In Ihrem letzten Brief fragten Sie nach dem Ursprung meiner Vorliebe für füllige und dominante Frauenzimmer.
Erlauben Sie mir, Sie in das Jahr zurückzuversetzen, in dem ich als junger Bursche aus den nebelverhangenen Bergen Transsylvaniens in die Kreisstadt kam, um in die städtische Schule einzutreten. Welch ein Kulturschock, welch eine Überraschung! In meinem bescheidenen Heimatdorf hatte ich wirklich keine Ahnung von der modernen Welt. Aber die erstaunlichste Offenbarung, muss ich sagen (und eine sehr erfreuliche), kam in Form des schönen Geschlechts, das mir schon beim Verlassen des Bahnhofs ins Auge fiel. In meinem bescheidenen Dorf liefen Frauen in unförmigen, groben Wollkleidern und klobigen Holzpantinen durch die Gassen. Ganz zu schweigen von der seltsamen Eigenart des Balkans, dass viele Damen ab einem Alter von 30 Jahren einen sogenannten „Damenbart“ entwickelten, der ihre Oberlippen entstellte.
So wirkten die makellos gepflegten und geschminkten Stadtbewohnerinnen auf mich wie ätherische Wesen aus einer fernen Galaxie. Auf den Straßen der Kreisstadt wurde ich zum ersten Mal vom Zauber wohlgeformter, in Nylonstrümpfe gehüllter Beine verzaubert, und, oh Mann, ich verliebte mich hoffnungslos in diesen Charme. In meiner jugendlichen Unbekümmertheit war ich mir der Mittelmäßigkeit der Frauen, denen ich dort begegnete, nicht bewusst. Der Kontrast zu den Schönheiten in meinem malerischen Dorf in der Provinz war einfach zu groß. Das Lächeln dieser feenartigen Kreaturen, so selten es mich schlecht gekleideten Schüler traf und um so begehrenswerter es dadurch für mich war, warf goldenes Licht in meine Seele und weckte in mir Sehnsüchte, von denen ich bis dato nur geträumt hatte.
Aber der wirkliche Schock, im besten Sinne des Wortes, kam in Gestalt der überaus üppigen Pani Boskovicová ( 'Pani", das , wie Sie vielleicht wissen, „Frau“ bedeutet), unserer geschätzten Französischlehrerin, als sie zum ersten Mal die Schwelle unseres Klassenzimmers überschritt. In ihrer eng anliegenden weißen Bluse, dem engen Rock und den hohen Bleistiftabsätzen erschien sie mir (und meinen Mitschülern) wie ein Wesen aus einer anderen Welt. Von diesem Moment an wuchs die Bewunderung für sie in unseren Herzen. Sie strahlte eine unangreifbare Autorität aus, eine Präsenz, die niemand in Frage zu stellen wagte.
Ihre Augen, eingerahmt von einer Brille, die von einem scharfen Intellekt zeugte, konnten die Seele eines ungezogenen Schülers durchdringen. Ein Funkeln in diesen Augen war der Vorbote einer bevorstehenden körperlichen Züchtigung. Doch es war nicht Angst, die unsere Herzen erfüllte, sondern eher ein seltsames Kribbeln. Allein der Gedanke, ihre feste Hand oder ihre unerbittlichen Schläge mit dem Stock auf unserem zitternden Fleisch zu spüren, war eine seltsame Mischung aus Schrecken und Hochgefühl. Jeder Schlag, der mit unnachgiebiger Präzision ausgeführt wurde, erinnerte uns an unseren Platz im großen Wandteppich des Lebens.
Die Art, in der sie die Macht in der Hand hielt, so fest und bestimmt, und die Weise, in der sie uns, die unruhigen Jungen, in die Schranken wies, war von solcher Anziehungskraft, dass unsere Herzen nur so schmolzen. Sie war streng, ja, und sie vertrug keinen Unfug. Doch die Strafe, die sie austeilte, war von solch erotischer Ladung, von so süßem Schmerz, der unsere jungen Seelen entflammte, sodass jeder von uns heimlich nach der nächsten Gelegenheit strebte, um in die Arme der Gerechtigkeit zu fallen.
Wir nahmen die Züchtigungen, die sie uns großzügig und häufig auferlegte, freudig an, denn von ihr gestraft zu werden, bedeutete, anerkannt zu werden, und das allein war schon eine reiche Belohnung. Auch wenn es ein wenig schmerzhaft sein konnte, denn ihre Schläge waren hart und unerbittlich, und sie hatte eine seltsame Neigung, sich bei der Anzahl der zu verabreichende Schläge zu verrechnen, sehr zum Nachteil des unglücklichen Delinquenten.
Ach, mein lieber Freund, das waren die Erlebnisse meiner Jugend, die sich für immer in mein Gedächtnis eingebrannt haben. Der Kontrast zwischen meiner Erziehung auf dem Lande und der schillernden Welt der Kreisstadt hinterließ einen unauslöschlichen Eindruck in meinem leicht zu beeindruckenden Geist. Ein magischer Moment bleibt die Begegnung mit Pani Boskovicová, einer Lehrerin, deren Erscheinung und unerschütterliche Strenge uns alle in ihren Bann zog und fesselte.
Verstehen Sie mich recht: Es war weniger der körperliche Aspekt ihrer Bestrafungen als vielmehr die absolute Autorität und Präsenz dieser beeindruckenden Dame, die uns alle in ihren Bann zog. Sie verkörperte eine neue Welt der Kultur und Erziehung, weit entfernt von unseren bäuerlichen Wurzeln.
Ich hoffe, dass diese Zeilen ein wenig Licht auf die Ursprünge meiner besonderen Vorlieben werfen. Wie Sie sehen, prägen uns die Erfahrungen unserer Jugend auf manchmal sehr eigenwillige Weise.
Ich sehe das Leben als Geheimnis.
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