Zwei Wochen ohne Beobachtung. Mein Vater, der sonst immer sehr genau aufpasst, was ich mache, ist ganze zwei Wochen unterwegs.
„Dass du mir ja vorsichtig bist. Ich möchte dich nicht im Krankenhaus besuchen müssen, wenn ich zurückkomme.“
„Ja, Paps, ich bin doch schon so lange mit in der Werkstatt. Vertrau mir doch einfach mal.“
Manchmal weiß ich nicht, ob er sich nicht mehr Sorgen um sein Werkzeug und seine Maschinen macht. Aber diesmal geht es ihm wirklich um mich. Ich nehme ihn zum Abschied noch einmal in den Arm. Ma kommt auch noch einmal. Ihr ist es gar nicht recht, dass Pa wegfährt und ich den Schlüssel zur Werkstatt habe. Ich spüre ihren inneren Zwiespalt. Er steht ihr ins Gesicht geschrieben, doch sie sagt nichts.
Aber irgendwann werden Kinder groß. Es ist schwer für sie, es zu akzeptieren. Für Ma bin ich immer noch das kleine Kind. – Nur stecke ich jetzt anscheinend in einer größeren Hülle.
Bald werde ich meine Tischlerlehre beginnen und dann ist niemand da, der ständig hinter mir steht und aufpasst.
Meiner Mutter wäre es lieber gewesen, wenn ich irgendetwas mit Büro gemacht hätte und nicht so etwas, wo man mit so gefährlichen Maschinen umgeht. Ich glaube, sie wird sich nie so recht dran gewöhnen können, aber mein Traum ist es, Kunsttischlerin zu werden. Wenn ich mir alte Möbel ansehe, mit wie viel Liebe sie noch hergestellt wurden, diese filigranen Arbeiten, dann wird mir warm ums Herz. Vor allem, wenn ich die heutigen Möbel ansehe, eckig, zusammengesetzt aus Spanplatten, mit Kunststofffolie bezogen. Mir schaudert’s bei dem Gedanken. Und dann träume ich davon, Mobiliar für blinde Menschen zu entwerfen. Möbel, die man nicht sehen muss, sondern die für Menschen gemacht sind, die ihre Welt mit den Händen wahrnehmen.
Pa sagt immer: „Ach Kind, damit verdienst du später doch nichts. Das ist doch nur eine Randerscheinung. Wenn du Tischler werden willst, dann mach etwas Solides.“
Ich diskutiere das nicht. Meine Welt war schon immer berührbar. Ich habe die Welt schon als Kind mit den Händen gesehen. Dass ich damit auch blinden Menschen helfen könnte, das ging mir erst später auf. Manchmal schließe ich die Augen und betrachte Dinge mit den Händen. Mein Bruder, der noch klein ist und das Nesthäkchen der Familie, ruft dann immer: „Mama, sie macht schon wieder so komisch …“
Er versteht es nicht und will es auch gar nicht versuchen.
Manchmal gehe ich in den Wald, ganz allein, und sehe Bäume mit meinen Händen. Ich berühre ihre Haut. Manchmal meine ich zu spüren, wie das Leben darunter fließt.
Und wenn ich ein Stück Holz in Pa’s Werkstatt bearbeite, möchte ich ihm Leben zurückgeben. Bevor ich es bearbeite, schaue ich es mir genau an. Dann schließe ich die Augen und fühle in das Holz hinein. Ich möchte wissen, was es sein möchte, und das möchte ich sichtbar machen. Ich möchte es langsam herausholen. Manchmal mache ich kleine Formen, die in eine Hand passen, unregelmäßig und doch immer passend. Sie fühlen sich weich an, obwohl sie unnachgiebig sind. Sie haben mal eine glatte und mal eine samtige Oberfläche, und wenn ich sie auf dem Markt verkaufe, dauert es nicht lange und ich habe mir ein gutes Taschengeld verdient.
Ich sehe Pa’s Wagen hinterher. Der Werkstattschlüsselbund drückt in der Hosentasche, als wolle er mir sagen, dass ich nicht warten soll.
„Liebes, ich bin in der Küche, wenn du mich brauchst“, höre ich meine Mutter und dann bin ich allein. Ich atme tief durch. Die neue Situation ist noch so ungewohnt.
Es zieht mich in die Werkstatt. Ich möchte einfach in diesen Geruch nach Holz eintauchen, ein wenig in Pa’s Holzresten stöbern, ob ich etwas finde, das ich bearbeiten kann. Aber eigentlich finde ich immer etwas, das ist nicht die Frage, sondern was ich in den Fundstücken finden werde.
Oft ist es überraschend und ich weiß gerade nicht, ob es nur meine Vorstellung ist, oder ob ich wirklich fühlen kann, was in dem Holz verborgen ist.
Aber was für eine Frage?
Ich bin mir doch sonst auch so sicher.
Der Schlüsselbund wiegt schwer in meiner Hand.
Die Tür führt zu einem verborgenen, einem geheimnisumwobenen Ort.
Das erste Mal entdecke ich die Spinnweben an den staubigen Scheiben der Werkstatttür.
Ein längst vergessener Zugang in eine Welt voller Magie.
Mein Herz puckert. Ich spüre es im Hals. Langsam drehe ich den Schlüssel.
Und dann öffne ich die Tür. Der Geruch nach frischem Holz, nach Harz und Maschinenöl, nach Sommerhitze, die draußen vor den gelblich, staubigen Fenstern steht, aber auch langsam diesen Raum ausfüllt, die mich sofort umhüllt wie ein feines, dichtes Tuch, das sich ganz an mich schmiegt.
Einen Augenblick verschlägt es mir den Atem, doch dann genieße ich es, wie mich der warme Holzgeruch umfängt.
Ich träume durch die staubigen Fenster. Draußen kreischt mein kleiner Bruder vor Freude, Wasser platscht, kein Appell an mein Verantwortungsgefühl und draußen entschwindet immer mehr. Meine Hände fahren langsam, tastend, unbestimmt suchend durch das Sägemehl, meine Gedanken treiben dahin, mein Blick schweift durch die Hitze und bleibt an Pa’s Rümpelkiste, wie er sie liebevoll nennt, hängen. Während mein Blick schon von weitem die Reste durchsucht, ob da vielleicht ein gutes Stück zu finden wäre, nähere ich mich mit wiegenden Schritten.
Allein in der Werkstatt, ohne Aufsicht, das macht mich irgendwie kribbelig. Eine Aufgeregtheit, als würde sich etwas Luft machen wollen.
Ich durchsuche die Kiste, nehme verschiedene Hölzer in die Hand, horche in mich hinein, ob ich da etwas finden kann, ob ich in einem Stück etwas spüre, das von mir aus dem Holz befreit werden möchte. Doch ich finde nichts. Enttäuscht wende ich mich ab, lasse mich noch ein wenig ziellos durch die Werkstatt treiben. Lasse mich in den Duft von frischem, harzigem Holz fallen und streiche mit den Händen über die Arbeitstische und Maschinen. Das Gefühl, die Zeit irgendwie nutzen zu müssen, drängt sich auf. Ich verscheuche es. So etwas ist gegen meine Natur und hat noch nie zu etwas Gutem geführt.
Da stößt mein Fuß gegen etwas und mit einem schönen Klang rutscht es über den Betonboden, ist plötzlich still. Ich halte inne und lausche nach einem Nachklang, nach einem Echo.
Nichts. Die Hitze nimmt jedes Geräusch mit sich.
Ich kann es nirgendwo sehen, aber der Klang, der noch in mir ist, weckt meine Neugier. Ich möchte dieses Stück finden. Sein Klang hat mir verraten, dass es etwas Besonderes ist, ein Stück mit einer besonderen Spannung, ein Klangholz und wer weiß was noch.
Da entdecke ich unter dem Werktisch einen Haufen zusammengefegte Späne, kleine und große Holzstücke, doch welches ist dasjenige, welches ich gehört habe? Vorn dieses rötliche Dreieck?
Mit dem Fuß angle ich danach und ziehe es vor. Dann gebe ich ihm noch einen kleinen Schubs, dass es über den harten Boden rutschen soll und ja, da ist er wieder, dieser Klang. Mein Holz.
Hab’ ich dich wieder …
Ich hebe es auf, halte es in der Hand und schließe die Augen.
„Was möchtest du sein?“, frage ich ganz leise und spüre in das Holz hinein.
Leises, verspieltes Kichern, doch es verrät mir nichts Genaues. Nur Andeutungen, die mich erröten lassen.
Ich drehe und wende es, betaste es. Was wird es mir verraten?
Da ist nur diese leise, verspielte Andeutung.
Sein Geheimnis werde ich nur ergründen können, wenn ich es bearbeite.
Die Kanten sind aufgesplittert, rau und fühlen sich widerspenstig an, doch dieses leise Flüstern, diese Andeutungen, die nicht konkret werden, lassen mich daran denken, dass etwas ganz anderes in diesem Holz steckt, das einfach unbeachtet auf dem Boden lag.
Ich nehme mir einen Schleifschwamm und beginne, die Kanten zu glätten.
Es ist, als würde ich es kitzeln, doch als die Kanten glatter und leicht abgerundet werden, ohne noch überhaupt an eine Form zu denken, ist da ein behagliches Schnurren. Eine Katze?
Nein. Die Form passt nicht. Ich müsste zu viel wegschneiden. Vielleicht versteckt sich doch genau das darin.
Aber ich weiß es noch nicht, und so lasse ich den Gedanken, etwas wegzuschneiden, gleich wieder fallen.
Die biegsame Welle mit den Kugelfräsköpfen steht hinten in der Werkstatt. Pa benutzt sie selten und hat sie extra für mich angeschafft.
Es ist mein Lieblingswerkzeug, mit dem ich mich behutsam an das Wesen meiner Hölzer annähern kann.
Ich nehme das Stück mit in den hinteren Teil der Werkstatt. Es ist angenehm hier. Keine direkte Sonne. Ich öffne die hintere Tür zum Garten, der noch im Schatten liegt. Kühle zieht herein und die warme, staubig trockene Luft zieht über mich hinweg in den Garten, wo sie sich schnell auflöst.
Als Erstes spüre ich die Kühle an den Füßen, mit denen ich das Pedal für die Drehgeschwindigkeit bediene. Und auch wenn mir mein Paps immer sagt, ich solle in der Werkstatt Schuhe tragen, ziehe ich sie jetzt aus. Dieser kleine Ungehorsam lässt mich schmunzeln und ein seltsames Gefühl nimmt heimlich immer mehr Raum ein. Es fühlt sich an wie ein Verliebtsein, wie Schmetterlinge im Bauch, kribbelig wie ein Sprudelwasser. So etwas habe ich hier noch nie gehabt.
Ich setze mich auf den Hocker mit der Sitzplatte, die auf einer großen gusseisernen Schraube sitzt. Ein wenig schraube ich den Sitz noch höher, dass meine Hände sicher auf der Arbeitsplatte sind.
In der einen Hand halte ich mein Holzstück, in der anderen den Griff mit dem Kugelfräskopf.
Ich taste mit dem Fuß. Das Pedal ist immer noch gut erreichbar. Ein leichter Druck mit dem Fuß, und die Welle vibriert leicht in meiner Hand. Der Kugelkopf sirrt und ich führe ihn langsam an das Holz.
Ich denke, dass ich es vielleicht kitzle, wenn ich so vorsichtig beginne. Aber ich werde langsam arbeiten, mich behutsam an das annähern, was das Holz sein möchte.
Es ist immer so. Erst wenn ich wirklich beginne, ein Holz zu bearbeiten, spüre ich, was es werden möchte. Alles davor ist Spekulation. Die Welle vibriert, der Kopf senkt sich ins Holz, Staub wird von der kühlen Luft in die Werkstatt getragen und ich halte inne. Noch einmal lege ich alles beiseite, schalte die Abluftanlage ein, die den Staub absaugen und noch mehr frische Luft in die Werkstatt ziehen wird.
Dann lasse ich mich endlich gänzlich auf dieses Zwiegespräch zwischen dem Holz und mir ein.
Ich spüre, dass es etwas Besonderes sein wird. Und da ist eine Schüchternheit, die ich so noch nie hatte. Es möchte etwas Bestimmtes, lässt mich aber im Unklaren darüber. Also nähere ich mich ganz vorsichtig an, bemüht, nicht zu viel und auch nicht an einer falschen Stelle wegzunehmen.
Und immer wieder dazwischen dieses leise Kichern, das jetzt nicht mehr klingt, als würde ich es kitzeln, eher so, als würde ich ein Geheimnis freilegen und es freute sich über meinen überraschten Ausruf, wenn ich es entdecke.
Der Fräskopf sirrt, pfeift, schrillt, singt, wenn ich über das Holz fahre, und es kommt eine Form zum Vorschein, die mir zunächst nichts sagt. Aber ich lasse mich gern überraschen.
Und irgendwann scheint die grobe Form fertig zu sein. Ich fahre mit der Hand darüber, und noch ist sie rau. Und dennoch kann ich erahnen, dass sie schön anzufassen ist.
Ich selbst habe mir noch nie einen Handschmeichler gemacht. Und dieses hier wäre auch ein ganzes Stück zu groß. Und immer noch weiß ich nicht, wohin die Reise geht, obwohl die Kontur schon sehr festgelegt ist.
Die Fräse steht still und ich wechsle den Fräskopf. Jetzt beginne ich mit den Feinheiten. Der Kopf ist kleiner und auch feiner. Wieder spüre ich die Vibration in der Hand. Das Sirren der Fräse ist nicht laut und dann streiche ich mit dem Köpfchen über mein Werkstück. Muster entstehen, flache und tiefere Riefen, Aushöhlungen, nicht zu klein. Nirgendwo eine Stelle, die sich nicht berühren ließe. Eine wundersame Landschaft, die sich zwischen drei Punkten ausbreitet wie ein Tuch, und ich horche, ob es das ist, wo die Reise hinführen soll. Sanfte Hügel, kleine Täler, in denen Finger versinken, festhalten und dann wieder flache Hügel, die warm und weich in der Hand liegen. Ein seltsames Objekt, wie ich es noch nie hatte. Offenbar scheint sein einziger Sinn darin zu liegen, angenehm zu fassen zu sein. Die Fräse ist fein und schleift sich ornamental in die äußeren Bereiche des Holzes, die sich spannen wie die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger. Und ja, die Enden des Dreiecks erinnern mich entfernt an Finger, die etwas greifen wollten, aber in ihrer Bewegung innehalten.
Irgendwann ist auch diese Arbeit, in die ich mich gänzlich habe fallen lassen, beendet. Ganz plötzlich, wie ein Erwachen, bemerke ich, dass ich nichts mehr verändern soll. Ich habe einen ganz feinen, weichen Schleifkopf, mit dem ich alle Rauheit glätten kann. Feiner Staub wird von der noch immer kühlen Gartenluft fortgeweht und mein Holz bekommt eine samtige Oberfläche, die es ganz weich erscheinen lässt, obwohl es doch ein Holz ist. Solche Objekte sind mir die liebsten, und schon jetzt weiß ich, dass es meins ist. Ich werde es diesmal nicht verkaufen, wie die anderen. Dieses hier ist ein ganz besonderes. Ich spüre es immer deutlicher. Die Oberfläche wird immer feiner, samtiger, und je näher ich dem Moment komme, dass ich es leicht ölen werde, desto freudiger wird das Kribbeln in mir. Dieser Moment, in dem seine rotbraune Farbe sichtbar wird, die feine Maserung, wo es seine ganze Schönheit zeigt, ist vielleicht auch der, wo es sein Geheimnis preisgeben wird.
Der letzte Schleifstaub zieht durch die Werkstatt zur Abluftanlage. Ich schalte die Fräse aus.
Die Stille, die mich umgibt, ist voller Neugier, voller unbekannter Bedeutung, doch ich bemühe mich, ganz ruhig zu bleiben.
Dieses Holz ist ein ganz besonderes und ich werde es nicht mit normalem Holzöl behandeln. Nein, ich habe etwas Besseres für mein Holz. Ein feines Avocadoöl scheint mir gerade gut genug für meine kleine Prinzessin zu sein.
Ich nehme sie in die Hand, ganz behutsam, ein zartes Wesen, das ich nicht verletzen will. Ich wische noch einmal den Staub ab, halte es vor meinen Bauch, als müsse ich es vor etwas schützen, und verlasse die Werkstatt, nachdem ich alle Türen verschlossen habe, damit mein Brüderchen nicht in den Werkraum spaziert.
Ma ruft aus der Küche: „Liebes, du warst lange weg … möchtest du etwas essen?“
„Ach nein, es ist noch viel zu warm. Später vielleicht …“
Dann husche ich schnell in mein Zimmer, schließe die Tür hinter mir.
In meinem Kosmetikschränkchen ist noch ein halbes Fläschchen Avocadoöl. So viel werde ich nicht brauchen, auch wenn mein Schmeichler bald so groß wie eine Hand ist oder noch ein wenig darüber hinaus.
Ich gebe ein wenig Öl auf meine Hand und beginne meinen Schmeichler einzuölen, schaue zu, wie er von einem blassen rötlichen Grau zu einem samtigen Rotbraun wechselt. Meine Finger streichen über die sanften Wölbungen und gleiten in die heimlichen Vertiefungen. Ich massiere die Finger, in die mein Schmeichler ausläuft und schaue, wie sich überall dieses warme, samtig rötliche Braun ausbreitet. Dieses Holz ist eine versteckte Prinzessin. Sie ist wunderbar, und auch wenn das Öl verteilt ist, keine Stelle unbenetzt geblieben ist, kann ich nicht aufhören, sie zu berühren, sie zu liebkosen. In mir breitet sich eine seltsame Wärme aus und sie möchte nun auch mich berühren. Zögerlich öffne ich ein wenig meine Bluse und lege sie auf meinen Bauch. Augenblicklich spüre ich ein Kribbeln in mir, Sprudelwasser, heißes Quellwasser, das durch meinen Bauch fließt. Es breitet sich nach allen Richtungen aus, und ich gebe meiner Prinzessin nach, lasse sie auf Erkundungsreise gehen. Ich lasse sie hinauf wandern, beinahe so, als würde sie selbst ihren Weg finden, hinauf zu meiner Brust, die sie sanft berührt, kurz zurückschreckt aber mit dem nächsten Versuch mutiger schon sich annähert, meine Brust umfasst und meine Brustwarze in dieser kleinen Vertiefung ihrer Landschaft verschwinden lässt. Ein nie gekanntes Feuer breitet sich in mir aus, eine Hitze, die noch heißer ist als der Sommer draußen, und ich überlasse mich ganz meiner Prinzessin, die mich neugierig erkundet, bis ich das Gefühl habe, dass mir die Sinne schwinden.


© Gunnar Buchheister


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Kommentare zu "Holz"

Re: Holz

Autor: Uschi Rischanek   Datum: 29.06.2026 15:07 Uhr

Kommentar: Lieber Gunnar,

ich habe diesen Text gelesen - ohne jedoch zuvor die gewählte Rubrik dabei zu beachten!!!

Meine Empfindungen dabei waren dahingehend, als sie in die Werkstatt ging um mit diesem besonderen Holz und der Bearbeitung zu beginnen - du erwähntest den Lärm der Maschinen, die offene Tür von der Werkstatt in den Garten wo zuvor der kleine Bruder war.

So war in mir das Gefühl aufgekommen, durch die Leidenschaft der Holzbearbeitung, dem Befassen mit diesem ganz besonderen Stück Holz - würde möglicherweise ein Unglück geschehen können mit dem kleinen Bruder, der womöglich unbeaufsichtigt beim Wasser spielte...

Erst gegen Ende entwickelte sich eine andere Richtung und ich scrollte nach oben um nach der Rubrik zu sehen ;-))

Ein fein ziselierter Text, wie eben auch das schöne Holz, das hingebungsvoll bearbeitet wurde.

Eine angenehme Art und Weise wo das Kopfkino bedenkenlos eingeschaltet werden kann. Chapeau!

Leider kommen gerade was diese Rubrik betrifft auch recht negative Dinge gepostet über die man schnell einfach hinweggehen muss um nicht unnötig an Zeit zu vergeuden!

Liebe Grüße und schönen Wochenstart, gerade eben braut sich hier ein mächtiges Gewitter zusammen, hoffentlich ohne Hagel!

Uschi

Re: Holz

Autor: Michael Dierl   Datum: 29.06.2026 20:12 Uhr

Kommentar: Hi, mir erging es genauso wie Angelika, Rubrik nicht gelesen und war dann überrascht ABER, sowas hab ich mal im TV gesehen vor keine Ahnung - ist lange her. Ist nicht mal so abwegig als Plastikspielzeug, weil gewisse Bäume auch auf natürlicher Weise wenn man sie unbehandelt lässt Bakterien gar nicht entstehen lassen. Das weiß man auch deswegen findet man oft in Krankenhäuser Schränke mit Türen aus unbehandeltem Holz als Bakterienkiller sozusagen. Über Bambus habe ich mal ein Referat geschrieben. Das ist zwar kein Holz, sondern ein Gras aber das hat die Eigenschaften Keime, Bakterien zu killen. In Japan werden darin sogar Cremes und Lebensmittel aufbewahrt und dient wohl auch zu solchen Ideen. Nette Geschichte mit einer Überraschung wenn man die Rubrik nicht kennt. :-)

lg Michael

Re: Holz

Autor: Gunnar Buchheister   Datum: 29.06.2026 21:52 Uhr

Kommentar: Ich finde es wirklich amüsant, jetzt zwei Kommentare zu bekommen, von Leuten, die die Rubrik nicht gesehen haben. Und der Titel setzt einen ja auch ganz bewusst nicht auf diese Spur. Und die Kommentare so unterschiedlich ...
Für mich war es ein Fest der Sinne. Zuvor hatte ich einen Filmtrailer von einem Film über Pantomime gesehen. Ich war total fasziniert und begeistert. Ich dachte, ich will schreiben, wie ein Mime. Das klingt vielleicht erst einmal verrückt, aber meine Intention dabei war einfach, ich möchte den Leser erleben lassen und nicht mit einer Gebrauchsanweisung hinter dem Leser herlaufen oder ständig alles erklären. Ich möchte den Leser einfach in eine Welt des Berührens, der Gerüche, des Lichts und der Geräusche, ja überhaupt aller Sinne mitnehmen und diese Welt in aller Konsequenz beschreiben.

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