ach Panta Rhei

wenn du nur einmal zuhause bliebest
und all die schönen Bücher läsest
die ich für dich gekauft habe

aber du verschwindest
durch die Katzenklappe
ins Nirgendwo

tagelang bleibst du fort
ich mache mir Sorgen
und kaufe neue Bücher

du legst mir Mäuse
vor die Tür
und tote Vögel

doch wenn du wiederkommst
streichst du mir um die Beine
und bringst mit deinem Schnurren
meinen Körper zum Vibrieren

dann weiß ich...
es ist wieder Zeit
für Filetspitzen in Sahnesoße


© Susanna-Ka


9 Lesern gefällt dieser Text.



Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher




Unregistrierter Besucher




Kommentare zu "ach Panta Rhei..."

Re: ach Panta Rhei...

Autor: Grafeneder Johann   Datum: 03.05.2026 11:16 Uhr

Kommentar: Liebe Susanne,

dein Gedicht hat eine wunderbare Mischung aus Zärtlichkeit, Humor und diesem leisen Schmerz, der in allen echten Beziehungen mitschwingt – selbst in denen zu unseren kleinen, freiheitsliebenden Vierbeinern. Ich musste beim Lesen lächeln, weil du dieses typische Katzengefühl so treffend einfängst: das Verschwinden, das Sorgenmachen, das Wiederauftauchen – und dann dieses Schnurren, das alles wieder gut macht.

Deine Bilder sind warm und lebendig, und die letzte Zeile bringt das Ganze so liebevoll auf den Punkt, dass man die Szene direkt vor sich sieht.

Ein wirklich schönes, leichtes und zugleich berührendes Gedicht.

Herzliche Grüße
Johann

Re: ach Panta Rhei...

Autor: Jens Lucka   Datum: 06.05.2026 18:06 Uhr

Kommentar: So Schön ;-))

Gruß ,Jens

Kommentar schreiben zu "ach Panta Rhei..."

Möchten Sie dem Autor einen Kommentar hinterlassen? Dann Loggen Sie sich ein oder Registrieren Sie sich in unserem Netzwerk.