Ich bin so ein Mensch der nicht gut mit Aufgaben kann. Sobald etwas regelmäßig gemacht werden muss, fuckt es mich ab. Ganz besonders wenn es ein “Muss” ist und länger als eine Minute dauert. Katzenklo, alles cool. Wäsche? Fuck ey. Vielleicht liegt es daran, wie ich groß geworden bin. Ich hab so viele DInge nicht machen können, weil ich es wollte, sondern ich musste. Und wenn ich dann etwas nicht getan hab gabs richtig Stress. Viele kennen das sicher. Bei mir hat es nur dazu geführt, dass ich auch im Erwachsenenalter viele Aufgaben habe schleifen lassen, weil sie sich wie Verpflichtungen angefühlt haben und als würde ich es für jemand anderen erledigen. Nicht für mich selbst.
Mittlerweile funktionieren andere Dinge ganz gut. Putzen, Staubsaugen etc. mache ich sogar manchmal ganz gern, weil ich es mag, wenn es wieder richtig sauber ist. Oder ordentlich. Aber es ist noch immer so, dass ich extrem genervt bin, wenn man mich bittet Dinge zu erledigen. Nicht, weil ich der Person nicht auch gern mal einen Gefallen tu oder meinen Verpflichtungen nicht nachkommen möchte. Es löst in mir einfach so ein Unbehagen aus. Es trifft irgendwie einen Triggerpunkt.
Hinzu kommt, dass ich auch noch unglaublich vergesslich bin und dadurch vieles liegen lasse. Unabsichtlich. Dadurch kommt es wegen meinen Aufgaben noch öfter zu Konflikten und ich bin noch genervter von allem.
Es fällt mir ganz schwer selbst Motivation für etwas zu halten. Selbst bei Dingen die ich gerne mache. Weil si3e für mich dann diesen bitteren Beigeschmack bekommen, dass ich sie plötzlich nicht mehr mache, weil ich möchte, sondern weil ich muss. Ich hasse dieses Gefühl. Und es versaut mir so viel, was ich gern tue.
Deswegen mache ich die Dinge auch gern sofort, wenn ich sie von mir aus machen will. Denn je länger ich warte, desto mehr wird es wieder zu einem To-Do.
Ich kann doch nicht die Einzige sein bei der das so ist?
Geboren und Gestorben
Leben und Tod
Wachsen und Schrumpfen
Klein und Groß
Weiss und Schwarz
Dick und Dünn
Schmal und Breit
Hungrig und Satt
Nah und Fern
Innen und [ ... ]
Wann ist es an der Zeit für uns zu gehen,
selbst wenn noch völlig ungewiss wohin.
So wertbefreit manchmal auch jeglich Sinn,
was bringt uns der Versuch es zu verstehen.
Es kam mal vor, da kam mir zu Ohr,
ich solle andere Leben achten,
so wie sie es mit meinem machten.
Doch ich war naiv und dachte nicht daran,
dass andere unterscheiden,
wer dazu gehört und [ ... ]