifahrtschein. Jetzt bin ich am Drücker. Ich wurde Rebellisch und Aufmüpfig. Ich wurde vom einst niedlichen blonden Engel zum (B)engel. Ich nahm auch bald das harte Zeug. Meine alten Freunde wollten mich schon fast mit Gewalt zurückholen. Fühlten sich für den Jüngling verantwortlich dem sie zum Saufen mitnahmen. Nix da! Ich will gar nichts mehr! Nur fliegen. Ich lernte neue Leute kennen. Einem schenkte ich meine Osiris Schuh was ich später als mögliches Kleinomen sah. Aber egal. Amphetamine. Extasy. Alkohol. Cannabis und Hasch. Mal ein paar Halluzinogene Pilze...Damit war Ich erstmal bedient. Ich war extrem und ein Übertreiber. Ich akzeptierte weder Verhaltensregeln noch innere Grenzen. Das ganze bis ich nur noch 60 Kilo wog. Das wurde später aber noch kritischer. Ein Typ der so heftig dabei war wie wenige nannte ich Scherzhaft Überdosis Mensch. War ja eigentlich selbst einer...Seine Rache war gestrecktes Amphetamin aus Polen. Obwohl es ungewohnt seltsam wirkte nahm ich trotzdem wie gewohnt erstmal mehr. Die Dosis ertragen erledige ich später. Mein Kumpel war clever und hörte nach einer Line auf. Ich hatte noch Fünf Gramm. Wäre eigentlich kein Problem aber nach der dritten Line war mein Kiefer der schon wackelte was wir Fratzengulasch nannten, sehr weit fernab seines Platzes. Wir sahen uns an und hatten Knallgelbe Augen. Leberangriff! Schonmal nicht gut. Mein Kumpel ging Heim und fuhr mich auch nach Hause. Das Zeug in mir fühlte sich an wie ein Fremdkörper. Wie eine Giftklinge die in mich schneidet. Meine Schwester sah mich und fragte ihren Freund der auch das Zeug (nicht dieses) nahm was mit mir los sei. Er meinte nur das sich mein Kleinhirn über das Großhirn ziehen würde und lachte. Meine Schwester sah das nicht so aber wusste auch nicht weiter. Heute weiß ich wie die Straße mit Leuten umgeht die die Klappe groß aufreißen. Aber scheiße man Ich war 15 Jahre und der Typ einmal ein Herzensguter Mensch! Er hatte eine Trennung nicht verkraftet und stürzte Verhältnismäßig viel mehr ab als andere Drogenopfer. Jedenfalls wurde mein Zustand schlimmer. Ich wollte es vermeiden meine Mutter einzuweihen und musste da irgendwie durch. Langsam kam Angst hoch...Nicht gut! Panik und Pepp sind Gift. Das Zeug gibt Schub bringt alles in Wallung, gute wie schlechte Gedanken. Ich begann mich zu winden wie ein Wurm. Gott sei dank betäubte das Zeug immens, sonst hätte ich die Schmerzen nicht ausgehalten. Ich ging Intuitiv dem nach was mein Körper mir zu sagen vermochte. Ich drehte mich um die eigene Achse aber ließ den Arm verkrampft liegen. Ich hätte ihn mir fast ausgekugelt. Heute weiß ich das ich mit Muskelmasse versucht habe meine Organe und wichtige Teile zu schützen in Begleitung zum wandernden Gift. Ich überstand die Horrornacht. Heute behaupte ich mit entschlossen das es allein mein Wille und dieser Geburtsfehler (dritte Niere) waren die mich am Leben hielten. Ich war noch jung genug das zu verkraften. Ich hatte später Cocktails von mehreren Drogen intus die selbst hartgesottene zu einer Einweisung geführt hätten. Ohne zu übertreiben...Ich war wie ein Berserker der es drauf angelegt hatte. Ich erzähle später mehr aber im Vergleich zu dem Zeug war selbst eine Woche Wachzustand mit anschließendem Delirium noch Humaner als diese Nacht und den Tag darauf. Meine Mutter sah mich an und sagte als Arzthelferin...Du siehst aus als hättest du eine Blutvergiftung. So jetzt war es raus. Mein Wille den Ich über Nacht mit aller Kraft aufrechterhalten musste in Sekunden die wie stunden vergingen, kam zur Vernunft. Ich konnte meiner Mutter nichts sagen. Aber ihr wäre auch nie in den Sinn gekommen das ihr Junge solchen Dreck nimmt. Im Krankenhaus wusste der Jung Arzt nicht wie er sich verhalten sollte. Da meine Mutter mit anwesend war konnte er nicht offen reden und war über eine halbe Stunde weg um Rücksprache zu halten. Auf einem Röntgenbild von mir sagte er ganz abschweifend... Das mit dem Muskel ist nicht normal.. Sie sind soweit außer akuter Gefahr.. Gehen sie trotzdem nochmal zu einem Arzt und nehmen sie die Bilder mit. (Ich kürze vieles wegen der Länge, sorry) Sehr seltsam. Was mich glaube ich rettete war Wasser und meine dritte Niere die ja auch das Blut reinigt. Die Leber hat zwar die meiste Arbeit aber ich glaube meine Nieren halfen. Zufall oder Gottgeschenk? Naja das war noch die kurze Version. Die Bilder brachte ich nie zu einem Arzt. Ich wollte nicht wissen was mit mir geschehen war in der Nacht aus Angst es nicht zu verkraften. Klingt komisch aber ich wusste es hatte sich etwas Verändert...Ich wusste ich war nicht mehr derselbe. Noch heute knacken meine Gelenke und ich fühle mich wie eine Lavalampe. Als wäre ich ständig in Bewegung. Ich lebe damit und habe es als einen Teil von mir angenommen. Das war meine nächste Nahtoderfahrung. Lieber Gott schenke mir Drogen...Die bösen besiegen...Ein Trip fürs leben. Ja Ja. Ein Vollidiot auf ganzer Linie. Beim nächsten mal. Nächster Nahtod und erste Erscheinungen. Visionen meiner Traumwelt.


© CrazyHälp


3 Lesern gefällt dieser Text.


Unregistrierter Besucher


Beschreibung des Autors zu "Wer ist CrazyHälp? Teil 2"

Diesen Text als PDF downloaden




Kommentare zu "Wer ist CrazyHälp? Teil 2"

Es sind noch keine Kommentare vorhanden

Kommentar schreiben zu "Wer ist CrazyHälp? Teil 2"

Möchten Sie dem Autor einen Kommentar hinterlassen? Dann Loggen Sie sich ein oder Registrieren Sie sich in unserem Netzwerk.