Ich war nie in Braunschweig. Ich habe mal in Mainz gelebt.
Und lebe jetzt seit 45 Jahren in Berlin. Mainz war eine schoene Stadt.
Berlin hat nur schoene Plaetze. Dein Gedicht erinnert daran
das dieses Land doch noch lebenswerte Plaetze besitzt. Ich wuensche Dir einen
schoenen Nachmittag. MfGKlaus
Kommentar:Hi, in Braunschweig hatten mal Verwandte von uns gewohnt, die sich nach dem Krieg durch Vertreibung dort angesiedelt hatten. Wir, mein Bruder und ich, hatten sie mal besucht. Das war die Tante meiner Mutter, also die Schwester von meiner Oma. Die haben sich total gefreut und wir wurden herzlich empfangen, so als wenn man schon ewig mit denen vertraut wäre. Zuerst war man skeptisch, weil auch niemand wußte, dass wir dort mal vorbeifahren und einen Besuch abstatten. Danach war der Kontakt recht regelmäßig. Was doch ein Besuch so alles auslöst. Diese Leute waren sehr bescheiden. Sie waren gerade bei der Gartenarbeit, als wir sie begrüßten. Nach dem Besuch haben wir uns ein wenig noch die Stadt angeschaut und sind dann weitergefahren Richtung Ostsee. Meine Mutter erzählte mir als wir wieder zu Hause waren, dass man noch fast 2 Std. miteinander telefoniert hat. Das ist das an was mich an Dein Gedicht erinnert. Es waren wohl die 2 herzlichsten Stunden, die wir je erlebt haben. Eingeladen zum Mittagessen und sogar zu Übernachtung, aber wir wollten weiter.
Ein Name fällt ins flimmernde Licht,
getragen von Stimmen, doch kennt man ihn nicht.
Ein Flüstern wird lauter, ein Schatten wird groß,
und plötzlich erscheint etwas völlig [ ... ]
Noch hielt mich nicht der erste äußre Drang,
der mich beständig vorwärts treiben hieß;
im Takt der Pflicht verging mein früher Gang,
dem fremden Maß ich folgte, [ ... ]
Der Treppe fehlt eine Stufe.
Die eine Stufe zum Leben. Die
eine Stufe zur Erkenntnis. Die
eine Stufe zur Kunst. Die eine
Stufe zur Liebe. Morgens
war die Stufe einfach weg.
Und keiner weiss [ ... ]
Wenn Lebenslinien sich kreuzen
Fallen Sterne in einen tiefen süßen Schlaf
Hand in Hand gemeinsam sein, solange beide Herzen brennen
Glück ist nicht planbar
Unglück auch nicht
Das Selbst [ ... ]
Ein Wort – ein Stein, ins Wasser gesetzt,
kaum fällt er, zieht er flüchtige Ringe,
die Zeit verwischt, was er verletzt,
verliert sich leise im Grund der Dinge.