Ist es nicht erstaunlich, wie viel Macht Wörter haben? Sie können uns ermuntern, Mut geben, trösten. Sie können aber auch Hoffnung zerstören, deprimieren, wütend machen. Und doch können sie auch die Gefühle transportieren. Sie helfen einem, die Gefühle zu verarbeiten. Gerade in Zeiten der Gefühle neigen Menschen dazu zu schreiben. Nicht ohne Grund führen gerade Jüngere ein Tagebuch. In dem Alter in dem vieles überfordernd zu sein scheint, hilft es, es zu schreiben. Mal mehr, mal weniger gut ausformuliert. Aber auch Älteren hilft es zu schreiben. Wenn alles überfordernd zu sein scheint, helfen Worte. Da es aber nicht immer schön ist, die Worte an jemanden zu richten, oder die Worte nicht immer an jemanden gerichtet sein sollen, hilft Schreiben. Gedanken, die man für nicht formulierbar hielt, können formuliert werden. Und oft erscheint das Problem als eine Nichtigkeit. Nur, weil die Worte sichtbar sind. Ausgesprochen. Theoretisch für die Welt wahrnehmbar. Aber nicht immer ist dies gewollt. Einige Worte und Sätze sollen ein Geheimnis sein. Eines, das mit ins Grab genommen wird. Manchmal ist es ein Spaß Worte für sich zu behalten, und manchmal eine Last. Aber egal wie, Worte üben stets eine Macht auf uns aus. Wer kennt es nicht; wenn ein Text da ist, wird automatisch angefangen zu lesen. Diese Ansammlung an Zeichen zieht den Blick scheinbar magisch an. Mal mehr, mal weniger. Auch wenn eine Gegenweht besteht, in den meisten Fällen versagt sie. Die Macht der Wörter ist so groß, dass Wörter manchmal aufgesogen werden. Manchmal auch aufbewahrt und wohl behütet. Und ein Jeder hofft doch, dass es seine Worte seien, die auf jemanden Anderen Einfluss haben. Dass jemand zuhört oder liest und diese Worte nicht mehr vergisst. Sie das Leben eines anderen begleiten. Es muss kein großer Erfolg sein, aber ein einziges Leben durch Worte positiv zu beeinflussen, ist doch wohl das, was jeder hofft. Auch wenn es unterbewusst ist. Das ist die Macht der Worte. Sie üben Einfluss auf jeden. Egal wie, egal wann, egal wo. Es ist unmöglich dieser Macht zu entkommen. Die Macht der Worte ist allgegenwärtig.


© Emilia H.


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Beschreibung des Autors zu "Die Macht der Worte ist allgegenwärtig"

Ja keine Ahnung. Die pseudotiefsinnigen Gedanken, die raus wollten. Das Thema hat mich gerade beschäftigt und ich hatte den Drang, diese zu formulieren



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