Es war 11 Uhr vormittags und das Thermometer kletterte schon wieder über 30 Grad. Seit fast zwei Wochen hatte die Hitzewelle das Land im Schwitzkasten.
Genervt griff er nach der Wasserflasche, nahm einen hastigen Schluck und verließ den klimatisierten Kombi in Richtung Keller.
Für alltägliche Dinge wie Rasenmähen, Schneeräumung oder Müllentleerung hatten sie einen Hausmeister. Doch wenn größere Schäden an einer der Immobilien auftauchen oder Investitionen zu tätigen waren, war er es, der sich ein Bild davon machen und als Immobilienverwalter der Geschäftsführung Bericht erstatten musste. Ausgerechnet heute war es mal wieder soweit.
Schon als er die ausziehbare Aluleiter vom Keller in den kleinen Garten der Erdgeschoß-Wohnung schleppte, war sein Hemd durchgeschwitzt. Er spürte seinen Schweiß in den Nacken rinnen. Warum hatte er nicht an ein Ersatz-T-Shirt gedacht?
Die Gärten, Terrassen und Balkone waren wie leergefegt. Kein Wunder: In letzter Zeit gab es im 49er Haus einige Mieterwechsel, zwei Wohnungen standen leer und an einem gewöhnlichen Arbeitstag waren die restlichen Bewohner wohl um diese Uhrzeit bei der Arbeit.
Er blickte sich noch einmal um, knöpfte sein Hemd auf und hängte es über den drahtigen Gartenzaun. Weit und breit war niemand zu sehen, der sich an seinem nackten Oberkörper hätte stören können.
Er klemmte die Leiter unter den Arm und steckte sein Handy tiefer in die Gesäßtasche. Kurz jagte ihm das noch kalte Metall einen Schauer über den Rücken – eine willkommene Abkühlung in der Mittagssonne. Dann erklomm er die beängstigend hohe Leiter und begutachtete die besagten Risse an der Fassade zwischen dem ersten Stock und dem darüberliegenden Balkon so gut er konnte.
Er machte einige Fotos von den Rissen, versuchte, nicht in die Tiefe zu blicken und stellte fest, dass er für die handwerklichen Aspekte seines Jobs wirklich nicht geschaffen war. Selbst seine Kollegin, die ihn zuletzt während seines Urlaubs vertreten hatte, fand mehr Gefallen an diesen waghalsigen Außeneinsätzen als er.
Vorsichtig tastend machte er sich Sprosse um Sprosse zurück auf den Weg nach unten. Er konnte es nicht erwarten, wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren. Sein Blick nach der nächsten Sprosse blieb an dem satten Grünzeug auf der Terrasse im Erdgeschoss hängen. War also doch schon jemand da unten in Wohnung Nummer 7 eingezogen?
Langsam – peinlich langsam – stieg er von oben herab. Er fragte sich, ob es Schnittlauch oder Basilikum war und warum er diese Küchenkräuter nie unterscheiden konnte.
Auf Höhe des Fensters erwartete er den Blick in ein kahles, leeres Badezimmer.
Doch zwei grüne Augen starrten ihn an. Er schreckte für einen Moment zurück und versetzte die Leiter in unangenehme Schwingungen.
Nein, die Augen starrten ihn nicht an. Sie erwarteten ihn.
Wie ein Vorhang umspielten brünett gewellte Haare hohe Wangenknochen, bevor sie sich an frechen Brüsten nach allen Richtungen kringelten. Die Haarspitzen mussten die Brustwarzen unweigerlich kitzeln. Sie standen steif nach vorn und reckten sich ihm entgegen.
Ein leichter Schwindel überkam ihn und er klammerte sich fester an die Leitersprossen. Er konnte es wohl kaum auf die Hitze schieben.
Noch immer sah ihm die Fremde direkt in die Augen. Er spürte, wie sich in seiner Hose etwas regte, als sie einen Schritt zur Seite trat und die gläserne Duschtüre hinter sich zuzog.
Er hätte jetzt weiter absteigen müssen, sich beschämt entschuldigen. Sie hätte nach einem Handtuch greifen und ihn zum Teufel jagen müssen. Doch nichts davon geschah.
Ihr Blick suchte rasch den Duschkopf und war sofort wieder ihrem Besucher am Fenster zugewandt. Im schimmernden Grün ihrer Augen konnte vieles liegen: Stolz, Lust, das Wissen darum, wie sehr sie ihn gerade erregte. Vermutlich alles zusammen.
Sie drehte das Wasser auf und führte den Strahl langsam von den Zehen beginnend ihr Bein hoch. An der Leiste hielt sie einen kurzen Moment inne und suchte in seinem glühenden Blick durchs Fenster die Gewissheit, dass er ihrer Bewegung folgte. Wie könnte er den Blick davon abwenden!
Sie ließ den Wasserstrahl weiter über ihren Bauchnabel wandern, zwischen ihren erregten Brüsten hindurch und steckte den Duschkopf endlich in die dafür vorgesehene Halterung. Erst jetzt trat sie selbst unter den Wasserschwall. Sofort schmiegten sich ihre vor Nässe dunkel gefärbten Locken glatt und nass an ihren Hals, legten sich über ihr Schlüsselbein und verdeckten beinahe ihre Brüste, die jedoch ihre erregten Brustwarzen noch immer verrieten.
Ihre betörenden Kurven verloren sich unter dem wolkigen Schaum aus Shampoo, den sie an allen Stellen verteilte. Selbst durch die voller Wassertropfen benetzte Duschwand konnte er erkennen, wie sie ihren Hals entlang streifte und in sanften Kreisen die Rundung ihrer Brust nachzeichnete. Ihre Hände glitten tiefer hinab, strichen den Bauch entlang, zwischen ihre Beine und noch einmal warf sie einen Blick zum Fenster, um sich ihres Gastes sicher zu sein.
Er presste sich an die Aluminiumleiter. Mittlerweile hatte das Metall nichts Kühles mehr an sich, sondern schmorte in der Mittagssonne. Sein Mund war trocken, im Gegensatz zu anderen Körperstellen. Die Sonne knallte unbarmherzig auf seinen nackten Oberkörper und mit jeder Minute wurde es an der Hausfassade noch heißer. Er hätte hier verschwinden sollen. Doch zwischen seinen Beinen pochte es. Er widerstand dem Impuls, sich in den Schritt zu fassen. Einerseits, weil er befürchtete, von der Leiter zu fallen. Andererseits, weil er nicht ausschließen konnte, dass ihn doch jemand beobachtete, während er hier ins Fenster starrte. Er presste sein pulsierendes Glied gegen die Leitersprossen und hielt sich mit beiden Händen fest. Seine Nippel waren mindestens so steif wie ihre, die sie streichelte und massierte. Sein Brustkorb hob und senkte sich immer deutlicher, während er seinen erregten Atem in die flirrende Hitze stieß. Als sie sich selbst in ihre steifen Brustwarzen zwickte, musste er ein Stöhnen unterdrücken.
Mittlerweile war er völlig sicher, dass sie ihn ausdrücklich zu dieser Vorführung einlud, dessen einziger Gast er war. Sie griff nach dem Duschkopf und wusch sich all den Duschschaum langsam vom Körper. Der Strahl wanderte vom Haar über ihre Schultern, ihre Hüften bis zu ihrem Po. Dann richtete sie den Wasserstrahl direkt auf die Duschscheibe. Erschrocken riss er die Augen auf, bis er erkannte, dass sie ihm nur den Blick frei spülen wollte.
Sie stand fast frontal vor ihm. Nur zwei Glasscheiben trennten sie. Ihre Oberschenkel ließen Sportlichkeit erkennen, bevor sie in ein kleines, dunkles Dreieck mündeten. Sie drehte ein Bein leicht nach außen und zielte mit dem dicken Strahl des Duschkopfs auf das Dreieck. Er bildete sich ein, er könnte sie leise stöhnen hören.
Ihr Becken spielte mit dem Wasserstrahl, suchte seinen Druck. Ihre rhythmischen Bewegungen verrieten ihr Verlangen. Sie presste ihren ganzen Körper an die Rückwand der Dusche und kreiste mit dem Wasserstrahl um ihren Kitzler. Ihr Becken schoss immer wieder nach vorn, sehnte sich nach dem harten Strahl.
Er wollte nichts mehr, als in sie zu stoßen. Er stellte sich vor, wie er sie an die Duschwand presste und sein harter Schwanz das Dreieck suchte. Er wollte ihren Rhythmus übernehmen und ihren Widerstand spüren, wenn er fest und tief in sie drang. Er wollte ihr die nassen Haare von den Brüsten streichen und daran saugen, während ihr hastiger Atem vom lauten Rauschen der Dusche gedämpft wird …Immer schneller klopfte sein Becken gegen ihres, stieß ihr Atem an sein Ohr und ihre Brüste an seinen Oberkörper. Reste des Shampoos ließen ihre nassen Körper fast schmierig aneinander entlang gleiten. Sie sahen sich in die Augen und wussten um den Höhepunkt der Vorstellung. Ihre Körper bäumten sich auf, ihre Becken schlugen aneinander. Sie stöhnte so laut auf, dass auch die Dusche es nicht mehr zu dämpfen vermochte. Für den Bruchteil eines Augenblicks zog er seinen geschwollenen Schwanz noch einmal zurück, bevor er ihn tiefer als je zuvor in sie stieß und sich explosiv entlud …
Kommentar:Uiuiuiui, da hat mich aber auch gerade eine Hitzewelle überrollt. Beinahe wäre ich von der Leiter gefallen. Gerade wusste ich nicht mehr, ob ich noch auf der Leiter stehe oder in einem fremden Badezimmer. ;-)
Schön, dass du wieder da bist und Muße zum Schreiben gefunden hast.
Dieses Spiel, in dem sich das auf der Leiter stehen und die Wunschvorstellung, sich bei ihr unter der Dusche wiederzufinden, wirklich vermischen, das gefällt mir gut. Und du hast es wirklich gut hinbekommen, denn dieser kleine Satz: "Sie sahen sich in die Augen und wussten um den Höhepunkt der Vorstellung", verknüpft und trennt doch gleichzeitig sein auf der Leiter stehen und sein in der Dusche bei ihr zu sein ganz geschickt.
Früher hätte ich vielleicht drüberweg gelesen, aber mittlerweile arbeite ich auch mehr nach und achte auch auf solche "Kleinigkeiten"
Das Kopfkino hatte im Übrigen auch seinen Spaß. ;-)
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