Sonntage sind Familientage, die wir bei schönem Wetter draussen verbringen. Wir fahren zwischen Frühling und Herbst an den tiefer gelegenen See oder in die höher gelegenen Berge. Wir nehmen dann grosse Decken mit, die nach unten gegen Kälte und Nässe schützen. Dann breiten wir die Decken auf grossen Wiesen aus, legen uns darauf und decken uns mit anderen Decken zu. Mit unseren Köpfen bilden wir im Zentrum einen Kreis. Wir schauen dann den Himmel an und reden vor allem dummes Zeug und schmieden versponnene Pläne. Wir reden auch über ernste Dinge und schauen den Wolken zu, die sich über uns verschieben. Wenn jemand von uns traurig ist, umarmen wir uns, trösten uns, fahren uns über die Gesichter und sprechen uns Mut zu. Ich werde diese Sonntage nie vergessen. Sie werden mich auch dann noch tragen, wenn der Himmel einst ein anderer sein wird.
Die Kälte lockt den Willen, meine Kindlichkeit zu leben,
wenn der Winter seine Pracht mir vor die warme Haustür legt.
Wie ins Geheim, im Stillen, tanzen Flocken mir entgegen,
dass mein pochend [ ... ]
Die Luft hängt schwer,
ein dichter Mantel über Raum und Sein,
Lavendel, Patschuli, Bier – ein Duft, der Schichten trägt,
der sich in Körper mischt, in jede Pore [ ... ]
Ich sitze im Bett! Trinke Tee. Und finde
keine Idee. Ich sehe mich im Zimmer
um. Sehe den Tisch. Mit Tabletten und
Kram. Die Thermoskanne. Den Rollstuhl.
Das Sofa. Den Sessel. Die Lampe. [ ... ]