Es war ein geflügeltes Wort: "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht". Nicht in der Schule, sondern in der Politik. Der ehemalige Kanzler Deutschlands, Helmut Kohl, verwendete diese Redensart oft, um anzuzeigen, dass alle anstehenden Aufgaben erledigt waren.
Als es zur historischen Einigung zwischen Ost und West kam, in den Jahren fiel diese Formel immer wieder und ja, die Einigung glückte, obwohl große Unterschiede zu überbrücken waren.
Kürzlich sprach ich mit einer älteren Dame aus dem Osten und sie jammerte: Vor der Wiedervereinigung gab es Arbeit für alle, und man hatte ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl für den Betrieb und innerhalb der Kollegen. Nach der Wiedervereinigung war sie arbeitslos und musste in München, fernab der Heimat, eine Stelle antreten.
Sie lobte auch den sozialistischen Staat, der allen berufstätigen Müttern Betreuungsplätze in den Firmen für ihre Kinder anbot. Da war der Westen nicht so weit und sie wusste nach der Wende nicht wohin , mit ihren Schützlingen.
Und der Westen war kalt für die aus dem Osten; kein Zusammenhalt, keine Wärme, wie sie es nannte.
Sie ist im Alter wieder in den Osten gezogen, jenem Land, wo die selbstgemachte Marmelade so gut schmeckte, die zumindest, die sie nicht an die Russen abgeben mussten.
Ist die Integration gelungen, und haben wir "unsere Hausaufgaben gemacht"?
In staubigen Archiven, zwischen Namen und Jahreszahlen,
flüstert Geschichte aus brüchigem Papier.
Alte Zeitungen berichten von fernen Tagen
und von Leben, die längst vergangen sind.
Wem gehört die Fantasie?
Seepferdchenkuschelig dehnt sich mein Geist in den Raum hinein.
Mein Geist sitzt am blaumuschelfarbigen Ozean.
Mein Körper sitzt sanft ruhend am kurkumazitronengelben [ ... ]
Ob beim Schreiben, beim Malen, beim Musizieren, beim Spazieren gehen...
Dann, wenn ich ganz "leer" bin, meine Gedanken still stehen,
wenn ich irgendwo in einem "freien Raum" bin,
undefinierbar [ ... ]