Das Leben erinnert manchmal an ein Kartenhaus. Man ist stolz, da alles geordnet und stabil ist in einem Moment. Doch dann reicht eine Unaufmerksamkeit. Eine Tat, und alles bricht zusammen. Alles was man aufgebaut hat und worauf man stolz war. Alles Stabile liegt dann auf dem Boden. Und man fragt sich, warum man es getan hat. Wieso man nicht anders reagiert hat. Die Frage stellt sich, was passiert wäre wenn… Wenn man anders agiert hätte. Andere Worte, andere Taten. Einfach alles. Und was es bedeutet. Was bedeuten schlussendlich die Taten? Die, die man bereut getan zu haben, und die, die man bereut nicht getan zu haben. In diesen Fällen ist der Wunsch groß, die Zeit zurück zu drehen. Wie in Spielen oder Filmen. Einfach die Taten zu ändern; die vermeintlichen Fehler auszuradieren. Aber dennoch ist im Kopf diese kleine Stimme, die sagt, dass so das Leben ist. Dass das Leben daraus besteht. Aus den Taten, die man eben nicht rückgängig machen kann. Dass es langweilig wäre, wenn man es verbessern könnte. Schließlich bestimmen diese unsere Zukunft. Jede noch so kleine Bewegung kann das Kartenhaus zu Fall bringen oder stabilisieren. Und es liegt an uns zu entscheiden, ob das Kartenhaus weiter aufgebaut werden soll oder nicht. Wer uns hilft beim Aufbau. Und wem wir die Möglichkeit geben, es niederzureißen. Denn schlussendlich ist es unsere Entscheidung. Niemandes sonst.


© Emilia H.


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Beschreibung des Autors zu "Das Kartenhaus des Lebens"

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es hier her gehört, aber es erscheint richtig. Seid nicht zu hart zu mir, da ich das um 22 Uhr geschrieben habe, einfach weil ich das Gefühl hatte es loswerden zu müssen...



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