"Normal". Wie oft hört man dieses Wort ? Viele wollen es sein oder sind es in den Augen anderer. Etwas nachdem viele Streben also ein hohes und gutes Ziel ? Ein Ideal nachdem jeder im Ansatz zumindest lebt oder leben möchte. Ich mache da keine Ausnahme. Ich hatte dieses Ziel schon seit ich sehr Jung war mir gesetzt: lernte für die Schule, traf mich mit Freunden oder hatte mich ab um zu mit ihnen gestritten. An diese Zeit erinnere ich mich oft. Mein Ziel hatte sich zwar nicht verschoben, allerdings hatte mein Leben gefühlt eine 180 Grad Wendung gemacht. Den Grund habe ich bis heute nicht erfasst. Es gab mehrere Möglichkeiten und Theorien aber diese waren zu schleierhaft und verzerrt um richtig zu sein. Der Rahmen war definitiv gesprengt und der Weg zum Ziel viel länger und schwerer als je zuvor. Was sollte ich jetzt machen ? An Märchen wie Zeitmaschinen etc. sollte man sich eh nicht Klammern, ich hatte eine andere Variante, die zwar auf den ersten Blick wahrscheinlicher auf den zweiten genauso dumm war, genommen : Eine Freundin aus guten Tagen.


Heute war ein Tag wie jeder andere vom Gefühl her: Viel zu früh aufstehen, Aufgaben erledigen auf die man Null Bock hat, Nachmittags was schöneres machen und abends entspannen. Klingt für mich normal und jeder, der mich den ganzen Tag beobachtet hätte, würde nichts anderes behaupten. Augenscheinlich war fast alles normal an mir. Es gibt zwar an paar Macken, aber die hat jeder, mal mehr mal weniger ausgeprägt. Damit hatte ich mich schon lange abgefunden. Was mich an mir stört, kann das Auge nicht erfassen, genauso wenig wie irgendeiner sonst. Nur ich kann es genau empfinden,nachvollziehen oder es in Worte fassen. Es ist nicht so wie bei anderen, glaube ich zumindest, da so wie ich nur meines ,wenn überhaupt , richtig erfassen kann , so kann auch nur jeder seines und niemand das eines anderen erfassen. Verwirrend ,oder ? Über so etwas zerbreche ich mir nächtelang meinen Kopf: Irrelevante Dinge, die wenn sie das Gegenteil wären alles wenden würden. Jedoch nur die Irrelevanten Dinge nach dem fast niemand strebt oder die, die nach dem streben, dies still tun , weil es nicht zu denen Wünschen gehört,welche die Mehrheit wollen. Diese eine irrevelante Sache, die mir wichtig war, ist nicht irrelevant,sondern möglich. Nur dies umzukehren, ganz allein ,scheint mir unmöglich. Also begann ich es und diesen Wunsch niederzuschreiben , um es irgendwann ihr preiszugeben. 
Ihr verdankte ich mehr als jeder meiner anderen Freundinnen. Sie ist die eine , die beste Freundin für mich. Ihre Aura,Ausstrahlung und die Erinnerungen mit ihr sind die,die sich mir fest und unerschütterlich eingebrannt haben wie z.B. diese eine Nacht: Es war wolkenfreier Himmel und Vollmond. Der Mond schien blütenweiß und erleuchtete die schwarze Nacht zusammen mit den abertausenden von Sternen. Die leichte verrostete Hollywoodschaukel quietschte bei dem Schaukeln und umspielte die Kulisse und sanft unser Gespräch. Ein Luftzug fuhr durch ihre Haare, ein Lächeln auf ihren Lippen, die gleichzeitig wunderschöne Worten sagten. Diese Erinnerung und das Gefühl ist geblieben , nur sie verschwindet langsam aus der Gegenwart. Die Gegenwart sieht ganz anders aus: Wieder Vollmond, doch durch eine Wolke leicht verdunkelt und in einem gelblichen Ton. Fremde Gesichter,die mir allein vom anschauen ein Böses Gefühl bringen, schauen mich an und lästern über ihre sogenannten Freunde.Was ist bloß schief gelaufen ?


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Beschreibung des Autors zu "Liebste Freundin - Einleitung und Kapitel 1"

Hallo !
Das 3 Kapitel von Musik des Herzens ist es zwar nicht geworden , aber ich hoffe euch gefällt die Geschichte. Über konstruktive Kritik und Kommentare freue ich mich wie immer sehr. Katoki

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