Mein Blickpunkt

© Diözese Wien

Mein Blickpunkt

Alle Wege führen in das Nichts
Das weiß man nicht erst neuerdings
Man weiß seit Anbeginn der Zeit
Die Endstation heißt Ewigkeit.

Bis dahin lass uns saufen Bruder
Suchen wir uns schnell ein Luder
Zum Vergnügen für das Leben
Lass uns nach Lust und Liebe streben.

Komm legen wir die Arbeit nieder
Du fromme Maid streif ab dein Mieder
Lass uns tanzen heut den Reigen
Bis die Götter sich vor uns verneigen.

Tischlein deck dich mit den Gaben
Bei Kerzenlicht will ich mich laben
An Köstlichkeiten aller Herren Länder
Kleiden mich in feinste Gewänder.

Der Dekadenz will ich mich weihen
Wenn Sittsame nach Tugend schreien
Die Pfaffen mit Verdammnis drohen
Anstand und Moral verrohen.

Zum Schluss werde ich freudig weichen
Wenn im Tod die Wangen bleichen
Einmal muss man Farbe bekennen
Seinen Gott beim Namen nennen.


© Herbert Kaiser


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Kommentare zu "Mein Blickpunkt"

Re: Mein Blickpunkt

Autor: Verdichter   Datum: 21.04.2021 1:36 Uhr

Kommentar: "Lieber etwas tun, das man vielleicht bereut, als nie etwas getan zu haben, dass man bereuen könnte"

Wobei mir deine Zeilen nicht gerade nach Reue klingen. Aber nach Leben! Warum nicht?

nächtlichen Gruß,
Verdichter

Re: Mein Blickpunkt

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 21.04.2021 7:13 Uhr

Kommentar: Lieber Herbert,
das sind mal etwas andere Klänge von dir: Etwas Leben, etwas Tod, und auch nachdenklich zwischen den Zeilen. Gelungenes Werk.
Liebe Grüße ins Nachbarland
Wolfgang

Re: Mein Blickpunkt

Autor: Herbert Kaiser   Datum: 21.04.2021 7:39 Uhr

Kommentar: Die Grüße sind angekommen, lieber Wolfgang besten Dank.

Lg Herbert

Re: Mein Blickpunkt

Autor: humbalum   Datum: 21.04.2021 10:49 Uhr

Kommentar: Das Leben ist kurz. Nutze es. Nur ohne jede Moral geht der Mensch unter. Wo sind die Grenzen? Denn irgendwo beginnt die Selbstzerstörung. Da einfach die Balance zwischen Vernunft und Lust verloren gegangen ist. Klaus

Re: Mein Blickpunkt

Autor: humbalum   Datum: 21.04.2021 10:50 Uhr

Kommentar: Das Leben ist kurz. Nutze es. Nur ohne jede Moral geht der Mensch unter. Wo sind die Grenzen? Denn irgendwo beginnt die Selbstzerstörung. Da einfach die Balance zwischen Vernunft und Lust verloren gegangen ist. Klaus

Re: Mein Blickpunkt

Autor: Herbert Kaiser   Datum: 21.04.2021 11:00 Uhr

Kommentar: Der Mut zum Untergang fehlt den meisten, so leben sie nicht total, geben sich nicht zu 100% .

Danke für deinen netten Kommentar!

Lieben Gruß, Herbert

Re: Mein Blickpunkt

Autor: Michael Dierl   Datum: 05.05.2021 22:55 Uhr

Kommentar: Hallo Herbert, schließe mich mal den Kommentaren an. Steckt viel Wahrheit in Deinem Gedicht und auch in den Kommentaren!

lg Michael

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