Wenn Eiskristalle zart und zerbrechlich wie Libellenflügel in den Seelenraum fallen, ist Winter im Menschenherzen eingekehrt.
Das, was den Menschen ausmacht, zieht sich zurück hinter inneren Grenzen, um dort zu verweilen, abwartend, weinend, schlafend, einem verletzten Tier gleich.
Das Herz aber will laut schlagen, will lieben und tanzen, will die Möglichkeit des Lebens für sich nutzen.
Und nach jeder Winterzeit folgt die volle Blüte des Lebens, ein Meer aus Farben, Sonnengelb für alle.
Das fast erfrorene Menschenherz wägt einen Neuanfang ab.
Die Kälte lockt den Willen, meine Kindlichkeit zu leben,
wenn der Winter seine Pracht mir vor die warme Haustür legt.
Wie ins Geheim, im Stillen, tanzen Flocken mir entgegen,
dass mein pochend [ ... ]
Warum ist mein Leben so voller
Wahrheit? Ich trinke Morgens
für Stunden Kaffee. Denke an
Märchen, Engel, Wunder und
Paradiese. Und Musik spielt im
Kopf. Und Tänze wecken den Tag.
Und [ ... ]