Engeltod III – Antworten

© EINsamer wANDERER

Mark legte die bewusstlose Lucy auf seine Couch. Er hatte sich gewundert, warum sie keine Wunden trug. Der Jonalist hatte sich während der Fahrt schon mehrere Theorien darüber zurechtgelegt. Aber das konnte warten. Er ging in seine Küche und holte aus seiner Hosentasche ein Handy hervor. Nachdem er die Nummer gewählt hatte, nahm ein Mann ab und sagte: ,,Ja?“ ,,Ich bin’s Mahet.“ ,,Ach du bist es. Und? Wie kommst du mit deinen Recherchen voran?“ ,,Ich brauche deine Hilfe. Ich schein da in irgendwas reingeraten zu sein.“ ,,Null Problemo. Der Informant steht dir zur Verfügung.“ ,,Du sollst für mich mehr über den Messias Azrael herausfinden und wenn möglich auch über einen Engel namens Lucia. Ich will außerdem wissen was die Beiden miteinander zu tun haben.“ Der Informant schwieg zuerst. Er schien sich etwas zu notieren, bevor er sagte: ,,Ist gebongt.“ Dann legte er auf. Mark drehte sich zur Tür um an der Lucy sich lehnte. Mark hatte sie nicht mal kommen hören. ,,Wer war das?“ fragte sie. ,,Niemand von Bedeutung.“ Sagte er Kurz. Er wollte sie nicht einweihen. Er kannte diese Frau ja gar nicht. Außerdem hatte er gewisse Angst vor ihr, denn er Erinnerte sich nur zu gut daran was mit den Ordensbrüdern passiert ist, die ihr in die Quere gekommen sind. Sie schien sich mit der Antwort zufrieden zu geben, denn sie wechselte das Thema ,,Kann ich deine Dusche benutzen?“ ,,Erst wenn Sie mir ein paar Fragen beantwortet haben.“ Lucy war noch zu erschöpft um sich zu streiten. Sie ließ sich mit einen ,,Okay.“ Auf der Küchenstühle sacken. Mark drückte in einer versteckten Bewegung auf den Knopf seines Aufnahmegerätes, dass er immer bei sich trug, bevor er seine erste Frage stellte ,,Wieso sind Sie umgekippt?“ ,,Die Kugeln dieses Bastard waren geweiht, zum Glück konnte der Trottel nicht Zielen, sonst wäre ich jetzt tot und wie man sieht ist die Wunde bereits verheilt.“ ,,Geweihte Kugeln?“ fragte Mark verwirrt ,,Ich dachte, so was würde bloß bei Vampiren und Dämonen wirken.“ ,,Nicht wenn die Kugeln der Hölle geweiht sind, Herr Klugscheißer.“ Mark schien bei ihr einen empfindlichen Nerv getroffen zu haben, also gab er sich mit der Antwort zufrieden. Jetzt fiel ihn ein, dass er mit einen Engel sprach und diese Chance musste man Nutzen ,,Gibt es eigentlich einen Gott? Und wie sieht der Himmel, also das Paradies, aus?“ Er schien schon wieder einen empfindlichen Nerv getroffen zu haben, denn sie sagte verärgert ,,Darf ich nicht sagen.“ Mark war kurz davor, das Gespräch zu beenden, denn er war müde und erschöpft. Egal was er sagte, er schien Lucy immer mehr in Rage zu bringen. Ihn fiel eine Frage ein die Lucy vielleicht gerne beantworten würde, vorausgesetzt ihre Denkweise war dem eines Menschen ein wenig ähnlich. ,,Was für eine Aufgabe haben Sie?“ Ihre Laune schien sich ein wenig gebessert zu haben, aber nur ein klein wenig ,,Ich bin Monsterjäger. Sieht man doch.“ ,,Und woran, wenn man fragen darf?“ Mit einen Stöhnen antwortete der Engel ,,Jeder Monsterjäger trägt einen Mantel, dass weiß doch jedes Kind. Bist du vom Mond oder so was? Kann ich jetzt unter die Dusche?“ ,,Ja“, sagte Mark resigniert ,,gehen Sie.“ Sagte Mark erschöpft. Wie lange soll diese Nacht noch dauern, dachte er. Jedenfalls hatte er ein paar Antworten. Aber das Schicksal gönnte ihn keine Ruhe. Es klopfte an der Tür. Mark ging hin und öffnete sie. Im Eingang standen ein weißer und ein schwarzer Mann. Beide trugen, obwohl es Nacht war, verdunkelte Sonnenbrillen und schwarze Anzüge. ,,Markus Hetzie?“ ,,Ja.“ Antwortete Mark, da er erschöpft war, konnte er sich seine Sprüche nicht verkneifen ,,Lassen sie mich raten. MIB?“ Die Männer verzogen keine Miene, bei der Bemerkung. ,,Haben Sie eine weißgekleidete Frau im Haus?“ ,,Nein.“ Log Mark. Mit einer schnellen Bewegung packte der Weiße Mark an der Kehle und schob in die Wohnung. Der Schwarze schloss hinter sich die Tür und fing an jeden Raum zu durchsuchen. ,,Sie haben uns angelogen.“ Antwortete der Weiße Kalt. Mark wehrte sich so gut er konnte, aber der Griff war zu eisern. ,,Wir sind ihnen gefolgt. Außerdem haben Sie keine Chance zu entkommen. Also reden Sie.“ Er lockerte seinen Würgegriff gerade so, dass Mark sprechen konnte. ,,Du kannst mich mal, Agent Smith.“ Laute Geräusche drangen aus dem Badezimmer. Der andere Kerl hatte wohl Lucy gefunden. Mark wurde losgelassen. Er hustete und rang nach Atem. Agent Smith verlor keine Zeit, er zerrte Mark ins Badezimmer, um ihn als Schutzschild zu benutzen. Im Badezimmer saß Lucy splitternackt, auf den Schwarzen. Agent Smith zog seine Waffe und richtete sie auf Lucy. ,,Unser Boss, Vladimir, will mit Ihnen reden. Es wäre besser wenn Sie mit uns kommen.“ ,,Na dann sollten wir uns besser auf den Weg machen.“ Antwortete Lucy mit einen wölfischen Grinsen. Eine Limousine stand vor dem Apartmentgebäude. Die Vier stiegen in den Wagen ein. Lucy, die sich wieder angezogen hatte, und Mark stiegen hinten ein. Die beiden Anderen vorne. Auf den Rücksitzt saß eine junge Blondine. Sie hatte ein schwarzes Kleid an, dass ihren perfekten Körper betonte. ,,Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben um mit meinen Vater zu reden, Engel Lucia. Ich habe schon sehr viel von Ihnen gehört.“ Schmeichelte sie. Lucy überhörte die Schmeicheleien, sie verabscheute so was, es war sinnloses Geplapper. Mark konnte seine Frage nicht mehr zurückhalten ,,Wer sind Sie?“ Er glaubte nicht, dass die Frau so stark war, wie die Männer die sie vorgeschickt hatte. ,,Mein Name ist Vanessa und ich gehöre zu den Vampiren.“ Um ihre Worte zu unterstreichen, entblößte sie ihre langen Eckzähne. Mark war nun an einen Punkt, in seinen Leben, angelangt, wo er an alles glaubte. ,,Muss ja etwas ungeheures Wichtiges sein, dass der große Meister Vladimir, Anführer der Vampire, mich herbestellt außerdem würde ich gerne noch duschen, bevor die Welt untergeht. Aber eines muss ihn klar sein ... Wenn es nichts wichtiges ist, dann werde ich ihn einen Daueraufenthalt in der Gruft schenken.“

Sie hielten vor einen nichtssagenden Wolkenkratzer, mitten in der Stadt. Vanessa führte Lucia und Mark in der oberste Etage. Die Bodygarde hielten am Eingang wache. Oben angekommen empfing sie ein glatzköpfiger Mann. Er konnte Mitte 30 sein, doch Mark wusste ja, dass er es mit Vampiren zu tun hatte. ,,Danke, Vanessa. Du kannst jetzt gehen.“ Sagte er sanft. ,,Wie ihr befiehlt, Meister.“ Sagte sie gehorsam. Erst nachdem Vanessa die Tür hinter sich schloss ergriff Vladimir das Wort ,,Schön, dass du kommen konntest, Engel Lucia und wie ich sehe, hast du auch schon einen neuen Freund gefunden.“ ,,Rede nicht um den heißen Brei herum, sondern sag mir was du willst. Ich würde gerne noch duschen bevor die Welt untergeht.“ In Lucys Stimme lag eine Kälte, die man keinen Engel zutrauen würde. ,,Gewiss, gewiss. Ich möchte dich bitten, nein, ich flehe dich an, Azrael uns zu überlassen. Wir tragen schließlich die Schuld an seiner Existenz.“ ,,Moment,“ unterbrach ihn Mark ,,soll das heißen, dass Sie diesen Azrael erschaffen haben.“ ,,Ja.“ Sagte Vladimir beschämt ,,Wir haben ihn erschaffen, um den Krieg gegen unsere Feinde zu gewinnen.“ Mit einer wegwerfenden Handbewegung sagte Lucia ,,Vergiss ´s .Bei dem Kerl musst du noch bei Adam und Eva anfangen.“ ,,Ach so.“ sagte der Vampir ,,Also, wir wurden von den Dämonen erschaffen um ihnen zu dienen. Damals konnten wir noch am Tage wandeln und mussten uns nicht von Blut ernähren. Doch irgendwann, wollten wir nicht mehr an unsere Herren gebunden sein und so begann der Krieg. Während des Krieges entzogen die Dämonen uns einen Großteil unserer Macht. Seit dem verbrennen wir bei Tage und müssen uns schändlicher weise von Blut ernähren. Unser damaliger Anführer, Graf Dracula, versuchte eine neue Generation von Vampiren zu erschaffen, die gegen die Dämonen kämpfen sollte. Ich war damals seine rechte Hand und bekam dadurch sehr viel mit. Graf Dracula schuf mit seinen Blut und dem anderer Rassen, 33 Kämpfer. Heutzutage würde man sagen, dass es Prototypen waren.“ ,,Der 33. Kämpfer war Azrael, hab ich recht?“ Es würde bloß Sinn machen für Azrael hatte diese Zahl anscheinend eine wichtige Bedeutung. ,,Ja.“ Sagte Vladimir. ,,Er ist eine Mischung aus Vampir und Dämon. Ein Engel des Todes halt, und daher auch der Name. Nachdem der Krieg zu Ende war und uns die Dämonen in Ruhe ließen, suchte Azrael nach stärkeren Gegnern. Er fing an seine 32 Brüder und seinen Vater zu töten, doch das reichte ihn immer noch nicht. Sogar die mächtigsten Dämonen fürchteten sich vor Azrael. Die Engel schickten Lucia, die mit anderen Kämpfern, Azrael jagte und Einsperrte. Dort fristete er sein Dasein, bis heute Nacht.“ Lucy ergänzte dazu ,,Noch hat er seine volle Stärke nicht entfaltet. Die Handschellen unterdrücken seine Macht, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis er seine alte Stärke wiedererlangt hat.“ ,,Was? Noch stärker?“ fragte Mark entsetzt, dass Vieh sollte noch die schwächere Version sein. ,,Na klar. Wenn es so einfach wäre ihn zu besiegen, hätten wir ihn schon vor langer Zeit ins Jenseits befördert.“ Der Vampir berichtete weiter ,,Wir haben natürlich das Gefängnis nicht aus den Augen gelassen. Genau so wenig wie den Kult, den Azrael gegründet hat um neue Gegner zu züchten. Vor ein paar Monaten merkten wir eine gewisse Aufruhr innerhalb des Ordens. Deswegen haben wir eine Eliteeinheit hier herfliegen lassen.“ Das Telefon klingelte. Vladimir stellte auf Lautsprecher, weil er vor seinen neuen Verbündeten keine Geheimnisse haben wollte. Er nahm den Hörer ab. ,,Ja?“ ,,Meister“, sagte ein aufgeregter Mann ,,Es geht um die Eliteeinheit.“ ,,Was ist mit ihr?“ fragte Vladimir fordernd. Der Mann nahm, für die Antwort, all seinen Mut zusammen.


Fortsetzung folgt…


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Beschreibung des Autors zu "Engeltod III – Antworten"

Hier Part 3. Und ab morgen ist Dark dabei. Da wird er seinen ersten Auftritt haben.


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