Kommentar:Ja liebe Sonja, da triffst du die Sache auf den Punkt.
Die Geschichte aller Grausamkeiten hat sich seit ihrer Zeit nicht geändert und ihre Nachfolger müssen mit den gleichen Ängsten leben und gehen.
Solche Fotos habe ich auch noch liegen und bin beeindruckt davon. Ob unsere Vorfahren es wohl ahnten, dass ihre Bildnisse von langer Dauer sein werden und...
gar irgendwann von vielen Menschen betrachtet werden könnten, wie hier im
,,Internett" ?
Kommentar:Liebe Sonja,
mir gefällt deine Idee. Ja, ich mag diese alten Fotos. Naja, sie sind auch nicht ewig haltbar; aber auf jeden Fall länger als eine digitale Speicherung.
Liebe Grüße aus der stark bewölkten Mitte
Wolfgang
das was die sogenannten 'Altvorderen' zu leisten imstande waren, da könnte sich mancheiner heutzutage wohl ein Scheibchen abschneiden bei all dem Leid und der Bitterkeit, die sie ertragen mussten.
Für mein Tantchen sind alle diese Dinge mehr als omnipräsent, nun als Jahrgang 1926 mit mit beinahe 99 Jahren auch nicht weiter verwunderlich. Umso trauriger, dass sie die Gegenwart beinahe erschlägt und erdrückt und wenn ich daran denke, dass sie nun nach 85 Jahren wohnen in ihrer Wohnung, doch demnächst in ein Pflegeheim kommen muss wird mir ganz traurig zumute.
Aber so ist der Lauf der Zeit nebst Zeitenlauf und dies wird sich auch nicht mehr ändern denke ich.
Ein nachdenklich machender Text von dir!
Liebe Grüße
Uschi
Kommentar:Hi Sonja, solch alte Bilder habe ich noch haufenweise von meinen Eltern und deren Freude und Verwandte etc. Teilweise noch hinten beschriftet, aber leider fehlt sowas wie ein Stammbaum, dann könnte ich sie besser zuordnen. Ein Teil habe ich entsorgt, weil gar nichts auf der Rückseite drauf stand. Das konnte nur mein Vater, der aber schon tot ist. Selbst meine Mutter hatte da Schwierigkeiten. Teilweise werden Dinge gezeigt, wie mühsam das damalige Leben war. Da sah ich meine Urgroßmutter, wie sie draußen vor dem Haus in einem Holztrog die Wäsche gewaschen hat mit einem langen Holz und einem Waschbrett. Es ist einfach der Wahnsinn, was das an Kraft kostet. Nasse Wäsche ist sowas von schwer und dann muss man das ganze Kochen und mehrmals wenden, stampfen. Da wäre ich heute nach 5 Minuten schon kaputt. Und dann hatten die meisten noch mehr als 2 Kinder. Sie konnten sich bestimmt nicht über einen schlechten Schlaf beklagen, denke ich! Diese Generation hat zwei Weltkriege überlebt, so wie meine Großeltern und ich habe heute noch die Geschichten im Ohr, die sie mir bestimmt 100 Mal erzählten wie schrecklich das damals war. Nie wieder Krieg. Falls hier einen in Deutschland entstehen sollte, wandere ich aus!
Kommentar:Liebe Uschi, hallo Michael,
vielen lieben Dank für die wunderbaren Kommentare!
So ganz viel weiß ich nicht von meinen Urahnen, es wurde nicht viel erzählt über die
Vergangenheit, über die Kriege. Wer selber im Krieg war, hat nicht gern darüber erzählt. Wer ihn glimpflich überstanden hatte, der wollte durch das Erzählen nicht noch einmal zurückversetzt werden..
Ich weiß nur, dass meine Urgroßmutter 13 Kinder geboren hat und nicht alle lange gelebt haben, von Krankheiten heimgesucht oder im Krieg geblieben, wie im Gedicht schon beschrieben.
Was von unseren Ahnen letztlich bleibt, ist die Erinnerung und hoffentlich die "guten" Gene, die wir weiter mit Liebe in die Zukunft tragen!!
Herzlich Grüße aus dem etwas stürmischen Norden, Sonja
Kommentar:So schön und wahr und ein wenig traurig (oder wehmütig). Wie leicht vergisst man manchmal, dass unsere Eltern, Großeltern, Vorfahren, eine Geschichte geschrieben haben, deren Kapitel wir sein dürfen, auch dank Gottes Gnade.
Ich wünsche Dir eine positive, schöne Geschichtsfortschreibung, Deiner Familiengeschichte.
Kommentar:Vielen Dank lieber Hartmut,
ja, das Bild hängt bei mir an der Wand, wir schauen unser öfter an, mein Ahne und ich,er war schon längst verstorben, als ich auf die Welt kam, und erzählt wurde auch nicht sehr viel aus der Familie heraus, aber was ich erfahren habe lässt ein Gefühl großer Verbundenheit in mir aufkommen, dieses Gefühl habe nur bei meinen Urgroßeltern, ich denke mal, das hat etwas zu bedeuten!!
Herzl. Grüße aus dem Norden, Sonja
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Früh am Morgen,
wenn der Wecker klingelt,
schlafen meine Augen noch
und ich bin in Gedanken,
bei meinem letzten Traum,
der jetzt zerbrochen
vor mir liegt.
Erst gestern Morgen hörte ich von dir,
dass du nun fort bist, weit weg von hier.
Die Pläne, kalt und wohl erdacht,
haben dich leise umgebracht.
Ich ging hinaus ins frühe Licht
und schrieb ein [ ... ]
Die Möwe in den Bergen.
Sie fliegt auf Bäume.
Sitzt auf Felsen. Steht am
Fluss. Ist klug. Ist frei. Ist
reich. Hat Macht. Hat Kraft.
Hat Besitz. Aber findet nicht
das Meer.