Bruno der Wolf und seine Freunde retten Ostern

Bruno der Wolf schlief tief und fest in seinem Bau, auf einmal fing er an mit seinen Beinen zu zappeln. Ein lautes Knurren konnte man hören. Bruno schreckte auf und stieß sich den Kopf an der Wand. Vorsichtig rieb er sich die Stirne, zum Glück hatte er keine Beule und der Schmerz ließ auch schon ein bisschen nach. Er hatte einen schlimmen Traum gehabt, der Wolf war so durcheinander, dass er nicht mehr einschlafen konnte.

Draußen wurde es hell, so beschloss Bruno nach Willi und Franz, den beiden Eichhörnchen zu sehen, ob diese wach waren. Er wollte seine besten Freunde unbedingt den Traum erzählen. Als er seinen Bau verließ, schaute der Wolf sich um, die Bäume und Sträucher wurden endlich grün. Doch was war das, was lag dort neben dem Busch gegenüber seiner Höhle? Vor lauter Aufregung vergaß er, dass er zu Willi und Franz gehen wollte. An dem Traum konnte er sich auch nicht mehr erinnern, denn was er dort sah, fand er viel interessanter. Langsam schlich Bruno zu dem Ding, dass auf der Erde lag. Es hatte eine ovale Form, wenn man genauer hinschaute, sah man, dass der Gegenstand bunt war. Der Wolf schüttelte seinen Kopf, als er vor dem Teil stand. Er konnte es kaum glauben vor ihm lag ein buntes Ei. Warum waren darauf viele Farben? So ein Ei hatte er noch nie gesehen, aber vielleicht wussten die Eichhörnchen, warum das Ei bunt war. Bruno lief zu dem Baum auf dem Willi und Franz wohnten. Er rief, solange deren Namen, bis sie aus ihrem Kobel schauten. Willi sah hinunter zu seinem Freund und fragte ihn, „was ist los, warum weckst du uns?“ Bruno versuchte den beiden zu erklären, was er gesehen hätte. Die Eichhörnchen sahen sich verwundert an, keiner von beiden verstand, was der Wolf erzählte. So gingen sie mit ihm mit, alle drei standen vor dem bunten Ei. Willi und Franz schauten sich die Sache genauer an, dabei fiel Willi auf, dass sich neben dem Ei, kleine und große Fußspuren befanden. Sie untersuchten die Spuren, in dem sie diese mit ihren verglichen, aber nichts. Die Spuren hatten eine ganz andere Form. Wessen Abdrücke waren das? Franz kam auf die Idee Uhu, die Eule zu fragen, er könnte es wissen, da Uhu schlau war. Sofort machte das Eichhörnchen sich auf den Weg, kurze Zeit später kam Uhu schon angeflogen. Uhu wusste sofort, dass es sich um ein Osterei handelte. Aber was machte das Ei hier? Die Eule ging um die Spuren herum, man sah Uhu an, dass dieser nachdachte. Lange dauerte es nicht und er wusste, von wem die Abdrücke stammen könnten. Stolz erklärte er, dass die großen Fußabdrücke einen Hasen und die kleinen einer Maus gehörten. Alle redeten durcheinander, dies könnte nichts Gutes bedeuten, als sie hörten, dass es sich um Abdrücke einer Maus handelt. Sofort fiel ihnen die Hexe Kaukasus ein, die seit ihrer Verwandlung in eine Maus, versuchte den Tieren im Wald, das Leben schwer zu machen. Zum Glück besaß sie keinen Zauberstab mehr, sodass die Hexe sich nicht zurückverwandeln konnte. Die Freunde sahen sich um und entdeckten noch mehr Abdrücke. So beschlossen sie den Spuren zu folgen, etwas weiter lag das nächste bunte Ei. Sie gingen immer weiter, bis auf einmal vor ihnen der Teich lag, auf dem Mathilde, die Ente wohnt. Aufgeregt kam Mathilde ihnen watschelnd entgegen, sie war froh ihre Freunde zusehen. Sofort erzählte sie ihnen, dass sie den Osterhasen gesehen hätte und dieser verzweifelt sei. Er würde neben dem See auf der Wiese sitzen. Sein Tragekorb und die seiner Helfer hätten Löcher. Die bunten Eier, die sie von Frau Henne und ihrer Familie abgeholt haben, hätten sie verloren. Der Osterhase wüsste nicht, was er machen sollte. Bruno und die Freunde machten sich auf den Weg zur Wiese. Dort befand sich der Osterhase mit seinen Helfern, vor ihnen lagen die kaputten Körbe. Die Freunde beschlossen dem Osterhasen zu helfen, indem Willi, Franz und Mathilde versuchten die Tragekörbe zu reparieren. Uhu flog herum und fragte noch einige Vögel, ob sie ihnen mit den Körben helfen könnten. Bruno und die Helferhasen machten sich auf den Weg und sammelten die verlorenen Eier ein. Mittlerweile hatte es sich im Wald herumgesprochen, was dem Osterhasen passiert war. Viele Tiere kamen vorbei und halfen ihm. Die Eier, die zerbrochen waren, ersetzte Frau Henne und ihre Familie. Bis spät am Abend waren die Tiere beschäftigt. Ostern war gerettet. Was wäre das Osterfest ohne Ostereier?
Versteckt im hohen Gras saß eine Maus und ärgerte sich.


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Kommentare zu "Bruno der Wolf und seine Freunde retten Ostern"

Re: Bruno der Wolf und seine Freunde retten Ostern

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 11.04.2019 7:09 Uhr

Kommentar: Och, liebe Inge, das ist ja niedlich. Beim Lesen deiner Geschichte fühlte ich mich so etwa 60 Jahre jünger. Fein.
Liebe Grüße Wolfgang

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