Ich bin ohne Erwartung zu meinem See gefahren. Dort angekommen,
beeindruckte mich die Landschaft, die sich mit der Stille vermischte.
Die Tagesfarbe grau saugte die Farben rot und gelb in sich auf, wobei sich die Farbe gelb kämpfend wehrte. Letzten Endes war es ein undefinierbares Farbengemisch.
Die Wasseroberfläche war spiegelglatt. Auf ihr segelten einige trockene Erlenblätter in Richtung der Schilfkante. Sie sahen aus, als wären sie kleine, brisante Schiffchen.
Ich ging zu meiner Lieblingsbank, auf der viele, gelbe Birkenblätter lagen. Ich säuberte die Bank von den Blättern und setzte mich hin.
Dann schlief leicht frösteln ein.
Ich wachte auf, da mich das fahle Sonnenlicht berührte. Die Gegend sah gleich märchenhaft aus. Das Sonnenlicht passte zu den weißen Stämmen der Birken und den Stämmen der Schwarzerlen.
Plötzlich und unerwartet ein lautes Rauschen. Ein Stockentenpaar
war auf der Wasseroberfläche des Sees gelandet. Schnatternd schwammen sie zu dem öden Seerosenfeld.
Obwohl es windstill war, bewegte und rumorte das trockene Schilf.
Es kam ein sanfter Ostwind auf, der die Binsengräser kämmte.
Die Zeit verging schnell.
Die fahle Sonne senkte sich hinter den Wipfeln der Birken und Schwarzerlen.
Es war die Zeit gekommen, um wieder aufzubrechen. Dieselbe Meinung
vertrat ein Eichelhäher, der lauthals zeternd, von Baum zu Baum flog.
In tiefer Dunkelheit kam ich zu Hause an. Ich hatte viele Eindrücke
von meinem, einsamen See mitgenommen. In mir reife die Erkenntnis,
dass mich mein See irgendwie gern hat…
Sie sagte Sex
Er sagte Wasser
Sie sagte Kinder
Er sagte Feuer
Sie sagte Geld
Er sagte Erde
Sie sagte Haus
Er sagte Luft
Sie sagte Liebe
Er sagte [ ... ]
Der rote Bus fährt täglich. Einmal am Nachmittag. Von hier aus zwei Stunden. In die große Stadt. Sonia fährt nicht. Wieder nicht. Sie bleibt an der Haltestelle. Im Häuschen. Genau wie im Dorf. [ ... ]
Der Regen von gestern ist lange getrocknet.
Meine Tränen trocknen langsam hinterher.
Ich schmecke salzige und süße Bilder der Erinnerungen.
Ich schaue meinem Spiegelbild tief in die [ ... ]
Auf der Strasse sagt das Leben.
Höre die Händler
Höre die Kellner.
Höre die Gäste.
Höre die Fremden.
Und dann gehe ins Cafe
Trinke einen Tee.
Lächle. Und liebe die Zeit.
Und Du [ ... ]