Schritt für Schritt, ganz ohne Ziel,
geh ich die staubige Straße entlang,
zum Glücklichsein braucht es nicht viel,
wenn ich lausch dem Vogelgesang.
Mein Weg, gesäumt von hohen Bäumen,
durch die Zweige schon die Abendsonne glüht,
beim Schlendern fang ich an zu träumen,
von Blumen, die noch nicht erblüht.
Vom Weg ab zweigt ein kleiner Pfad,
mit saftig grünem Gras bedacht,
selten ihn ein Menschenfuß betrat,
nur von Büschen er bewacht.
Dort wo die grünen Halme flüstern,
und die Winde wehen lau,
am Rand die Glockenblumen wispern,
da ist die Welt dann nicht mehr grau.
Oh, wie hat mich dieser Anblick,
so wundersam berührt,
ist es ein göttliches Geschick,
dass mich zum großen Glück hinführt?
Ein müder Wanderer kommt entgegen,
seine Augen Sehnsuchtsschwer,
Füße matt - kaum zu bewegen,
doch sein Blick ist ein Gedankenmeer.
Jeder geht nun seinen Weg,
niemand schaut auch nur zurück,
wir beide sind nun unentwegt,
auf der Suche nach dem Glück.
Ich sehe das Leben als Geheimnis.
Als Traum. Als Spiel. Als Reise.
Und ich weiss: "Die Augen! Die
Ohren! Die Worte!" Und die
Phantasie. Und das Denken finden
nur Gold. Mit etwas Mut. Mit [ ... ]
April ist ein Maler mit Pinseln im Wind,
er malt jeden Tag, wie es ihm gerade gelingt.
Ein Tupfer aus Sonne, ein Strich aus Regen
und plötzlich tanzt ein Bogen dem Himmel entgegen.
Mag sein, wies den Anschein hat, doch recht vermessen,
daß das was wir denken, das wir je besessen,
doch nur als geborgt und geliehen sich zeigt.
Die Tränen von weit her die darob [ ... ]
Ein jeder hat es schon erlebt,
dass trübe Zeit ins Leben dringt,
kein Sonnenstrahl den Himmel hebt
und still das Herz in Schwere sinkt,
indes das Auge leise weint.
Trilogie : Zyklus Licht und Schatten
Leise Bewegungen des Herzens
Diese drei Gedichte sind kleine Wegmarken eines inneren Jahres. Sie erzählen von der Wärme des Herzens, vom stillen Wunder [ ... ]