Ein jeder trägt im Leben stille Träume,
die großen wie die kleinen, sanft und rein;
sie schleichen leise sich in unsere Räume,
und wollen dort geborgen sein.
Gib ihnen Raum, schick sie auf die Wege,
denn Sehnsucht bleibt im Herzen unversehrt;
sie sucht sich frei der Welt verborgene Stege,
und wird durch Zeit und Schranken nicht verwehrt.
Und manchmal sind sie kaum zu fassen,
ein Hauch, der lautlos weht;
doch wer es wagt, sich einzulassen,
versteht, wohin ihr Flüstern geht.
Im Buch des Lebens steigen Träume sacht,
sie fliegen weit in unbegrenzte Zeit,
kein Dunkel hält sie auf in ruhiger Nacht,
denn Träume sind der Seele Ewigkeit.
Kommentar:Das hast du sehr schön beschrieben liebe Helga. Träume hat man wohl immer, ob als Kino im Kopf oder Bauchgefühl.
Mich animieren sie, auch zum Schreiben.
Ein Name fällt ins flimmernde Licht,
getragen von Stimmen, doch kennt man ihn nicht.
Ein Flüstern wird lauter, ein Schatten wird groß,
und plötzlich erscheint etwas völlig [ ... ]
Im Flüstern des Windes, uralt und sehr klar,
ruft eine Stimme von weitem und ganz fernem Jahr:
„Sei frei, sei frei“, trägt sie mich fort,
hinaus aus Ketten, hinaus [ ... ]
Der Treppe fehlt eine Stufe.
Die eine Stufe zum Leben. Die
eine Stufe zur Erkenntnis. Die
eine Stufe zur Kunst. Die eine
Stufe zur Liebe. Morgens
war die Stufe einfach weg.
Und keiner weiss [ ... ]
Wenn Lebenslinien sich kreuzen
Fallen Sterne in einen tiefen süßen Schlaf
Hand in Hand gemeinsam sein, solange beide Herzen brennen
Glück ist nicht planbar
Unglück auch nicht
Das Selbst [ ... ]
Der Geier singt ein Lied.
Der Löwe fliegt zur Post.
Der Bär kauft ein Klavier.
Und die Sonne scheint.
Und die Welt spielt. Und
jeder Traum findet Gold.