Ich öffne die Tür und stehe in einer Küche. Er steht direkt neben der Tür am Spülbecken und wäscht dreckiges Geschirr ab. Er hat nicht bemerkt, dass ich auch im Raum bin und zuckt zusammen, als ich ihn in die Seite zwicke. Ich stehe hinter ihm und er schaut mich über seine linke Schulter hinweg an. Ich stehe ganz dicht hinter ihm und kann seinen Atem spüren. Ich umschlinge seinen Oberkörper von hinten und mein Körper schmiegt sich an seinen. "Du liebst mich?", haucht er mir zu; es war mehr eine Feststellung als eine Frage. Alles in mir stoppt. Woher wusste er das? Ich versuche ruhig zu bleiben. Ich spüre die Wärme seines Gesichts, seiner Wange, an meiner. Die Gefühle, die meinen Körper in diesem Moment durchfluten, sind so überwältigend, wie, als würden wir uns wirklich so nahe sein. Ich hauche ihm ein "Ja." ins Ohr. Mein Herz schlägt immer noch wie wild. Sein Gesicht kommt meinem immer näher. Seine Lippen berühren mich so zärtlich, so leicht, so weich, so ganz ohne Druck, kaum spürbar und doch so überwältigend.
Die Geschichte „Ein Traum“ handelt von einem Traum den ich letztens hatte. Ich beschloss ihn niederzuschreiben, da er besonders intensiv war. Ich spürte beispielsweise die „Wärme“, als würde ich wirklich von einer Person berührt werden, was den Traum noch realer machte. Außerdem ist “er“ jemand mit dem ich gerne mehr als „nur“ befreundet sein möchte. Es ist also im wahrsten Sinne des Wortes „Ein Traum“.
Wenn Worte wie Waffen durchs Netz sich verbreiten
und Lügen als Wahrheit uns blindlings begleiten,
wenn Stimmen sich heben, doch niemand mehr hört,
weil jeder den anderen im Eifer zerstört [ ... ]
April ist ein Maler mit Pinseln im Wind,
er malt jeden Tag, wie es ihm gerade gelingt.
Ein Tupfer aus Sonne, ein Strich aus Regen
und plötzlich tanzt ein Bogen dem Himmel entgegen.
In der Taverne, im roten Licht,
da saß ich lange und rührte mich nicht,
der Whisky brannte, der Abend war schwer,
und bald schon sah ich die Sterne umher.
Mag sein, wies den Anschein hat, doch recht vermessen,
daß das was wir denken, das wir je besessen,
doch nur als geborgt und geliehen sich zeigt.
Die Tränen von weit her die darob [ ... ]