Bruno der Wolf und seine Freunde Teil 3 von 4
Im Wald

Es war ein langer Tag. Bruno und seine Freunde liefen immer noch im Wald herum. War das der richtige Weg? Sie wussten es nicht, obwohl der Spatz ihnen den Weg nach Hause erklärt hatte. Ihre Beine wurden schwer, es war anstrengend die Augen aufzuhalten, sie waren müde. Mathilde blieb stehen und rief: „Stopp, ich kann nicht mehr laufen.“ Alle drehten sich um, sie waren froh, dass Mathilde dies sagte, denn keiner konnte mehr weiter laufen. Sie suchten sich einen Platz zum Schlafen. Zwischen zwei Baumstämmen, die neben einem Baum lagen, legten sie sich hin. Willi, Franz, und Mathilde hatten es sich auf Brunos Bauch bequem gemacht, dort war es schön warm. Uhu setzte sich auf dem Baum, alle schliefen sofort ein. Irgendwann wurden sie wach, aber sie wussten nicht, ob es schon Morgen war. Da sie ausgeruht waren, gingen sie weiter. Der Weg war sehr holprig und anstrengend zu laufen, alle bekamen Durst. Bruno und seine Freunde wollten erst einmal ihren Durst stillen. So beschlossen sie eine Wasserstelle zu suchen. Franz hatte die Idee, dass doch Uhu nach Wasser suchen sollte, so bräuchten sie nicht so viel herumzulaufen. Aber wo war Uhu, die Eule, sie war nirgendwo zu sehen. Willi sagte, „ich glaube, wir haben Uhu vergessen. Ist er überhaupt mitgekommen oder sitzt er noch auf dem Baum und schläft?“ Keiner wusste es. Sie beschlossen, das Bruno zurücklaufen sollte, um nach Uhu zu schauen, da er größer war und schneller. Bruno lief los, er kam zu dem Baum, tatsächlich Uhu saß noch dort, er schlief. „Hey, aufwachen“, rief Bruno. Er nahm Uhu auf den Rücken, da er noch müde war. Sie machten sich auf den Rückweg zu den Freunden. Unterwegs kamen sie an einen sehr großen Laubhaufen vorbei. „War er vorher schon da?“, fragte sich Bruno. Der Laubhaufen fing an, sich zu bewegen, das Laub fiel auseinander. Ein Igel kullerte heraus. Der Igel rollte sich langsam auf und schaute Bruno mit großen runden Augen an. Schnell versuchte er, sich wieder zwischen den Blättern zu verstecken. „Bitte bleib, sagte Bruno, wir brauchen deine Hilfe.“ Der Igel wunderte sich, dass ein Wolf seine Hilfe brauchte, dann sah er auf einmal auch Uhu. Der immer noch auf dem Rücken saß. „Wie kann ich euch helfen?“, fragte der Igel. So erzählte Bruno ihm, dass sie nach Wasser suchen würden. Der Igel aber konnte ihnen nicht sagen, wo man eine Wasserstelle finden könnte. Er war mit seinen kleinen Füßen, noch nicht weit im Wald herumgekommen. „Hier in der Nähe wohnt aber ein Reh, das weiß, wo es Wasser gibt“, meinte der Igel. Uhu sollte zu ihm hinfliegen und es fragen, er flog los. Bruno blieb bei dem Igel, um das Reh nicht zu erschrecken. Nicht weit von Bruno und dem Igel konnte Uhu das Reh sehen. Langsam flog die Eule zu dem Reh, das an einem Busch stand. Uhu setzte sich auf dem Busch und sprach zum Reh. „Kannst du mir zeigen, wo es Wasser gibt? Meine Freunde und ich haben einen langen Weg hinter uns. Wir sind alle sehr durstig.“ Das Reh jedoch hörte Uhu nicht zu, es starrte die ganze Zeit nur auf den Busch, auf dem die Eule saß. „Was schaust du den Busch so an?“, fragte Uhu. Aus traurigen Augen sah das Reh zu Uhu und meinte, das der Busch sein Bruder sei. Da musste Uhu laut lachen, aber das Reh wurde noch trauriger. „Kennst du denn die Geschichte von der Hexe Kaukasus nicht?“, fragte das Reh. So erzählte das Reh der Eule. Sein Bruder hatte in einen der Spiegel gesehen, so wurde er zum Busch. Da fiel Uhu wieder ein, dass Mathilde die Geschichte schon mal erzählte, aber er daran nicht geglaubt hatte. Er schaute in allen Richtungen, konnte aber nirgendwo ein Haus mit Spiegeln sehen. Das Einzige, was er sah, war, dass Bruno zu ihnen schlich, um das Reh nicht zu erschrecken. Uhu flog sofort zu Bruno, der etwas von dem Gespräch mitbekommen hatte. Beide wollten dem Reh helfen. Warum konnten sie das Haus der Hexe nicht sehen? Beide rätselten herum, dann fragte Uhu das Reh. Die Hexe würde einen Zauberstab besitzen, der sie überall mit ihrem Spiegelhaus hinbringt. „Er funktioniert aber nur im Wald“, meinte das Reh. Als Dank, weil sie dem Reh helfen wollten, zeigte es ihnen den Weg zur Wasserstelle. Diese war nicht weit entfernt von Willi, Franz und Mathilde. Bei den Freunden angekommen, gingen sie zusammen dort hin und erfrischten sich. Da das Reh sich gut im Wald auskannte, zeigte es ihnen den Weg nach Hause. Aber Bruno und Uhu wollten ihr Versprechen halten und dem Reh helfen. So beschlossen alle gemeinsam die Hexe Kaukasus, zu suchen. Obwohl sie glaubten, bis auf das Reh, das es die Hexe nicht gibt.


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Beschreibung des Autors zu "Bruno der Wolf und seine Freunde Im Wald Teil 3 von 4"

Auf YouTube, als Hörbuch von mir zu hören
https://m.youtube.com/watch?v=7cAU7LBFjOY

Diese Geschichte habe ich für einen besonderen kleinen Jungen geschrieben.



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