Sanft wie Watte legt der Nebel sich aufs Land,
vermengt mit dem Grau meiner schweren Gedanken.
Er nimmt meinem Blick, den Weg aus der Hand,
die klaren Horizonte im Dunst versanken.
Die Lider brennen, die Pupille wird weit,
ringsum nur trübe, erahnende Bilder.
Der Schritt wird langsam, die Bewegung gescheit,
mein Tasten im Weiß wird zaghaft und milder.
Ich halte inne in dem feuchten Raum,
vor mir die Wand aus verschleierter Zeit.
Ein Drehen im Kreis, ein verschwommener Traum,
der Schritt nach vorn, zu einem rückwärts bereit.
Wie flieh’ ich dem Ort, der mir Wege verstellt,
der Sehnsucht nach Farbe verzweifelt zum Trotz?
Das Kleid liegt klamm wie vom Schicksal gewählt,
kein Vor und Zurück — ein verschlossener Klotz.
Bin ich es, der wollte, was mich nun umfängt,
verlassen von meiner sonst treuen Seele?
Ein Abgrund vor mir, der mich niederdrängt,
und nichts, das mir Halt oder Richtung verhehle.
„Dreh deinen Blick“, spricht eine Stimme klar,
ich wende mich suchend und drehe im Kreise.
Doch nichts verändert sich sichtbar und wahr,
kein Wandel im Außen auf dieser Reise.
„Nicht draußen“, spricht sie, „im Innen beginnt
der Weg, den du suchst – durch Licht und Schatten.
Mit Farben, die leuchten, auch wenn es mal spinnt,
mit Düsterem, das wir im Herzen ermatten.“
Ich halte den Atem, das Lid wird leicht,
und Farben erwachen in schwachen Tönen.
Die Wiese wird grün, der Himmel erreicht
sein Blau, Sonnenstrahlen beginnen zu krönen.
Die Blumen duften, die Früchte schwer,
Menschen lachen und weinen daneben.
Sie freuen sich, trauern, doch alles ist mehr —
ist da und ist wahr im pulsierenden Leben.
Mein Blick nun verändert, verweilt im Jetzt,
das Kleid trocknet langsam, die Schwere verfliegt.
Die Augen geöffnet, die Angst abgesetzt,
der Nebel verzogen — ein Weg, der sich fügt.
Kommentar:Hi und guten Morgen,
Du hast Deinen Nebel gut beschrieben. Ich mag ihn nicht, allein schon beim Autofahren war er mir immer schon ein große Last. Aber wenn dann die ersten Sonnenstrahlen ihn durchdringen ist das ein fantastisches Bild, und man freut sich, dass diese Suppe ein Ende hat. Gut geschrieben!
Danke für Deinen Glückwunsch. Ja ist echt stark. Freut mich auch sehr . Ich denke, da ich meine Gedichtsammlung im Schreibernetzwerk auf meinem YouTube Kanal verlinkt habe, kommen viele hier zu meinen Gedichten.
Mein Kanal wurde schon über 12.000 mal aufgerufen - anders kann ich mir dies nicht erklären. Auch verlinke ich meine Gedichte über meine WhatsApp Kontakt wo ich eine regelmäßige Leserschaft habe. Wünsche Dir einen schönen Tag aus dem zugeschneiten Niedersachsen.
Die Kälte lockt den Willen, meine Kindlichkeit zu leben,
wenn der Winter seine Pracht mir vor die warme Haustür legt.
Wie ins Geheim, im Stillen, tanzen Flocken mir entgegen,
dass mein pochend [ ... ]
Warum ist mein Leben so voller
Wahrheit? Ich trinke Morgens
für Stunden Kaffee. Denke an
Märchen, Engel, Wunder und
Paradiese. Und Musik spielt im
Kopf. Und Tänze wecken den Tag.
Und [ ... ]