In der Taverne, im roten Licht,
da saß ich lange und rührte mich nicht,
der Whisky brannte, der Abend war schwer,
und bald schon sah ich die Sterne umher.
Ich thronte an der Bar, das Licht wurde fahl,
ich hielt mich für klug und erschien mir doch schal,
ein König im Schatten, ein Narr ohne Thron,
mit leerem Beutel und müdem Hohn.
Die Schenkin, sie lachte, ihr Blick war wie Glut,
so dünn wie ein Zweig, doch von feurigem Mut,
die roten Schuhe im Dämmerschein,
trugen das Lächeln direkt zu mir hinein.
Die Stunden vergingen im kreisenden Glas,
ich trank, was ich konnte, und mehr, als ich maß,
die Stimmen verklangen, die Gäste verschwanden,
am Ende blieb Stille - und ich war noch da.
Mitternacht sank und die Lichter ging`n aus,
die Schritte schon unsicher – heimwärts nach Haus,
die Straße versank in flackerndem Blick,
doch irgendwer trug mich noch schwankend zurück.
Am Morgen dann schwor ich, der Schädel wie Blei:
“Mit all diesem Trinken ist es endgültig vorbei!”
Ich lachte mich an, in den blassen Spiegel hinein-
und glaubte mir selbst – nur für einen Moment allein.
Doch abends, ihr ahnt es, zog`s mich wieder fort,
zu dem schummerig vertrauten Ort,
die Taverne, sie wartete still wie zuvor -
doch etwas in mir ging dabei schon verlorn.
Das Glas in der Hand wog plötzlich so schwer,
kein Lachen darin, nur Leere und mehr,
ich trank nicht mehr fröhlich, nicht mehr nur zum Schein -
ich trank, um für Stunden ein Anderer zu sein.
Kommentar:Hallo Helga,
gern das LI in der durchzechten Nacht begleitet, doch Alkohol ist auf die Dauer kein guter Ratgeber!
Bleibt die Frage, war es die "Schenkin" oder doch der Schutzengel, der das LI nachhause brachte?
LG
Manfred
Kommentar:Oh, da sind Erinnerungen an meine Jugend, da ich mich heute dafür bedanke, nicht auf diesem Weg hängen geblieben zu sein. Den manch Abend und Nacht erging es mir ähnlich, wie in deinen Zeilen. Die Vernunft hielt dann immer eine Grenze vor Augen.
Eine sehr gute Beschreibung hast du hier gezaubert, liebe Helga.
Sie sagte Sex
Er sagte Wasser
Sie sagte Kinder
Er sagte Feuer
Sie sagte Geld
Er sagte Erde
Sie sagte Haus
Er sagte Luft
Sie sagte Liebe
Er sagte [ ... ]
Auf der Strasse sagt das Leben.
Höre die Händler
Höre die Kellner.
Höre die Gäste.
Höre die Fremden.
Und dann gehe ins Cafe
Trinke einen Tee.
Lächle. Und liebe die Zeit.
Und Du [ ... ]
Mag sein, wies den Anschein hat, doch recht vermessen,
daß das was wir denken, das wir je besessen,
doch nur als geborgt und geliehen sich zeigt.
Die Tränen von weit her die darob [ ... ]
April ist ein Maler mit Pinseln im Wind,
er malt jeden Tag, wie es ihm gerade gelingt.
Ein Tupfer aus Sonne, ein Strich aus Regen
und plötzlich tanzt ein Bogen dem Himmel entgegen.
Der Wind wirbelte unsere Seelen auf wie Sand.
Sand aus der Wüste,
Sand vom Strand.
Doch er legte sich und sank
indem er eine Melange hinterließ
ein Seelengemisch.
In welcher alles [ ... ]