Ich erwachte wie jeden Morgen mit starken Rückenschmerzen. Diese wurden von der harten Holzpritsche verursachte welche ich nun schon seid beinah 5 Jahren meine Schlafstelle nannte. 5 Jahre in dehnen ich bereits hier in diesem Steinbruch eingesperrt war und harte Sklavenarbeit leisten musste. Geschwächt von der kalten Nacht und den Schmerzen schleppte ich mich zu der hölzernen Waschschüssel in der Ecke neben der Tür. Ich machte mich so gut wie ich konnte sauber und nahm mir anschließend das zerrissene Gewand von dem Hacken neben meiner Pritsche.

Anscheinend war ich gerade rechtzeitig erwacht denn plötzlich vernahm ich die Schritte von zwei der Wachen welche sich meiner Zelle näherten. Die Tür wurde geöffnet und Kaio, ein großer muskulöser Wächter mit zerzausten Haaren, trat herein. Ohne dass er es mir befehlen musste trat ich heraus und lies mir von Brian, der zweiten Wache, eine Spitzhacke in die Hand drücken. Anschließend führten die beiden mich in den Steinbruch welcher gleich am Ende des langen Flures hinder der Zellentür lag. Der Steinbruch wurde auf seiner westlichen Seite von einem hohen Wachturm überragt auf welchem Andos, eine weitere Wache stand.

Mit Pfeil und Bogen bewaffnet passte er auf dass mir auch ja kein schwerwiegender Fehler unterlief.

Schwerwiegend hieß in meinem Fall dass ich beispielsweise den Sack, welchen ich mit den Steinen die ich abgeschlagen hatte fühlen musste, fallen lies.

Langsam ging ich zu der Stelle an der ich gestern Abend aufgehört hatte und machte weiter.

Ich schlug und schlug und schlug mit der Spitzhacke auf den Felsen vor mir ein.

Doch urplötzlich traf mich der Schlag einer Peitsche. Ich schrie laut auf und ging zu Boden.

„Hast du nicht irgend ETWAS vergessen?" fragte Kaio.

Ängstlich sah ich mich um. Erst nach einigen Sekunden, in welchen ich Kaios Peitsche ein weiteres mal auf meinem Rücken gespürt hatte, bemerkte ich ihn: Dein Haufen Steine welchen ich gestern Abend liegend gelassen hatte. Kaio hatte mir befohlen ihn wegzuräumen und zwar gleich heute Früh.

„Tut mir leid..." sagte ich unter Tränen und ging zu einer Holzschubkarre mit welcher ich den Steinhaufen zu der Metallohre bringen wollte in welche ich alle Steine warf die ich abschlug. Doch noch ehe ich auch nur meine Hände am die Griffe der Karre legen konnte...ein weiterer Schlag.

„Mit den Händen!" befahl Kaio. Ich begann zu weinen, was mir allerdings nur 2 weitere Schläge seitens Kaio einbrachte.

Mir blieb keine andere Wahl außer die Steine mit der Hand zu der Lore zu tragen und zu hoffen dass mir ja keiner runter fiel.

Ich war froh dass mir dies auch wirklich nicht passierte und ich anschließend endlich meiner eigentlichen Arbeit nachkommen konnte.

Die nächsten 7 Stunden schlug und schlug und schlug ich auf den Felsen ein.

Erst als gegen Mittag die Sonne am Höchsten stand rief Kaio: „Halt!"

Ich lies die Spitzhacke sinken, legte sie auf der Erde ab und nahm mir anschließend die Schüssel mit der dünnen Suppe und das kleine Stück Brot welches mir hingestellt wurden war.

Doch noch ehe ich überhaupt daran denken konnte einen Schluck aus der Schüssel zu nehmen...

Tauchte Kaios Peitschenstock in meinem Gesicht auf. Er hielt ihn mir unter das Kinn und drückte mein Gesicht nach oben.

„Weist du was Morgen für ein Tag ist?" fragte er langsam. „S-Samstag" antwortete ich ängstlich.

„Morgen ist Hausarbeitstag und du solltest dir diesmal etwas mehr Mühe geben als letzte Woche! Haben wir uns verstanden?!"

Ich antwortete nicht, was mir binnen 2 Sekunden eine gewaltige Ohrfeige einbrachte.

Ich lies die Schüssel fallen, so dass sich ihr Inhalt auf der Erde verteilte. Die Peitsche tanzte einmal laut knallend und schmerzvoll über meinen Rücken.

Brutal hatte mich Kaio an meine „Wochenendpflichten" erinnert.

Taumelt erhob ich mich, nahm unter Tränen das Stück Brot und steckte es in den Mund. Anschließend musste ich zurück an die Arbeit.

Die nächsten Stunden war ich nur damit beschäftigt auf den Stein einzuschlagen und anschließend die Brocken zu der Lore zu bringen. Erst am Abend war diese mit Steinen gefühlt. Ich stellte mich hinter sie und schob sie in Richtung der Grube in welche ich alle Steine hineinwerfen musste.

Die Arbeit in diesen Felsen endete NIE. Sobald die Grube voll war würde ich die Steine dort wieder heraus holen müssen. Bei meinem Tempo dauerte dies aber bestimmt noch 4 Jahre.

Inzwischen war Andos vom Wachturm herunter gekommen und hatte den Platz von Kaio eingenommen. Zwar machte er nicht so schnell von der Peitsche Gebrauch wie er, doch war auch er auf seine Art und Weise brutal zu mir.

„Halt!" rief Andos. Ich schob die Lore an ihren angestammten Platz zurück und erwartete nun das er mich in meine Zelle zurückbrachte, doch stattdessen wartete etwas anderes auf mich.

„Zur Schlammgrube!". Diesen Befehl hatte ich nun schon seid einigen Tagen nicht mehr gehört.

Er führte mich zur großen Latrine des Steinbruchs, aus welcher mir ein abstoßender Geruch entgegen kam.

Am Rand der Grube war eine wackelige Leiter befestigt welche genau in den Haufen aus Schlamm und Exkrementen führte.

Andos drückte mir einen geflochtenen, vollkommen mit Dreck verschmierten Korb in die Hand und befahl mir mit diesen die Leiter hinab zu steigen und den Schlamm und den anderen Unrat hinauf zu holen.

Am Korb war nur ein stark verschmutzter Riemen aus Stoff befestigt, mit dessen Hilfe ich mir ihn um die Schulter hängen konnte. Anschließend begann ich langsam die Stufen der Leiter hinab zu steigen. Diese stank genau so schlimm wie der Rest der Grube und ich musste mich zusammennehmen um mich nicht zu übergeben.

Als ich den kalten Schlamm unter meinen Füßen merkte wusste ich dass ich das Ende der Leiter erreicht hatte.

Ich setzte den Korb ab, fühlte ihn mit dem stinkenden Schlamm und begann die Leiter wieder hinauf zu steigen. Oben angekommen trug ich den Korb zu einem Abfluss und entleerte ihn.

Obwohl mir klar war dass das Rohr an den selben Ort zurückführte aus dem ich gerade kam: Der Schlammgrube.

Ohnehin diente diese Aufgabe nur dazu mich zu bestrafen und zu demütigen.

Erst nach 10 Körben voller Unrat rief Andos: "Halt!" Ich setzte den Korb ab und wischte mir den Dreck so gut wie es ging von den Beinen. In der zwischen Zeit war es später Abend geworden. Andos brachte mich in den Gang zurück in welchen meine Zelle war.
Doch durfte ich noch nicht in diese hinein. Mein Weg führte mich in die große Waschküche am Ende des Ganges.

In dieser wartete eine Wanne voll mit dreckigem Wasser auf mich. Andos, Kaio sowie die anderen zwei Wachen hatten vor mir darin gebadet und...ihre Wäsche gewaschen.

Erst jetzt war ich an der Reihe. Ich kroch aus meinen dreckigen Sachen und stieg in das verschmutzte Wasser. Im Augenwinkel sah ich wie Andos den Raum verließ und Fynno ihn betrat. Dieser war der einzige meiner vier Bewacher welche es wenigstens HIN und WIEDER einmal intressierte wie es mir ging. Auch diesmal erkundigte er sich. "Ist alles in Ordnung?"

"Wie mans nimmt" antwortete ich und benetzte meine Oberarme mit einer Hand voll Wasser, dieses war inzwischen kalt.

Die nächsten 10 Minuten durfte ich mich waschen. Anschließend kletterte ich wieder heraus und warf mein dreckiges Gewand hinein. Ich hatte nur dieses eine Kleidungsstück. Es war bereits an etlichen Stellen genäht und geflickt und hatte seine ursprüngliche, lila Farbe längst gegen ein dreckiges braun getauscht.

Mehr mals tauchte ich es unter um wenigstens den gröbsten Dreck zu entfernen. Anschließend hengte ich es über einen großen, hölzernen Balken welcher neben der Tür vor einem Loch in der Wand platziert war. Aus dem Loch kam mir warme Luft entgegen, ich hatte allerdings keine Ahnung woher diese stammte. Wahrscheinlich gab es da unten irgendwo noch eine Art Küche oder Waschraum, in welcher sie ihren Ursprung hatte.

Während mein Kleid trocknete...näherte sich mir Fynno von hinten. Dies jedoch merkte ich erst als sich seine Arme um meinen Unterkörper schlossen.

An dass was nun passierte gewöhnte ich mich nie. Mein ganzer Körper signalisierte mir dass ich mich wehren und davon laufen sollte, doch schon der Gedanke an die Strafe welche ich dafür erhalten würde, erstickte in mir jeglichen Willen von Widerstand.

Ich war froh als es endlich vorbei war und Fynno mich loslies. Langsam lies ich mich auf den Boden sinken. Mir war klar dass das Baden zuvor um sonst gewesen war, ich fühlte mich dreckiger als vorher.

Da half es auch nichts dass Fynno sein Messer zog und sich daran machte mir den Dreck unter meinen Finger- und Fußnägeln zu entfernen. Die gefühlte Schicht aus Schmutz und Scharm war und blieb bestehen.

Es dauerte noch einige Sekunden bis ich mich wieder so weit gefangen hatte dass ich aufstehen und mir mein, inzwischen getrocknetes Kleid, von dem Balken nehmen konnte.

Ich kroch in es hinein und machte mich schließlich daran das dreckige Wasser aus der Wanne zu entfernen und diese zu reinigen.

Erst als ich zu Fynno sah und dieser mir mit einem Nicken das Zeichen gab dass ich aufhören durfte beendete ich meine Arbeit.

Anschließend brachte er mich in meine Zelle zurück in welcher ein Teller mit kalter Suppe und ein trockenes Stück Brot auf mich warteten.

Ich nahm mir die karge Mahlzeit und setzte mich auf die Kante der hölzernen Pritsche.

Morgen würde ich den ganzen Tag nur mit Reinings-und Aufräumarbeiten beschäftigt sein: Geschirr spühlen, Unkraut jäeten, die Küche aufräumen.

Alles in allem war Samstag einer meiner lieblings Tage, obwohl ich ihn gleichzeitig am liebsten einfach überspringen wollte. Den morgen war auch einer der beiden Tage an welchem ich meinen Bewachern am hilflosesten ausgeliefert sein würde.


Ein lautes Krachen weckte micht früh am nächsten Morgen. Ich schrack auf und saß nur eine Sekunde später aufrecht auf meiner Pritsche. Meine Ohren hörten den vertrauten Klang von Schritten die sich meiner Zeller näherten. Ich sprang auf die Beine und kroch in mein Gewand. Im selben Moment wurde die Tür geöffnet. Andos kam herein und befahl mir heraus zu treten. Ich folgte ihm wortlos nach oben in den Steinbruch wo er mir einen Eimer in die Hand drückte.

Anschließend befahl er mir das Unkraut auf der großen Fläche in der Mitte des Steinbruchs zu entfernen und dies mit bloßen Händen!

Langsam hockte ich mich hin und begann Grasbüschel, Löwenzähne und diversen, anderen Wildwuchs, welcher sich auf den Boden angesiedelt hatte, herauszuziehen.

Was ich entfernt hatte tat ich in den Eimer, noch nicht ahnend was Andos eigendlich plante.

Ich war einiger Maßen erleichtert als ich endlich fertig war, doch gerade als ich mich erheben und den Eimer nehmen wollte, kippte dieser um und der ganze Unrat verteilte sich vor mir auf den Boden.

"Wirk-lich Schade..." sagte Andos mit einem fiesen Lächeln auf den Lippen. "Nein!" kreischte ich als er mich grob am rechten Arm packte und mich zu der steinernen Säule zog, welche einige Meter hinter mir aus dem Boden ragte.

Schwere, eiserne Ketten schlossen sich um meine Handgelenke. In dieser Position musste ich hilflos das zerreißen meines Kleides über mich ergehen lassen.

Anschließend hörte ich wie Andos seine Peitsche ein paar mal laut krachend auf den Boden knallen lies, nur um sie danach über meinen Rücken tanzen zu lassen.

Die ersten drei, vier Schläge schrie ich nur. "Ich-Höre-Nichts!" hörte ich ihn laut sagen.

"Vier" antwortete ich schließlich unter Tränen.

Ein weiterer Schlag "Fünf." Ich musste mir mühe geben zu sprächen, während mein Rücken bereits wie Feuer brannte.

Erst nach 30 Schlägen hielt er endlich inne.

Die Ketten wurden gelöst und ich fiel, leise wimmernd, zu Boden.

Nach dieser Strafe, war mir klar dass dieser Tag SEHR anstrengend werden würden, und dies in jederlei hinsicht.

Grob packte mich Andos an den Haaren, hob mich Gesicht hoch und sagte: "Du wirst jetzt schön weiter arbeiten und wenn ich heute auch nur noch einen Mucks hören dann..." seine Peitsche strich langsam über mein Gesicht "...gehst du die nächsten 4 Tage ins Loch...haben wir uns verstanden?"

Unter Tränen nickte ich, woraufhin er mich fallen lies.

Mit brennendem Rücken machte ich mich wieder an die Arbeit, Andos und seine Peitsche immer im Nacken.

Erst nach dem ich das letzte Büschel Gras entfernt und den Eimer entleert hatte, schickte mich Kaio, welcher inzwischen Andos abgelöst hatte, zur Schlammgrube in welche ich den Eimer entleerte.

Anschließend musste ich zurück ins Innere des Felsen, wo ich mich gleich daran machen musste die Zimmer von Brain, Andos, Kaio und Fynno aufzuräumen, Staub zu wischen und neue Bezüge auf Matratzen, Bettdecken und Kissen zu ziehen, sowie die Fensterscheiben und Böden zu reinigen.

Im Gegensatz zu meiner kleinen Zelle waren diese Räume nahezu luxuriös ausgestattet und besaßen sogar Vorhänge vor den breiten Glasfenstern. Ich probierte so sorgfältig zu sein wie es nur irgend wie ging, den Kaio, welcher mich von der Tür aus beobachtete, würde mir nicht den kleinsten Fehler durchgehen lassen.
Nach dem sein Bett gemacht hatte, hörte ich wie sich Kaio von hinten näherte. Er drückte mich langsam nach vorne, so dass ich mit dem Oberkörper flach auf dem Bett lag, und schob anschließend den Rock meines Kleides hoch.

„Still jetzt“ befahl er. Mir war klar dass solche Worte aus Kaios Mund mehr als ernst gemeint waren, weshalb ich probierte so wenig Geräusche wie möglich von mir zu geben, während er mit heftigen Stößen in mein Inneres meinen Körper in Besitz nahm.

Erst nach dem er sich wieder von mir entfernte, konnte ich mich erheben und weiter meiner Aufgabe nachgehen, obwohl dies mehr als schwierig war, den meine Beine fühlten sich an als bestünden sie aus weichem Wachs. Trotzdem musste ich weiter machen und die von mir verlangten Aufgaben erledigen, ganz gleich was meine Bewacher zwischendurch auch mit mir und meinem Körper anstellten.

Als der Tag endlich endete glich mein Rücken einem durchgepflügten Acker. Andos brachte mich in meine Zelle vor deren Tür breits Brain wartete.

"Hm..." sagte er als er meinen Rücken sah "...ich glaube das haben wir gleich wieder." Ich sah wie er irgend eine silberne Flasche aus seiner Jacke zog, sie öffnete und mir anschließend befahl mich mit dem Gesicht zur Wand zu drehen

Unter Schmerzen tat ich es. Nur wenige Augenblicke später merkte ich wie mir etwas brennendes über den Rücken gekippt wurde, ich schrie kurz auf, doch erst der markante Geruch von etwas Hochprozentigem verriet mir was da so in meinen Wunden brannte.

Anschließend warfen sie mich in meine Zelle. Dort blieb ich weinend, schreiend, und wimmernd auf der Erde liegen.

In manchen stillen Momenten fragte ich mich was ich verbrochen haben musste um so ein Schicksal zu verdienen.

5 Jahre Gefangenschaft, Folter, und harte, körperliche Arbeit hatten mich fast alles positive vergessen lassen.

Bereits als 11 oder 12 Jährige (Ich wusste es nicht mehr so genau) war ich hier her gebracht wurden.

Sie nahmen mir meinen Namen, meine Würde, meine Unschuld, und machten den Steinbruch zu meiner ganzen, bekannten Welt.

Hier gab es nur Fynno, Andos, Kaio, Brain und mich.

Doch entsprach diese Vermutung, welche mein Gehirn da ausspuckte, auch der Wahrheit?

Ich konnte mich selber für verrückt erklären, doch war ich mir sicher dass es noch eine weitere Person in diesen Felsen geben musste. Einen fünften Wächter.

Ich wusste nicht wie lange ich brauchte um mich vom Boden zu erheben und mich zu der Pritsche zu schleppen, auf welche ich mich fallen lies. Zwar besaß ich weder Kissen noch Matratze, dennoch war mir das Holz in solchen Momenten dennoch etwas lieber als der kalte Boden.
Ich war derart erschöpft das ich sogar vergaß mein Kleid auszuziehen und statt dessen sofort einschlief.

Aus diesem Grund verwunderte es mich etwas als ich kurze Zeit später wieder munterer war, wie lange ich genau geschlafen hatte, wusste ich nicht, doch mit Sicherheit war nicht sehr viel Zeit vergangen. In meiner Zelle war es vollkommen ruhig, allerdings nicht Dunkel. Auf dem Flur vor der Zellentür steckten zwei Fackeln in Metallhalterungen an den Wänden und spendeten etwas Licht.

Doch ihr heller Schein warf auch einen Schatten an die Wand gegenüber des Gitters, welcher einem meiner Bewacher gehört. Wahrscheinlich war es Kaio.
Ich war den Anblick eines nächtlichen Kontrollgangs meiner Bewacher gewohnt, deshalb probierte ich weiter zu schlafen und mich innerlich auf den morgigen Tag einzustellen, welcher mir wieder alles abverlangen würde.

Die nächsten Wochen vergingen im immer gleichen Rhythmus von Arbeit, Schlägen sowie „Diensten“ für meine Bewacher, Wochen in dehnen sich jedoch auch, das erste Mal seid längerer Zeit, mein Verdacht erhärtete dass es wirklich noch eine weitere Person in diesen Felsen gab.

Ich hörte Nachts hin und wieder Schritte vom Gang her, welche ich jedoch weder Kaio, noch Andos oder Fynno, noch Brain zuordnen konnte. Gleichzeitig begannen die Jahreszeiten langsam auf Winter zu wechseln. Nachts, sowie Tags über wurde es merklich kälter und eines Morgens waren die Felsen des Steinbruchs mit einer dünnen Schicht aus Schnee bedeckt.

Doch im Gegensatz zu Andos, welcher mich an diesem Tag aus meiner Zelle geholt hatte, oder Fynno, den ich auf dem Wachturm erblickte, besaß ich weder warme Kleidung, noch Winterstiefel.

Ich musste in meinem dünnen Kleid, trotz der niedrigen Temperaturen, weiter arbeiten und Sack für Sack voller Steine zu der Lore bringen. Inzwischen hatte ich mit der Spitzhacke einen tiefen Krater in den Felsen vor mir schlagen können, welchen ich bereits seid Monaten bearbeitete.

Ab und zu schlug ich jedoch mit der Spitzhacke daneben und traf dabei den Boden oder, so wie an diesem Morgen auch, mein linkes Bein.
Mein Schrei halte von den Felsen um mich herum wieder, gleichzeitig wurde mein Bein von dem herausfließenden Blut rot gefärbt. Es war das erste Mal seid langem dass ich bei der Arbeit eine schwerere Verletzung erlitt.

Ich lies mich auf den Boden fallen und blieb wimmernd liegen, während ich mit den Händen mein blutendes Bein hielt. Fynno beobachtete mich ein paar Augenblicke lang, bevor er langsam näher trat.

„Halt still!“ befahl er, während er sich zu mir herunter hockte. Ich presste meine Zähne aufeinander und probierte den Schmerz zu ertragen, welchen Fynno noch verstärke in dem er irgend etwas brennendes auf die Wunde goss.
Zu meiner Erleichterung hörte das Brennen sowie der restliche Schmerz nach wenigen Sekunden auf.
Dennoch brauchte ich einen kurzen Augenblick bevor ich mich erheben und weiter arbeiten konnte.

Im Laufe des restlichen Tages fielen die Temperaturen weiter in den Keller und es begann teilweise sehr heftig zu schneien. Doch äußer der dünnen Suppe, welche ich von Brain gegen Mittag erhielt, hatte ich nichts woran ich mich aufwärmen konnte.


© koto7001


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Beschreibung des Autors zu "Der Steinbruch"

Ich erwachte wie jeden Morgen mit starken Rückenschmerzen. Diese wurden von der harten Holzpritsche verursachte welche ich nun schon seid beinah 5 Jahren meine Schlafstelle nannte. 5 Jahre in dehnen ich bereits hier in diesem Steinbruch eingesperrt war und harte Sklavenarbeit leisten musste.




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