Blau kam er zur Nacht nach Hause,
blau macht' er am nächsten Tag
Den blauen Brief' gab’s nach ner Sause -
ich krieg den Blues nach so viel Plag
Das blaue Wunder droht uns hier
auf uns'rem blauen Erdplaneten
Macht, Blauäugigkeit und alle Gier -
so sollten wir nicht mehr auftreten
Das Blaue vom Himmel kann mancher erzählen,
kein blasser Schimmer, nur blauer Dunst
Doch blaue Augen könnt' ich erwählen -
der Blaue Reiter war kraftvolle Kunst
Aquamarin ist der Stein des Meeres,
Lapislazuli steht gegen Wahn
Blau sind die Helme des Friedensheeres -
tiefblau blüht oben der Enzian
Das Blaukraut muss ich heute noch schneiden
und Heidelbeer'n nasche ich nebenbei
Die Blue Jeans können uns zeitlos kleiden -
blau uniformiert ist die Polizei
Vergissmeinnicht kann die Liebste verwöhnen,
zur Blauen Blume wollte man geh'n
Blau ist der Himmel in lichten Tönen -
frei ist der Geist in seinen Höh'n
Kommentar:Hi Jürgen, wieder mal ganz toll geschrieben. Im übrigen hatte mal unser Kunstlehrer einmal erzählt dass man ja nicht versuchen sollte diverse Farben in den Mund zu nehmen, d.h. Bundstift z.B. mit den Lippen zu befeuchten, oder noch schlimmer Pinsel zu befeuchten wenn daran noch Farbe ist. Teileweise sind die Farben giftig und für Kinder reicht da schon eine kleine Menge aus um sie krank zu machen. Wie Chromgelb oder Ultramarin oder auch Kupferrot, weitere habe ich leider vergessen aber heute füllt man die Flächen am Rechner aus und ob sich für Kinderfarben was verbesser hat weiß ich nicht. Zu unserer Zeit damals in den frühen 70ern war das aber so.
Kommentar:Hallo Jürgen, nun habe ich einen Ohrwurm vom Blau blau blau...schön, der Farbe oder überhaupt Farben ein Gedicht zu widmen. Sie hat es verdient. War alles nur grau in grau, wäre alles wesentlich langweiliger.
Liebe Grüße aus dem Westen mit leider nicht blauen Himmel
Angelika
Die Luft hängt schwer,
ein dichter Mantel über Raum und Sein,
Lavendel, Patschuli, Bier – ein Duft, der Schichten trägt,
der sich in Körper mischt, in jede Pore [ ... ]
Ich sitze im Bett! Trinke Tee. Und finde
keine Idee. Ich sehe mich im Zimmer
um. Sehe den Tisch. Mit Tabletten und
Kram. Die Thermoskanne. Den Rollstuhl.
Das Sofa. Den Sessel. Die Lampe. [ ... ]
Sie wollte…,
Sie konnte …,
Sie durfte …,
Und sie wollte immer wieder!
Doch sie konnte nicht!
Durfte sie nicht?
Nein, sie konnte nicht!
Wollte sie nicht?
Doch sie [ ... ]
Ja, ich projiziere.
Ich projiziere auf Menschen,
Die so sind,
Wie ich gerne wäre.
Dann denke ich,
Dass ich so sein würde,
Wenn ich Teil ihres Lebens sein könnte.
Aber was würde das [ ... ]