Ein Mensch, der war arg schüchtern,
dessen Dasein unromantisch nüchtern,
beklagte seinen Kummer groß,
weil mit Frauen war nichts los.
Damit nicht bleibt das Unbehagen,
wird er es schon morgen wagen,
sich schnellstens aufzuraffen,
um diesen Zustand abzuschaffen.
So sitzt er da und denkt sich aus,
wo wohl wär’ die beste Chance,
zu begegnen einem Fräulein nett,
das auch anzusehen ist adrett.
Später, es ist längst Mitternacht,
sein Plan zu Ende fast gedacht,
als seine Ruhe stört ein Streit,
die Nachbarin mit ihrem Gatten schreit.
Worauf der Mensch gleich schaltet
und sofort seine Hände faltet,
Oh danke Herr für das Signal,
allein zu leben lohnt sich allemal!
Allein ist das Herz im Lebensgestöber.
Der Wind kennt deinen Namen schon, er flüstert ihn mir leise zu.
Das Herz ist voller alter Narben,
es sehnt sich so sehr
nach einem neuen [ ... ]