Sah ich Schuhmacher in Kreisen fahrend in Shanghai,
die Twin Towers in Kuala Lumpur
um Mitternacht mit leuchtenden Augen,
sah Hiroshima in der Frühlingssonne erstrahlen,
den Lotustempel in Delhi andächtig begehend –
so schenkt mir heute
ein freundliches Lächeln von außen,
ein Augenblick, kaum mehr als ein Blick,
mehr Wärme und Zufriedenheit im Sein
als all die Reisen, die ich einst unternahm.
Und plötzlich begreife ich:
Ich suchte die Ferne,
um etwas zu finden,
das manchmal ganz nah
vor mir steht.
Denn all die Wege,
die mich durch die Welt führten,
waren schön –
und doch fehlte stets ein kleines Stück.
Vielleicht war es nur dies:
ein Lächeln,
das nichts wollte
und mir dennoch
für einen Augenblick
die ganze Welt schenkte.
Kommentar:Das Gedicht trifft ins Schwarze.
Alles was Du suchst ist gsnz nah von Dur. Oder in Dir. In die Ferne zu reisen ist interessant. Um andere Kulturen kennen zu lernen. Aber wenn Du etwas wertvolles für Dein Leben finden willst. Dann ist das unnötig. Das Gedicht hat eine wunderbare Sprache! MfG Klaus
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Ich bin noch am Leben. Heute Morgen liege ich nur im Bett. Denke an Alles und Nichts. Trinke Tee. Warte bis der Tag lebt. Auf den Morgen. Und ich die Bäume sehe. Und den Himmel. Und die Sonne. Und [ ... ]