Rossetta Stones

Niemand weiß, woher es kam. Einige behaupten es wären Überreste der Meteorite, die in der Urzeit die Dinosaurier auslöschten. Andere sagen, es wäre von Außerirdischen hierhergebracht worden, lange bevor es Menschen gegeben hatte. Und wieder Andere behaupten, es wäre schon immer dort gewesen. Auf jeden Fall brauchte es zwei Katastrophen um es freizulegen. Die erste Katastrophe war der Supersturm Izanami, der fast über die gesamte Nordhalbkugel tobte. Ganz Länder wurden verwüstet, obwohl sie nur von ihm gestreift wurden. Danach kam es zu dem stärksten Erdbeben, dass die Menschheit je erfahren hatte. Ein Beben, dass überall auf der Welt gleichzeitig zu spüren war. Izanagi riss weite Landstriche auseinander. Die Städte und Länder, die Izanami überlebt hatten wurden endgültig dem Erdboden gleichgemacht. Am Ende war fast nichts mehr von der modernen Welt übrig. Und die Bevölkerung der Erde war auf viereinhalb Milliarden Menschen geschrumpft. Die Oberfläche der Erde hatte sich verändert. Alte Kontinente auseinandergetrieben und neu zusammengesetzt. Grönland und Island fanden sich an der Seite von der britannischen Insel, die sich vom eurasischen Kontinent gelöst hatte wieder. Europa war in der Mitte zerbrochen. Die westliche Hälfte war gemeinsam mit Afrika nach Süden verschwunden und fügten sich dort zusammen. Zu Asien und dem Rest von Europa gesellten sich Teile von Nordamerika. Südamerika wanderte weiter nach Norden und verschmolz mit Nordamerika zu einem großen Kontinent. Japan verschwand in den tosenden Wellen. Nach dem Beben herrschte Chaos. Doch nach mehr als fünf Jahren schaffte es die Menschheit sich wiederaufzubauen. Durch die beiden Naturkatastrophen waren Erdspalten geöffnet worden, in denen Forscher ein ihnen unbekanntes Metall fanden. Sie nannten es Arcanium. Dieses Metall hatte unfassbare energetische Eigenschaften. Auch schien es seine Energie zu speichern und auch an die Umgebung abzugeben. Denn bereits nach dem ersten Kontakt mit diesem Material fingen die Menschen an sich zu verändern. Sie entwickelten etwas, was die Forscher der Einfachheit „Mana“ nannten. Einige entwickelten seltsame Fähigkeiten. Andere konnten die Elemente kontrollieren oder Fliegen. Später ging das als die Geburtsstunde der Magie in die Geschichtsbücher ein. Etwas, was sich Autoren bereits vor Jahrhunderten ausgemalt hatten. Diese Menschen nannte man Magira. Bald gab es wesentlich mehr Magiras als normale Menschen. Es dauerte kein Jahr, da blühte auch schon die erste Gemeinschaft auf Magie und Technik auf. Bis die gesamte Welt von dem Arcanium verändert worden war. Aber das war noch nicht alles. Drei Jahre nach dem Wiederaufbau wurde im Vereinigten Amerika eine sehr reine Form des Arcanium. Kristalle aus Arcanium angefüllt mir Unmengen an Energie. Schon bald gelang es den ersten Technikern diese Energie nutzbar zu machen. Und so gelangte die Menschheit erneut in eine Ära des Wachstums und Wohlstandes. Aus den Ruinen der alten Welt bildete sich eine neue Welt. Das vereinigte Amerika, damals noch Süd- und Nordamerika. Das Königreich von Britannien, bestehend aus Britannien, Island und Grönland. Europa und Afrika vereinigten sich zu Eurika. Und das asiatische Reich wurde zum asiatischen Kaiserreich. Vier neue Kontinente, vier neue Großmächte. Und ein Metall, dass alle Probleme lösen sollte. Doch wie so oft, ist es dir Gier, die die Menschheit auseinander reibt. Bald schon wurden die ersten Experimente mit den Arcanium gemacht. Aus einem Verbund des Metalls und den Rossetta Steinen als Energiequelle wurden Waffen gebaut. Das Ergebnis war eine weitere Katastrophe, wenn auch nicht so groß, wie die zuvor. Und doch groß genug um die Menschen zu einen, ein letztes Mal. In einer Forschungseinrichtung in der man einen neuen Waffentypus baute, mit den Rossetta Steinen als Antrieb und Energiequelle wurden die Maxime erschaffen. Sie galten als die mächtigsten Waffen auf der Welt. Maxime sind Waffen, deren Klingen und Schüsse mit ungeheurer Zerstörungskraft wüteten. Und sie schienen in Symbiose mit ihren Benutzern zu stehen. Gaben ihnen mehr Macht und neue Fähigkeiten. Es wurden insgesamt einhundertsiebzehn Maxime erschaffen. Am Tag, als die letzte Maxime geschaffen wurden, entdeckten die Forscher, dass es bei diesen Waffen nicht nur um leere Hüllen handelte. Nein. Denn die Rossetta Steine entwickelten in ihrer neuen Form ein Bewusstsein. Als ein Forscher, diese letzte Maxime berührte, übernahm dieses Bewusstsein die Kontrolle. Die Maxime zerstörte die gesamte Forschungseinrichtung und die umliegenden Städte. Diese wilde Waffe, oder auch Rogue genannt, konnte gestoppt werden. Und zwar durch einen Mann, der selbst eine Maxime führte. Die wilde Maxime wurde dabei vernichtet, gemeinsam mit dem Mann, den sie übernommen hatte. Daraufhin trafen sich die Reiche und kamen zu einer Übereinkunft. In der Mitte des Ozeans wurde eine Stadt errichtet. Arcadia. Dort sollten junge Menschen aus allen Ländern ausgebildet werden sich mit den Maximen zu verbinden und sie zu führen. Nie wieder sollte es zu so einem Vorfall kommen. Und doch nimmt gerade auf dieser Stadt ein neues Unheil seinen Lauf.


© Sora Hataki


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