Ein finsterer Stern

Voller Hochmut ist Ikarus geflogen
Von der Sonne mächtig angezogen
Bis den Frevel er erkannte
Feuer fing und dann verbrannte.

Tief ist mancher Mensch gefallen
Gefangen in des Schicksals Krallen
Mord und Totschlag auch nicht scheute
Und es nicht einmal bereute.

So ist es Kain und Abel ergangen
Der Hass hat Feuer im Herzen gefangen
Abel ging es an den Kragen
Wurde vom Bruder brutal erschlagen.

Heute tötet man Millionen
Kämpft mit Bakterien, Gasen, Atomen
Es fallen Bomben, es fliegen Drohnen
Der Krieg hat neue Dimensionen.

Des Menschen Geschichte ist voll davon
Herrscher stürzt man vom hohen Thron
Man schändet, mordet im Namen des Herrn
Die Erde war immer ein finsterer Stern.


© Herbert Kaiser


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Kommentare zu "Ein finsterer Stern"

Re: Ein finsterer Stern

Autor: Michael Dierl   Datum: 14.11.2021 20:34 Uhr

Kommentar: Hallo Herbert, da hast Du das dunkelste Kapitel in der Menschheitsgeschichte beschrieben und Mord und Totschlag zieht sich wie ein roter Faden durch alle Jahrtausende und das aus niederen Beweggründen. UND er wird auch weiterhin diesen Weg beschreiten und das schlimmer als je zuvor. Sehr gut zusammengefaßt und die wichtigsten Details dazu auf den Punkt gebracht. Klasse gemacht!

lg Michael

Re: Ein finsterer Stern

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 14.11.2021 21:02 Uhr

Kommentar: Lieber Herbert,
dein Gedicht beschreibt passend die brutale Seite des Menschen. Nicht zu vergessen die vielen sinnlosen Kriege.
Liebe Grüße Wolfgang

Re: Ein finsterer Stern

Autor: Alf Glocker   Datum: 15.11.2021 6:44 Uhr

Kommentar: Ja, genau so ist es leider!!

LG Alf

Super vertextet!

Re: Ein finsterer Stern

Autor: Jens Lucka   Datum: 16.11.2021 21:15 Uhr

Kommentar: Wäre ich von einem anderen Stern, würde ich mich fragen ,welche Krankheit den Menschen befallen hat , auf seinen selbstgebastelten Bombe zu sitzen und Wetten abzuschließen, wer denn nun endlich den Zünder betätigen darf.

Liebe Grüße , Jens

Re: Ein finsterer Stern

Autor: Herbert Kaiser   Datum: 16.11.2021 23:09 Uhr

Kommentar: Ich bedanke mich, lieber Jens!

Lg Herbert

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