Der Begriff "Wahrheit" ist schon so überstrapaziert, so mit unwesentlichem behaftet, das ich ihn eigentlich gar nicht bemühen wollte um auszudrücken um was es mir in diesem Text geht. Aber mir fällt kein abgegriffeneres Schlagwort ein um eine Ahnung von einem Lebensgefühl erahnen zu lassen, was mich derzeit beschäftigt. Es ist wesentlich sich klarzumachen, wie sehr die eigene Einstellung zur "Welt" dem "Leben" getrübt ist durch die vielbemühte Brille, durch die jeder in seine Welt schaut. Und diese eine Welt gibt es so ja gar nicht, denn jeder hat sich sein Universum für sich und durch Umstände selbst erschlossen...hat sich im Hungerturm seiner Vorstellungen einmauern lassen. Einfach deshalb, weil es unmöglich ist, über Wasser zu schreiben oder Nässe zu erklären ohne jemals in einen Fluss gebadet zu haben. Hier schon habe ich meinen Faden verloren, ich kann die Essenz meiner Gedankengänge die mich zu diesem Text zu früher Stunde vergeistigten nicht auf den Bildschirm bringen. Vage kann ich mich erinnern, das es darum geht(mir darum geht), bereit zu sein...für was auch immer da kommen mag, für mich persönlich, aber auch für das menschliche Kollektiv. Denn nur in Bewegung gibt man kein gutes Ziel für Gedankenvergiftungen aller Art ab.
Früh am Morgen,
wenn der Wecker klingelt,
schlafen meine Augen noch
und ich bin in Gedanken,
bei meinem letzten Traum,
der jetzt zerbrochen
vor mir liegt.
Erst gestern Morgen hörte ich von dir,
dass du nun fort bist, weit weg von hier.
Die Pläne, kalt und wohl erdacht,
haben dich leise umgebracht.
Ich ging hinaus ins frühe Licht
und schrieb ein [ ... ]
Die Möwe in den Bergen.
Sie fliegt auf Bäume.
Sitzt auf Felsen. Steht am
Fluss. Ist klug. Ist frei. Ist
reich. Hat Macht. Hat Kraft.
Hat Besitz. Aber findet nicht
das Meer.