Da wo ich stehe, stehe ich im falschen Licht,
denn meine Augen erkennen mich nicht.
Was ich gebe, nehme ich im falschen Verhältnis,
meine Kapitel enden folglich im verirrten Ergebnis.
Von jeher schreibt (m)ein Pseudonym die Geschichten,
erzählt von falschen Helden und schwammigen Gedichten.
Nicht gestern, nicht heute verkörpert ihr die ausgedachten Rollen,
ich weiß, nie hätte ich es so anfangen oder unterbrechen sollen.
Bin weder Regisseur, noch Schauspieler,
doch hier und dort, gebe ich gern‘ meine abgeschmackten Märchen wieder.
Gefühle zerkoche ich im faden Einheitsbrei,
in der Hoffnung, der Gestank setzt mich frei.
Die Lieblingszutaten sind mein bitterer Nachgeschmack,
meine Finger greifen stets nach Besteck mit billigem Lack.
Zum Schluss scheitert die Pointe wie ein sinkendes Schiff,
allerdings gibt’s meiner Satire den nötigen Schliff.


© Nici


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