Schritt für Schritt, ganz ohne Ziel,
geh ich die staubige Straße entlang,
zum Glücklichsein braucht es nicht viel,
wenn ich lausch dem Vogelgesang.

Mein Weg, gesäumt von hohen Bäumen,
durch die Zweige schon die Abendsonne glüht,
beim Schlendern fang ich an zu träumen,
von Blumen, die noch nicht erblüht.

Vom Weg ab zweigt ein kleiner Pfad,
mit saftig grünem Gras bedacht,
selten ihn ein Menschenfuß betrat,
nur von Büschen er bewacht.

Dort wo die grünen Halme flüstern,
und die Winde wehen lau,
am Rand die Glockenblumen wispern,
da ist die Welt dann nicht mehr grau.

Oh, wie hat mich dieser Anblick,
so wundersam berührt,
ist es ein göttliches Geschick,
dass mich zum großen Glück hinführt?

Ein müder Wanderer kommt entgegen,
seine Augen Sehnsuchtsschwer,
Füße matt - kaum zu bewegen,
doch sein Blick ist ein Gedankenmeer.

Jeder geht nun seinen Weg,
niemand schaut auch nur zurück,
wir beide sind nun unentwegt,
auf der Suche nach dem Glück.


© Helga Grote


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Beschreibung des Autors zu "Zwei Wege, ein Verlangen"

Straße, Abendsonne, Wanderer, auf der Suche nach dem Glück

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