Der Tag ist schon sehr fortgeschritten -
und sein Ergebnis ist nichts wert.
Er hat dich nur absurd bestritten,
denn du bliebst nicht ganz unversehrt!

Du bist nur gealtert – nichts gefiel,
was du getan hast, aber du lebst
noch weiter, in dem Hochgefühl,
daß sich erfüllt wonach du strebst.

Doch davon ist nicht viel in Sicht!
Die Welt spinnt weiter, wie gehabt.
Du bist – sie registriert dich nicht,
wobei sie froh mit dir ins Unglück trabt.

Ihr Horizont ist eben wie dein Tag -
viel ist davon leider nicht zu sehen.
Nun geh zur Nacht ins Bett und trag
was mit dir fort – denn du musst gehen!

Im Traum kannst du ja noch versuchen,
die Angst zu bändigen, die bleibt.
Du hörst noch wie sie auf dich fluchen:
den Unhold, der Geschichte(n) schreibt.

Der Unhold

© Alf Glocker


© Alf Glocker


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Kommentare zu "Der Unhold"

Re: Der Unhold

Autor: ulli nass   Datum: 11.01.2017 10:42 Uhr

Kommentar: Extra noch mal eingeloggt.Und wieder ein beeindruckendes Gedicht !
lG
ulli

Re: Der Unhold

Autor: Waldeck   Datum: 11.01.2017 19:38 Uhr

Kommentar: Gestehe doch, was ein Gedankenverbrecher ist...

Die immerneue Welt, die nur zum Schein noch fangen spielt,
damit ihre Gefangenen nicht merken
das sie dieselben Wege laufen, wie im Kerker.

LG. Waldeck

Re: Der Unhold

Autor: Alf Glocker   Datum: 13.01.2017 6:14 Uhr

Kommentar: Ich bedanke mich!

LG Alf

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